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Pressemitteilung BoxID: 686992 (AvD Automobilclub von Deutschland e.V.)
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Was sich 2018 für Kraftfahrer ändert

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) .


AvD macht auf Änderungen aufmerksam
Kfz-Steuer ändert sich wegen neuer Testverfahren
eCall wird Pflicht


Der AvD macht Autofahrer auf einige geänderte Regelungen aufmerksam, die im neuen Jahr zu beachten sind.

Winterreifen müssen mit Alpine-Symbol gekennzeichnet sein

Ab 1. Januar 2018 gelten zum Beispiel lediglich Reifen mit Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) als „Winterreifen“. Verbraucher, die M+S Bereifung („Mud and Snow" oder „Matsch und Schnee") aufgezogen haben, können aber beruhigt sein: Bis Ende 2017 hergestellte M+S-Reifen dürfen bis zum 30. September 2024 auch unter winterlichen Bedingungen weiterbenutzt werden.

Nach Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) darf bekanntlich bei „Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch oder Reifglätte“ nicht mehr mit Sommerreifen gefahren werden. Wer in dieser Situation sein Fahrzeug stehen lassen kann (und will), muss folgerichtig also keine Winterreifen aufziehen.

Neue Testverfahren für CO2 und für Berechnung der Kfz Steuer

Ab dem 1. September 2018 werden die Abgaswerte von Fahrzeug-Neuzulassungen mit einer weltweit harmonisierten Testprozedur (WLTP-Verfahren) ermittelt. Die Testzyklen sind realitätsnäher und beinhalten längere Strecken sowie höheres Tempo. Die damit ermittelten Werte für CO2 sind innerhalb der EU verbindlich mit dem dafür geltenden Grenzwert abzugleichen. Ebenfalls ab dem Stichtag 1. September 2018 gelten für die Motoren aller neuzugelassenen Kraftfahrzeuge die Grenzwerte der neuen EURO 6c Norm.

Die Prüfungen nach WLTP-Verfahren werden ab September 2019 ergänzt durch den RDE ("Real Driving Emissions") Test: Auf der Straße kann der Tester dann freie Strecken mit selbst gewählter Geschwindigkeit fahren. Umweltbedingungen wie Temperatur, Wind und Verkehrslage sind nicht vorgegeben.

Die Kfz-Steuer in Deutschland wird ebenfalls ab dem 1. September 2018 für dann neuzugelassene Fahrzeuge nach dem WLTP-Verfahren berechnet.

Endrohrmessung bei HU

Ab dem 1. Januar 2018 wird im Rahmen der Hauptuntersuchung für Kraftfahrzeuge (HU) die sogenannte Endrohrmessung für alle Kfz verbindlich eingeführt. Bisher wurde lediglich bei entsprechenden Fehlermeldungen nach Auslesen der On-Board-Diagnose die Endrohrmessung angewandt.

eCall in Neufahrzeugen wird Pflicht

Das eCall (Abkürzung für: emergency call) System ist ab 31. März 2018 in allen neu zugelassenen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen vorgeschrieben. Es handelt sich um einen automatisch auslösenden Notruf an die Notrufnummer 112, der bei einem Unfall Unfallhelfer alarmiert und eine Sprachverbindung herstellt. Der Ruf ist auch per Knopfdruck auslösbar. Automatisch übermittelt werden im Notfall u. a. Zeit und Ort des Unfalls, Insassenzahl sowie Fahrtrichtung.

Gültigkeit von HU Plaketten

Die Gültigkeit der Plakette für die Hauptuntersuchung ändert sich ebenfalls mit dem Jahreswechsel. Die Farbe der Plakette zeigt das Jahr der nächsten Hauptuntersuchung an: Grün steht für 2018, Orange für 2019 und Blau für 2020. In welchem Monat die Fahrzeugprüfung spätestens zu absolvieren ist, erkennt man daran, welche Zahl auf der Plakette oben steht. Wer die Frist um mehr als zwei Monate überschreitet, muss eine 20 % höhere Prüfgebühr zahlen und mit Bußgeld rechnen.

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