Mittwoch, 13. Dezember 2017


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AvD Tipps zum Thema "Kälte & Autofahren"

Scheiben nicht im Stand mit laufendem Motor "frei heizen" / Vereiste Scheiben müssen vollständig vom Eis befreit werden! / Unbedingt die Türdichtungen gegen Frostschäden schützen!

Frankfurt am Main, (lifePR) - Bei großer Kälte ist Autofahren für Menschen und Material anstrengend – nicht nur auf Reisen. Der Automobilclub von Deutschland (AvD) gibt Hinweise, wie man die Fahrten gut meistert.

Fremdverbraucher, wie Scheibenheizungen, sollten erst beim Fahrbetrieb eingeschaltet werden. Es ist meist effektiver, die Scheiben auf andere Weise frei zu halten als diese „frei zu heizen". Dies gilt es insbesondere dann zu beachten, wenn das Auto nachts draußen steht und die Batterie bereits älter ist. Denn bei starkem Frost braucht sie die volle Leistung, was mit einer verschlissenen Batterie nicht mehr erreicht wird. Die Folge daraus ist: Das Fahrzeug springt nicht an.

Scheiben frei halten

Grundsätzlich empfiehlt der AvD, die Frontscheibe am Vorabend mit einer handelsüblichen Frostschutzmatte abzudecken. So erübrigt sich das lästige und zeitraubende Freimachen der Scheiben am Morgen. Vor dem Auflegen Zündung und Scheibenwischer einschalten und dann beim Erreichen des oberen Totpunkts der Wischer Zündung ausschalten. Im Anschluss die nun senkrecht stehenden Wischerarme auf die Frostschutzmatte klappen – so liegt sie gut und windfest an.

Apropos Kratzen: Da Wasser meist auf Scheiben in verschmutztem Zustand gefriert, kann das Eiskratzen mikrofeine Beschädigungen des Glases verursachen, weil die Schmutzkörper wie Schleifpapier wirken. Das führt auf Dauer zu steigender Blendgefahr im Gegenverkehr. Der AvD rät deshalb, auch nur neue bzw. unbeschädigte Eiskratzer zu benutzen, am besten solche mit einer schwarz abgesetzten Hartgummileiste.

Zusätzlich auch Enteisungsmittel einsetzen. Diese enthalten heute neben Alkohol auch Glykol. Enteiser nur auf Alkoholbasis senken die Temperatur der Scheiben nach dem Antauen wieder ab. Diesem Phänomen wirkt das Glykol entgegen. Nach 20 Sekunden kann die angetaute Eisfläche mit der unbeschädigten Gummilippe des Kratzers weggewischt werden. Auf diese Weise beseitigt man auch Glykol-Reste, dessen Schlieren sonst die Sicht beinträchtigen können.

Vereiste Autoscheiben müssen nach StVO vor Fahrtbeginn vollständig vom Eis oder Schnee befreit werden! Denn wer nur mit Guckloch losfährt, gefährdet sich und andere, riskiert ein Verwarngeld von 10,- Euro und, wenn es zum Unfall kommt, unter Umständen auch seinen Kaskoversicherungsschutz. Wichtig ist, möglichst wenig oder keine Feuchtigkeit im Innenraum zu haben. Deshalb gilt: Motor starten, Heizung voll aufdrehen oder Defrosterstellung wählen. Auch das Einschalten der Klimaanlage entfeuchtet wirksam. Nach dem Losfahren können die Seitenscheiben ein wenig geöffnet werden, so dass die feuchte Atemluft entweichen kann. Im Vorfeld empfiehlt es sich, einige Tropfen Geschirrspülmittel auf ein feuchtes Tuch zu geben und die zuvor gesäuberten Scheiben von innen so einzureiben.

Türschlösser und Türen können einfrieren

Türschlösser können in kalten Nächten leicht zufrieren. Deswegen ist es ratsam, Enteiser zum Autoschlüssel in die Manteltasche zu stecken. Vorbeugend und noch wirkungsvoller kann man Schlösser mit einem Schließzylinder-Öl behandeln. Sind neben dem Schloss auch die Türdichtungen eingefroren, sollte man keinesfalls mit Gewalt an der Tür zerren, weil dies die Dichtungen beschädigen und teure Schäden verursachen kann. Dichtungen sollten bereits vor dem ersten Frost z.B. mit Silikon eingesprüht oder eingerieben werden.

Was man auf Reisen im Winter besonders beachten sollte

Vor Fahrtantritt immer darauf achten, dass der Tank voll ist. Dann kann man z.B. auch im Stau den Motor deutlich länger zu Heizzwecken laufen lassen. Zur Sicherheit kann ein Reservekanister mitgeführt werden.

Bei längeren Strecken ist es wichtig, immer Decken, warme Jacken, Wollmützen, Schals sowie Handschuhe im Auto zu haben. Außerdem sollte man zudem eine mit Kaffee oder Tee gefüllte Thermosflasche mitnehmen.

Ein Starthilfekabel ist gerade im Winter ein sehr wertvoller Ausrüstungsgegenstand – sei es, weil die eigene Batterie streikt oder weil man anderen seine Hilfe anbieten kann.

Der 1899 als Deutscher Automobilclub DAC gegründete AvD ist als traditionsreichster Automobilclub hierzulande Mitbegründer des Weltverbandes FIA (seit 1904) und von Anbeginn maßgeblich für Verkehrssicherheit, Tourismus und Sport engagiert. Er vertritt die Belange von 1,4 Millionen Mitgliedern und Kunden in allen Bereichen der Mobilität. Der AvD – Pannenhilfe überall!

Für Rückfragen steht Ihnen die AvD Presseabteilung unter der Telefonnummer 069-6606-368 zur Verfügung.

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