Freitag, 15. Dezember 2017


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AvD: Nutzung von Smartphones beim Autofahren erhöht Unfallrisiko

Frankfurt am Main, (lifePR) - .


AvD Umfrage belegt Relevanz für die Verkehrssicherheit
Sprachsteuerung ist ein Lösungsansatz
AvD Umfrage mit Gewinnspiel


Das Thema Ablenkung durch mobile Kommunikationsgeräte im Straßenverkehr wird Ende Januar auf dem Verkehrsgerichtstag in Goslar diskutiert. Alle Befunde zeigen eine dramatische Zunahme des Phänomens.

Umfragen des Automobilclub von Deutschland (AvD) wie auch eine Reihe aktueller Untersuchungen und Erhebungen sprechen eine deutliche Sprache: Mit der jederzeitigen Verfügbarkeit solcher Geräte im Alltag von Verkehrsteilnehmern steigen auch die Risiken.

Der AvD beteiligt sich zusammen mit den Experten des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und der Deutschen Verkehrswacht (DVW) an den Diskussionen. Das Bundesverkehrsministerium plant aufgrund der Brisanz des Phänomens eine deutliche Verschärfung des bestehenden Verbots während des Autofahrens zu telefonieren. So soll das „Aufnehmen“ jedes elektronischen Gerätes am Steuer künftig dreistellige Eurobeträge Bußgeld kosten sowie bei Gefährdung oder Schädigung anderer ein Fahrverbot nach sich ziehen.

Bundesminister Alexander Dobrindt erläutert: „Wer am Steuer das Handy in die Hand nimmt, um eine Nachricht zu tippen oder das Tablet um Mails abzulesen, ist im Blindflug unterwegs. Ablenkung ist eines der größten Unfallrisiken, das vermeidbar und unnötig ist. Wir ändern Verkehrsregeln und Strafen so, dass sie auf der Höhe der Zeit sind und auch neuere technische Entwicklungen berücksichtigen.“

Prof. Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht, sieht im Nutzerverhalten die Hauptursache für Ablenkung im Verkehr: „Die ständige Verfügbarkeit durch mobile Endgeräte wie Smartphones und die zahlreichen Kommunikationskanäle provozieren aber bei vielen Nutzern auch eine permanente Bereitschaft zu kommunizieren und zu interagieren. Das nimmt die Aufmerksamkeit stark in Anspruch.“

Vom AvD Befragte zeigen Problembewusstsein

Die vom AvD Befragten gaben an, dass 72 Prozent von ihnen schon SMS oder WhatsApp-Nachrichten während einer Fahrt gelesen und sogar 53 Prozent Nachrichten eingetippt haben! Immerhin ist viel Problembewusstsein vorhanden: 92 Prozent antworten auf die Frage, ob das Schreiben der Nachrichten das Fahrverhalten beeinträchtige mit „Ja“.

Dr. Walter Eichendorf, Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR), warnt: „Viele glauben, sie können mehrere Dinge gleichzeitig tun. Dies ist allerdings ein Irrtum. Besonders die aktive Teilnahme am Straßenverkehr erfordert jederzeit volle Konzentration. Folglich kann selbst ein kurzer Blick aufs Handy schnell böse enden und tödliche Folgen haben.“

AvD Generalsekretär Matthias Braun ergänzt: „Jeder Autofahrer sollte sich auf seine Fahraufgaben konzentrieren: Der Einsatz von Smartphones und anderer Kommunikationsmittel im Auto sollte vom Grundsatz: „Motor an, Handy aus“ geleitet sein. Der AvD spricht sich für den verantwortungsvollen Umgang mit den Geräten aus. Deshalb sind wir für sprachgesteuerte Lösungen.“

AvD sieht in Sprachsteuerung einen Lösungsansatz

Der AvD setzt sich für den verpflichtenden Einsatz von Freisprecheinrichtungen und Spracheingaben für Funktionen der Telefonie und alle sonstigen zu bedienenden Geräte im Fahrzeug ein.

Der AvD unterstützt außerdem Bestrebungen für berufliche Zwecke eindeutige Regeln für die Benutzung von Kommunikationsgeräten einzuführen. Der AvD weist darauf hin, dass z. B. amerikanischen Bundesbediensteten während Dienstfahrten das Lesen und Schreiben von Textnachrichten per Präsidialdekret untersagt wurde. Berufsgenossenschaften sollten zusätzlich Schulungen anbieten, die die genannten Inhalte vermitteln.

Der AvD will mehr über den Umgang der Autofahrer mit Smartphones wissen. Die Befragung auf der AvD Homepage geht in die dritte Runde. Wer teilnimmt, kann attraktive Preise gewinnen.

AvD Automobilclub von Deutschland e.V.

Der 1899 als Deutscher Automobilclub DAC gegründete AvD ist als traditionsreichster Automobilclub hierzulande Mitbegründer des Weltverbandes FIA (seit 1904) und von Anbeginn maßgeblich für Verkehrssicherheit, Tourismus und Sport engagiert. Er vertritt die Belange von 1,4 Millionen Mitgliedern und Kunden in allen Bereichen der Mobilität. Der AvD - Pannenhilfe überall!

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