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Pressemitteilung BoxID: 383878 (Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA)
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Osteoporose, Ballenzeh, Kinderwunsch ab 40

Der Februar ist Themenmonat Frauengesundheit bei den Asklepios Kliniken

(lifePR) (Hamburg, ) Es gibt Krankheiten, von denen sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Der gefürchtete "Knochenschwund", die Osteoporose zählt dazu. Der schmerzhafte "Ballenzeh" (Hallux valgus). Aber auch die weniger bekannte "Weißfingerkrankheit" (Raynaud-Syndrom), bei dem die Finger zu erfrieren scheinen. Die Spezialisten der Hamburger Asklepios Kliniken stehen allen Interessierten zu diesen Themen im Rahmen der Vortragsreihe "Hanseatische Nachtvorlesungen" im Februar Rede und Antwort. Die Vorträge zur Frauengesundheit, jeweils donnerstags - sind für die Teilnehmer kostenfrei. Zusätzlich bietet Asklepios über das Internet kostenlos rund 300 Videos mit Experteninterviews aus fast allen medizinischen Gebieten an. Zu finden im YouTube-Kanal von Asklepios und auf der Asklepios Internetseite.

Das Raynaud-Syndrom: Lästig oder gefährlich?

Bis zu fünf Prozent der Bevölkerung leiden an dem "Raynaud-Syndrom". Frauen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren sind fünfmal häufiger betroffen als Männer. Bei dieser Krankheit handelt es sich um eine funktionelle Durchblutungsstörung. Benannt ist das Syndrom nach ihrem Beschreiber, dem französischen Arzt Maurice Raynaud (1834-1881). Oft wird diese Krankheit auch "Weißfingerkrankheit" genannt. Dr. Keihan Ahmadi-Simab, Chefarzt der Abteilung Rheumatologie der Asklepios Klinik Altona (Hamburg) erklärt: "Es gibt zwei verschiedenen Arten der Erkrankung: Zwei von drei Patienten haben das ausgesprochen lästige, aber nicht weiter gefährliche primäre Raynaud Syndrom." Bei dieser Form gibt es keine auslösende Grunderkrankung, so der Facharzt für Innere Medizin, Rheumatologie und klinische Immunologie. Studien belegen, dass die Auslöser für das krampfartige Zusammenziehen von arteriellen Gefäßen in den Fingern (seltener in den Zehen, Ohren oder der Nase) bei Frauen und Männern unterschiedlich sind. Dr. Ahmadi-Simab: "Liegt es bei Männern hauptsächlich am Rauchen oder an der Arbeit mit vibrierenden Maschinen, z.B. Motorsäge oder Presslufthammer, werden die Anfälle bei Frauen oft durch emotionalen Stress, Anspannung oder familiäre Vorbelastungen ausgelöst." Kommt es zum Anfall, ist der Blutfluss stark eingeschränkt, deshalb werden die betroffenen Stellen weiß. Dr. Ahmadi-Simab: "Dann verfärben sie sich blau und - wenn das Blut schließlich wieder fließt - werden sie knallrot." Diese Anfälle können wenige Minuten bis mehrere Stunden dauern.

Die "Weißfingerkrankheit" kann aber auch ein Hinweis auf eine andere Krankheit sein. "Dann spricht man vom sekundären Raynaud-Syndrom", weiß Dr. Ahmadi-Simab. "Hier weist die funktionelle Durchblutungsstörung auf eine von insgesamt rund 40 Grunderkrankungen - wie z.B. rheumatische Erkrankungen, insbesondere Kollagenose wie systemische Sklerose, Arteriosklerose oder Neuropathien wie Erkrankungen an der Bandscheibe oder das Karpaltunnelsyndrom - hin." In diesem Fall kann es zu dauerhaften Schmerzen, aber auch Gewebeschäden kommen. Liegt ein sekundäres Raynaud-Syndrom vor, muss immer die auslösende Grunderkrankung behandelt werden. Chefarzt Dr. Ahmadi-Simab: "Je besser die Grunderkrankung behandelt ist, desto seltener leiden diese Patienten unter Raynaud-Anfällen." Durch eine Blutuntersuchung, Kapillarmikroskopie und Ultraschalluntersuchungen lässt sich eindeutig feststellen, um welches Raynaud-Syndrom es sich handelt. Grundsätzlich gilt für beide Arten des Raynaud-Syndroms, dass Patienten versuchen sollten, die krampfartigen Anfälle zu verringern, bzw. möglichst zu vermeiden. Dr. Ahmadi-Simab: "Rauchen ist tabu! Das Nikotin verengt die Gefäße zusätzlich." Es gibt aber auch Hilfsmittel: "Da Sie sich vor Kälte und Nässe gut schützen müssen, rate ich meinen Patienten, neben Handschuhen auch Hand- und Taschenwärmer zu nutzen." Kommt das "Kältegefühl" auf, rät der Arzt, "die Arme wie eine Windmühle zu kreisen, die Hände unter den Achseln wärmen. Oder lassen Sie warmes - aber nicht heißes! - Wasser über die Finger laufen. Und lernen Sie eine Entspannungstechnik, damit Sie nicht in Stress-Situationen kommen."

Kinderwunsch ab 40 - spätes Mutterglück

35 Jahre nach der Geburt des ersten Retortenbabys der Engländerin Louise Joy Brown ist das Thema künstliche Befruchtung hochaktuell und wird noch immer heftig diskutiert. Weltweit wurden seitdem nach Schätzungen mehr als 3,5 Millionen Kinder geboren, die durch die sogenannte In-vitro-Fertilisation (IVF), also einer Befruchtung außerhalb des Körpers gezeugt wurden. Während anfangs vor allem jüngere, kinderlose Ehepaare ärztliche Hilfe in Anspruch nahmen, nutzen längst auch viele ältere Frauen die neuen medizinischen Chancen. "Spätes Mutterglück auch mit Mitte 40 - das ist keine Ausnahme mehr", berichtet Professor Dr. Peter Schwärzler, Chefarzt der Frauenklinik in der Asklepios Klinik Barmbek in Hamburg. Weit über 100.000 Kinder wurden nach den Worten von Prof. Dr. Schwärzler seit dem Jahr 2000 allein in Deutschland durch künstliche Befruchtung gezeugt. Heutzutage entstehe hierzulande etwa jedes 80. Kind per IVF, jedes zehnte Paar benötige bei seinem Kinderwunsch ärztliche Unterstützung. Nach einer Statistik des Deutschen IVF-Registers ist die Mehrzahl der Frauen, die zwischen 2000 und 2010 ihr Kind nach einer künstlichen Befruchtung bekamen, zwischen 30 und 34 Jahre alt. Mehr als 5.000 Mütter war 40 Jahre und älter. "Grund für die Zunahme älterer Mütter sind gesellschaftliche Veränderungen," berichtet Dr. Schwärzler. "Oft sind das Studium, die Nutzung beruflichen Chancen oder auch zum Beispiel die spätere Familienplanung die Gründe, weshalb der Kinderwunsch zunächst nicht im Vordergrund steht."

Wie sehr die medizinische Unterstützung beim Kinderwunsch die Menschen bewegt, zeigt nach den Worten des Gynäkologen auch ein Blick ins Ausland, wo in der Fortpflanzungsmedizin vieles praktiziert werde, was in Deutschland weiterhin verboten ist. Als Beispiele nennt er unter anderem die Leihmutterschaft ebenso wie die Eizellspende. Überall stelle sich die Medizin den neuen Herausforderungen.

Osteoporose - der gefürchtete "Knochenschwund"

Etwa acht Millionen Menschen sind in Deutschland von Osteoporose, einer chronischen Skeletterkrankung, bei der sich die Knochenmasse verringert, betroffen. Was kann man tun, um das Bruchrisiko zu verringern? Und was hilft, wenn es doch zum Knochenbruch kommt?

Allein in Hamburg gibt es etwa 170.000 Osteoporose-Patienten. Priv.-Doz. Dr. Marc Schult, Chefarzt der Unfall- und Orthopädischen Chirurgie an der Asklepios Klinik Nord - Heidberg in Hamburg: "Bei dieser Erkrankung wird zum einen die äußere Knochenschicht dünner, zum anderen verringern sich nicht nur die Anzahl der Knochenbälkchen im Innern, sondern auch noch deren Verknüpfungen miteinander." Als Folge verlieren die Knochen stark an Stabilität und brechen leichter. Die Häufigkeit der Erkrankung nimmt im Alter zu und besonders Frauen sind nach der Menopause von diesem so genannten "Knochenschwund" oft betroffen. Priv.-Doz. Dr. Schult: "Frauen unter 55 Jahren sind zu sieben Prozent betroffen, bei den über 80jährigen sind es 19 Prozent." Tückischerweise ist die Erkrankung symptomlos, also ohne offensichtliche Anzeichen. Priv.-Doz. Dr. Schult: "Deshalb wird das Risiko der Erkrankung auch von Patienten und Hausärzten häufig unterschätzt - bis es als Folge der Knochenerweichung entweder bei einem Bagatellunfall oder aber auch spontan zu einem Knochenbruch kommt." Wie aber beuge ich vor, damit es erst gar nicht zu einem Bruch kommt? Dazu Priv.-Doz. Dr. Schult: "Wer seinen Körper beherrscht, der stürzt weniger! Das heißt: Bewegen Sie sich - dann bleiben Sie beweglich! Zusätzlich wird durch Bewegung die (weitere) Abnahme der Knochendichte gestoppt."

Wichtig ist auch die Ernährung, so der Facharzt für Unfallchirurgie und Orthopädie. Alkohol, Zucker und phosphathaltige Lebensmittel wie z.B. Cola tragen zum Abbau von Calcium im Körper bei. Priv.-Doz. Dr. Schult: "Die Calcium-Versorgung unseres Körpers ist oft grenzwertig, Vitamin D ist meistens unzureichend vorhanden. Beides muss aber ausreichend im Körper vorhanden sein." Zudem müsste, so der Mediziner, auch die Gabe verschriebener Medikamente optimiert werden. Über die Gabe von Medikamenten, die den Knochenstoffwechsel anregen oder einer Hormontherapie müsse bei jedem Patienten individuell nachgedacht und entschieden werden.

Hallux valgus - Probleme mit dem "Ballenzeh"

Füße haben es schwer - buchstäblich. Schon beim normalen Gehen werden sie mit einem Vielfachen des eigenen Körpergewichtes belastet. "Und zählt man die Schritte, tragen sie uns im Laufe des Lebens dreimal um den gesamten Erdball", gibt Dr. Zaher Jandali, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie in der Asklepios Klinik Wandsbek (Hamburg) zu bedenken. Doch vielen Menschen bereiten ihre Füße Probleme - betroffen sind vor allem Frauen. 70 Prozent aller Frauen über 40, so haben Mediziner herausgefunden, klagen über Beschwerden. Häufige Ursache ist die Abweichung der Großzehe im Grundgelenk zur Seite hin. Die Ärzte sprechen von einem Ballenzeh oder "Hallux valgus". Für die Entstehung des Hallux valgus machen die Experten mehrere Ursachen verantwortlich. Zum einen ist dies eine erblich bedingte Bindegewebsschwäche (sie sorgt durch einen instabilen Badapparat für ein instabiles Gelenk) und zum anderen das Tragen von falschem Schuhwerk, vor allem Absätzen ab der Höhe von vier Zentimetern, sagt der Chirurg.

Doch es gibt Hilfe für die Betroffenen. "In den vergangenen Jahren haben sich die Operationsmethoden immer weiter verbessert", sagt Dr. Jandali. "Sie sind wesentlich schonender, haben einen wiederherstellenden und keinen zerstörenden Charakter mehr, und der Fuß ist viel früher wieder belastbar, als es bei den früheren OP-Methoden der Fall war." Hinzu komme, dass in den meisten Fällen nur noch ein- bis zweitägiger Klinikaufenthalt nötig sei. Inzwischen gebe es weit mehr als 100 operative Techniken zur Behandlung des "Hallux valgus". Allen gemeinsam sei in den meisten Fällen die Korrektur der Knochen und der Weichteile - damit seien die Sehnen, Bänder und Kapseln gemeint, so Dr. Jandali. Alle Operationen seien sowohl in einer Vollnarkose, Rückenmarksbetäubung oder auch in lokaler Betäubung, dem "Fußblock", möglich. Umfang und Aufwand der Operation richte sich nach dem Schweregrad des Hallux valgus. Während beim milden und ausgeprägten Hallux valgus gelenkerhaltend operiert werden könne, sei für die Behandlung des extremen Hallux valgus oft eine Gelenk versteifende Operation notwendig. "Für viele Patienten klingt das zunächst abschreckend", weiß Dr. Jandali. "Doch die Ergebnisse sind in der Regel sehr gut, und die Patienten können anschließend wieder normal gehen und sich auch sportlich betätigen." Die zum Teil notwendigen Implantate für die Knochenkorrektur sind nach Angaben von Dr. Jandali aus körperverträglichem Titan gefertigt und können, sofern sie nicht stören, lebenslang im Körper bleiben.

Themen der Patientenveranstaltungen "Hanseatische Nachtvorlesung" (kostenfrei):

Themen der Patientenveranstaltungen "Hanseatische Nachtvorlesungen" (kostenfrei):

- "Kalte Hände und Finger bei Frauen - Immer harmlos?" - 7. Februar 2013, Asklepios Klinik Altona (2. OG Hörsaal), 18.30 Uhr, Dozent: Dr. Keihan Ahmadi-Simab.
- "Kinderwunsch 40 Plus - spätes Mutterglück" - 14. Februar 2013, Asklepios Klinik Barmbek (EG, Seminarraum 1+2), 18.30 Uhr, Dozent: Priv.-Doz. Dr. Peter Schwärzler.
- "Diagnose Osteoporose - Brechen jetzt meine Knochen?" - 21. Februar 2013, Asklepios Klinik Nord - Heidberg (Haus 12, 1.OG / Zugang nicht barrierefrei), 18.30 Uhr, Dozent: Priv.-Doz. Dr. Marc Schult
- "Hallux valgus - Wann operieren?" - 28. Februar 2013, Asklepios Klinik Wandsbek (Geriatrie; UG), 18.30 Uhr, Dozent: Dr. Zaher Jandali