Donnerstag, 22. Februar 2018


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ARQUES stellt sich nach umfassender Portfoliobereinigung neu auf

Starnberg, (lifePR) - .
- Finanzmarktkrise und Aufarbeiten der Vergangenheit sorgen für Einmalbelastungen von rund 134 Mio. EUR, Vor- und Nachsteuergewinn deutlich negativ
- Ziele 2008 erreicht: Umsatz springt auf 5,5 Mrd. EUR, EBITDA bei 116 Mio. EUR
- Finanzverbindlichkeiten deutlich reduziert, liquide Mittel erhöht
- Geschäftsjahr 2009 geprägt von globaler Rezession: Rückkehr zu ursprünglicher Unternehmensstrategie, Kosten- und Liquiditätsmanagement im Fokus

Das Geschäftsjahr 2008 war für die ARQUES Industries AG (ISIN DE0005156004) das bislang schwierigste der Unternehmensgeschichte. Geprägt wurde der Jahresverlauf vor allem in der zweiten Jahreshälfte von den massiven Auswirkungen der Finanzkrise auf das operative Geschäft und die Beteiligungswerte. Eingegangene Risiken in der Akquisitionspolitik der letzten Jahre führten zu deutlichen Einmalbelastungen. Dennoch hat das Unternehmen die im November angepassten Jahresziele für Umsatz und EBITDA erreicht. So lag der Konzernumsatz mit 5,5 Mrd. EUR sowohl über der Zielvorgabe von über 5 Mrd. EUR als auch signifikant über dem Vorjahresniveau von 2,1 Mrd. EUR. Gleiches gilt für das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen), das mit 115,6 Mio. EUR zwar über der Vorgabe von 105 Mio. EUR, aber signifikant unterhalb des Vorjahreswertes 202,7 Mio. EUR ausfiel. Auf Grund des anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Umfelds wurden im Berichtsjahr Wertberichtigungen auf das Beteiligungsportfolio in Höhe von 133,7 Mio. EUR vorgenommen, die die Ergebnisentwicklung unterhalb des EBITDA belasten. Die Gesellschaft weist somit für das Geschäftsjahr 2008 ein EBIT von -111,4 Mio. EUR sowie einen Nachsteuerverlust von 141,6 Mio. EUR aus. Die Fokussierung auf das Liquiditäts- und Cashflow-Management führte dagegen zu positiven Entwicklungen. So konnten die Finanzverbindlichkeiten um 127,5 Mio. EUR auf 212,0 Mio. EUR reduziert werden. Beim Free Cashflow wurde eine Verbesserung um 205,7 Mio. EUR auf 180,9 Mio. EUR gezeigt, die liquiden Mittel stiegen im Jahresvergleich von 84,5 Mio. EUR auf 142,4 Mio. EUR.

Das Geschäftsjahr 2009 wird von den Folgen der globalen Rezession geprägt sein. Neben der weiteren aktiven Restrukturierung und konsequenten operativen Weiterentwicklung des Beteiligungsportfolios wird ARQUES auch Opportunitäten bei Akquisitionen nutzen. Hierbei steht die Rückkehr zur ursprünglichen Unternehmensstrategie mit symbolischen Kaufpreisen und einer größtmöglichen Risikominimierung im Vordergrund. Unverändert bleibt der Fokus auf Übernahmen von Konzernabspaltungen.

"Für die ARQUES Industries AG war das Geschäftsjahr 2008 das schwierigste der Unternehmensgeschichte. Die Auswirkungen der Finanzkrise, aber auch hausgemachte Themen belasteten die Ergebnisentwicklung unterhalb des EBITDA massiv. Wir haben umgehend Maßnahmen zur Portfolio-, Kosten- und Liquiditätsoptimierung eingeleitet, die bereits zu ersten Erfolgen geführt haben. Es ist uns gelungen, die Verbindlichkeiten zu reduzieren, die Liquiditätslage zu verbessern und die kurzfristigen Kreditlinien zu verlängern. 2009 stehen die Konsolidierung des ARQUES Konzerns und die Neuaufstellung im Fokus", so der Finanzvorstand der ARQUES Industries AG, Hans Gisbert Ulmke.

Deutliche Veränderungen des Beteiligungsportfolios

Im Geschäftsjahr 2008 hat ARQUES insgesamt 8 Akquisitionen und 7 Veräußerungs-Transaktionen getätigt. Dabei stand vor allem im zweiten Halbjahr die Optimierung des Beteiligungsportfolios im Vordergrund. Im Geschäftsjahr 2009 wurde dieser Kurs konsequent weiterverfolgt. Bis Ende April veräußerte bzw. trennte sich ARQUES von weiteren 7 Beteiligungen und erwarb ein Unternehmen hinzu. Seit Mitte 2008 wurden bis zum heutigen Tag Beteiligungen mit einem Gesamtumsatzvolumen von 671,4 Mio. EUR abgegeben, die einen EBITDA-Beitrag von 0,7 Mio. EUR leisteten und beim EBIT zu Wertberichtigungen im letztjährigen Jahresabschluss von 114,5 Mio. EUR geführt hatten. Aktuell umfasst das Beteiligungsportfolio von ARQUES 14 Gesellschaften, von denen Actebis und Gigaset mit einem Umsatzvolumen von insgesamt mehr als 4,2 Mrd. EUR (annualisiert) am bedeutendsten sind.

Bargain Purchase-Erlöse deutlich unter

Vorjahr Die operative Ergebnisqualität hat sich im Geschäftsjahr 2008 weiter verbessert. Zwar wurde - wie für das ARQUES Geschäftsmodell üblich - für die durchgeführten Akquisitionen insgesamt ein negativer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung (Bargain Purchase) von 112,5 Mio. EUR realisiert, davon ein großer Teil (81,7 Mio. EUR) für Gigaset. Dieser Wert lag jedoch deutlich unter dem Vorjahreswert von 214,7 Mio. EUR. Bedingt durch die Finanzkrise und die Tatsache, dass neu erworbene Gesellschaften bei ARQUES in der Regel zu Beginn ihrer Konsolidierung Verluste ausweisen, lag das operative Ergebnis der Beteiligungen im Jahr 2008 in Summe deutlich im Minus. Exit-Erlöse fielen in 2008 insgesamt in Höhe von 50,6 Mio. EUR an.

Die Wertberichtigungen auf die Beteiligungen verteilen sich auf mehrere Gesellschaften; auf Eurostyle (53 Mio. EUR) und Schöps (17,6 Mio. EUR) entfielen die größten Einzelpositionen. Das verwässerte Ergebnis je Aktie verschlechterte sich bei einer unveränderten Aktienzahl von 26,45 Mio. Stück von 4,43 EUR auf -4,93 EUR.

Cashflow zieht deutlich an

Angesichts schwieriger Rahmenbedingungen hat sich ARQUES in 2008 vor allem auf die Optimierung der Bilanzstruktur und des Liquiditätsmanagements konzentriert. So konnte der operative Cashflow von 42,2 Mio. EUR auf 119,0 Mio. EUR und der Free Cashflow von -24,8 Mio. EUR auf 180,9 Mio. EUR deutlich gesteigert werden. Entsprechend legten auch die liquiden Mittel von 84,5 Mio. EUR auf 142,4 Mio. EUR zu. Trotz eines ebenfalls signifikanten Abbaus der Finanzverbindlichkeiten um 127,5 Mio. EUR auf 212,0 Mio. EUR liegt die Eigenkapitalquote im Berichtsjahr mit 15,3% (Vorjahr 21,9%) weiter auf einem unbefriedigenden Niveau.

2009 - Jahr der Konsolidierung

Wie schon 2008 wird auch im neuen Geschäftsjahr das Augenmerk des ARQUES Managements auf einem weiteren Abbau der Verschuldung und einer Aufstockung der liquiden Mittel liegen. Der Konzernumsatz wird auf Grund der Verkleinerung des Beteiligungsportfolios in den vergangenen 15 Monaten deutlich unterhalb des Niveaus aus 2008 liegen. Die Höhe des Ergebnisses hängt stark von möglichen weiteren Wertberichtigungen ab. Diese werden jedoch - sofern notwendig - deutlich unterhalb des Vorjahresniveaus liegen. Neben den bereits getätigten Transaktionen in 2009 sind weitere Exits, aber auch Akquisitionen, in der Planung. Hierbei wird sich ARQUES auf klare Restrukturierungfälle konzentrieren mit entsprechenden Kaufpreisen. Die Übernahme von Bankverbindlichkeiten und -krediten sowie Garantien und anderer Risiken soll vermieden werden. Die Zielgröße bei Akquisitionen soll zwischen einem Umsatzvolumen von 30 Mio. und 1 Mrd. EUR liegen. Die Größe des Gesamtportfolios soll bei 15 bis 20 Beteiligungen liegen.

Zudem wird ARQUES in 2009 die Kosteneffizienz verbessern. Die Holding wurde inzwischen deutlich verschlankt, die Holdingkosten sollen von 22 Mio. EUR in 2008 auf unter 10 Mio. EUR reduziert und teilweise über Umlagen refinanziert werden. Darüber hinaus wird das Risikomanagementsystem des Konzerns deutlich verstärkt.

Gemäß dem ARQUES Geschäftsmodell und wie schon in den Vorjahren ist davon auszugehen, dass auch im Jahr 2009 ein nennenswerter Ergebnisbeitrag aus den so genannten Bargain Purchases der noch zu tätigenden Akquisitionen erzielt wird. Die Akquisitions-Pipeline ist gut gefüllt. Dabei wird ARQUES die Stellung als bewährter Partner von Großkonzernen bei Spin-offs zu Gute kommen.

All diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, den ARQUES Konzern in den Jahren 2009 und 2010 zu konsolidieren und auf solide wirtschaftliche und finanzielle Basis zu stellen. Die Ergebnisqualität wird entsprechend verbessert.

Weitere Informationen zum Unternehmen und den Geschäftsbericht der ARQUES Industries AG finden Sie auf der Internetseite www.arques.de.

Gigaset Communications GmbH

Die ARQUES Industries AG, Starnberg, (www.arques.de) ist Partner von Großkonzernen bei Konzernabspaltungen und ein Turnaround-Spezialist, der sich auf den Erwerb und die aktive Restrukturierung von Unternehmen in Umbruchsituationen konzentriert, um sie mit einem eigenen Team und aus eigener Kraft zu wettbewerbsfähigen und ertragsstarken Unternehmen zu entwickeln. ARQUES revitalisiert das Wertschöpfungspotenzial seiner Beteiligungsunternehmen zum Nutzen aller ihrer Stakeholder unter Wahrnehmung der damit verbundenen sozialen Verantwortung. Die Aktien der ARQUES Industries AG werden im Geregelten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse unter dem Symbol "AQU" (ISIN: DE0005156004) gehandelt und notieren im SDAX.

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