Sonntag, 26. Februar 2017


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Angehörige von Kundus-Opfern wollen vor den Internationalen Gerichtshof in Den Haag ziehen

"Bericht aus Berlin"

(lifePR) (Berlin, ) Im "Bericht aus Berlin" haben sich erstmals Angehörige von zivilen Opfern des Bombardements nahe Kundus in einem Fernsehinterview geäußert. Einige ziehen in Betracht vor den Internationalen Gerichtshof in Den Haag zu ziehen.

Ein Angehöriger sagte: "Wenn die deutsche Regierung sich entschuldigt, das hilft uns nicht. Was sie getan haben, ist auch international nicht akzeptabel. Es ist falsch, die Entschuldigung können wir nicht annehmen. Das muss vor die Menschenrechtskommission von Den Haag (...). Die sollten das nach internationalem Recht regeln."

Im Interview bestätigen die Angehörigen, dass viele ihre Väter, Söhne, Brüder und Neffen verloren haben. Einige waren mit Traktoren zum Tankwagen gefahren, um sich Benzin für ihre Lampen in den Häusern zu holen oder um es zu verkaufen. Von der deutschen Regierung und den deutschen Soldaten sind sie enttäuscht.

Ein Betroffener sagte: "Früher haben wir gedacht, dass sie uns Sicherheit und Ruhe bringen, aber nach diesem Bombardement denken wir anders. Jetzt sind wir enttäuscht von den Deutschen und der afghanischen Regierung. Was haben wir getan? Warum ist das geschehen? Worin besteht unsere Schuld? Wir wollten doch nur ein Fass Benzin holen, für unseren Traktor und unsere Lampen, damit wir den Winter überleben.

78 Opfer-Familien lassen sich in Deutschland von dem deutsch-afghanischen Rechtsanwalt Karim Popal vertreten. Er fordert finanzielle Entschädigung für die Angehörigen.

Weitere Informationen zur Sendung finden Sie nach Ausstrahlung unter www.berichtausberlin.de

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