Samstag, 23. Juni 2018


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Deutschland braucht endlich ein modernes Einwanderungsgesetz und ein eigenständiges Altenpflegeministerium

Berlin, (lifePR) - Die Altenpflege-Politik ist nicht zukunftsfest aufgestellt. Sie ist ein Riesentanker ohne Kapitän. Wir brauchen ein eigenständiges Pflegeministerium, ein modernes Einwanderungsgesetz und endlich ein glasklares Bekenntnis zur stationären Pflege.

Der Arbeitgeberverband Pflege kritisiert die Altenpflegepolitik der noch amtierenden schwarz-roten Bundesregierung scharf: ,,Von einer zukunftsweisenden Politik sind wir in der Altenpflege in Deutschland noch meilenweit entfernt. Bei 3 beteiligten Bundesministerien, 16 Landesregierungen, unterschiedlichen Kostenträgern und vielen weiteren Akteuren entsteht Chaos. Es wird höchste Zeit, dass die Altenpflege mit einem eigenständigen Altenpflegeministerium in der Bundesregierung den großen Stellenwert bekommt, den sie angesichts der demografischen Entwicklung haben muss. Darüber hinaus müssen sich die nächste Bundesregierung und die Politik endlich in Worten und Taten zur stationären Altenpflege bekennen, sonst wird sie zum Auslaufmodell“, so Thomas Greiner, Präsident des Arbeitgeberverbandes Pflege beim Pressegespräch am Mittwoch in Berlin.

,,Sehr viele junge Menschen haben sich - allen Unkenrufen aus Politik und manchen Medien zum Trotz - in den vergangenen Jahren für eine Ausbildung in der Altenpflege entschieden. Wir verzeichnen im Gegensatz zu den meisten anderen Berufen wahre Ausbildungsrekorde. Das ist sehr erfreulich. Auch hat sich die Zahl der Beschäftigten in der Altenpflege positiv entwickelt. Trotzdem haben wir weitere große Herausforderungen bei der Personalgewinnung zu meistern. Der Grund ist einfach: die Zahl der Pflegebedürftigen nimmt mit jedem Jahr weiter stark zu - auf inzwischen über 3,4 Millionen. Es entstehen viele neue Heime und ambulante Dienste. Viele Fachkräfte aus EU-Mitgliedsstaaten unterstützen uns bereits heute in der Altenpflegearbeit. Aber das reicht nicht aus. Wir brauchen zusätzlich auch Mitarbeiter aus Drittstaaten, die bei uns entweder eine hochwertige Altenpflegeausbildung absolvieren oder die als ausgebildete Fachkraft arbeiten. Sie zu gewinnen ist wegen der vielen lähmenden bürokratischen Hürden auf deutscher Seite meist sehr zeitaufwendig und oft auch nervend. Deshalb fordern wir die Politiker aller Parteien auf: Macht endlich ein modernes Einwanderungsgesetz aus einem Guss, wie viele andere Länder das längst haben, und der Anerkennungsprozess muss zentralisiert werden und deutlich zügiger vonstattengehen. Eine Politik des Lavierens und Abschottens gefährdet in fahrlässiger Art und Weise die Zukunft der gesamten Altenpflege in unserem Land“, so Friedhelm Fiedler, Vizepräsident des Arbeitgeberverbandes Pflege.

Arbeitgeberverband Pflege e.V

Der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) ist seit 2009 die politische, wirtschaftliche und tarifliche Interessenvertretung der namhaftesten und umsatzstärksten Unternehmensgruppen der deutschen Pflegewirtschaft. Er tritt für die Geschlossenheit der Branche ein und kooperiert mit den wesentlichen Vertretern der Sozialwirtschaft und branchennahen Unternehmen. Die Mitglieder des Arbeitgeberverbands Pflege setzen sich gemeinschaftlich für eine zukunftsfähige Gestaltung der Altenpflege und für neue Wege bei der Gewinnung von Fach- und Führungskräften ein. Der gemeinsame Umsatz liegt bei rund zwei Milliarden Euro. Der Arbeitgeberverband Pflege ist berufenes Mitglied in der Pflege-Mindestlohn-Kommission des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und Mitglied der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA).

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