Donnerstag, 23. November 2017


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Gastritis: Die richtige Therapie gegen die häufige Magenerkrankung

Gesundheit in besten Händen

Eisenberg, (lifePR) - Sie kann plötzlich und heftig auftreten (akute Form) oder sich schleichend entwickeln (chronische Form): Bei einer Gastritis ist die Magenschleimhaut entzündet. Die Schleimhaut schützt die Magenwand vor der aggressiven Magensäure. „Wird die häufige Magenerkrankung richtig behandelt, haben die meisten Patienten gute Heilungschancen“, sagt Petra Sandmann-Gilles, Präventionsexpertin bei der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse.

Eine akute Magenschleimhautentzündung kann sich durch heftige Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Appetitlosigkeit bemerkbar machen. Die Ursachen für diese Erkrankung sind vielfältig. Als Magenschleimhaut reizende Faktoren gelten fette und scharf gewürzte Speisen, übermäßiger Alkohol- und Kaffeekonsum, starkes Rauchen und Stress. Eine Magenschleimhautentzündung kann aber auch durch Bakterien wie Helicobacter pylori oder die häufige und hoch dosierte Einnahme bestimmter Schmerzmittel verursacht werden, informiert die Gesundheitskasse.

Bei der chronischen Gastritis unterscheiden Mediziner je nach Ursache zwischen den Typen A, B und C. Bei etwa 85 Prozent der Patienten löst das Bakterium Helicobacter pylori eine Entzündung der Magenschleimhaut aus (Typ B). Bei rund zehn Prozent der Patienten verursachen chemische Substanzen eine Gastritis vom Typ C. Mit fünf Prozent eher selten ist eine Autoimmunerkrankung, die eine chronische Typ-A-Gastritis hervorruft. „Dies ist die einzige Form, die nur selten heilbar ist“, sagt Sandmann-Gilles.

Anders als die akute Form verursacht eine chronische Gastritis zumeist keine Beschwerden. Im Krankheitsverlauf können unspezifische Oberbauchbeschwerden wie ein Völlegefühl, Übelkeit oder Aufstoßen nach den Mahlzeiten auftreten. „Gehen Sie bei Beschwerden zum Arzt“, rät die AOK Fachkraft. Dieser kann mithilfe einer Magenspiegelung feststellen, ob es sich um eine Gastritis handelt. Anhand verschiedener Tests lässt sich zudem erkennen, ob der Magen von Bakterien befallen ist. Wichtig ist, dass die Erkrankung behandelt wird, um Komplikationen und Risiken wie Magengeschwüren, Blutungen und Magenkrebs vorzubeugen.

Die Art der Therapie hängt vom Auslöser der Erkrankung ab. Wird eine Helicobacter-pylori-Infektion nachgewiesen, zielt die Behandlung darauf ab, den Erreger abzutöten. Ob die Therapie erfolgreich war, zeigt sich ein bis zwei Monate später bei einer Nachkontrolle. Bei einer Typ-C-Gastritis besteht die Behandlung darin, magenschädigende Schmerzmittel möglichst abzusetzen und gegebenenfalls die Ursache für einen Gallenrückfluss zu beseitigen. Betroffene mit einer Typ-A-Gastritis erhalten Vitamin-B12-Injektionen, um einer Blutarmut (Anämie) vorzubeugen.

„Wer unter einer akuten Gastritis leidet, sollte vorläufig auf alles verzichten, was die Magenschleimhaut reizt, etwa auf Alkohol, Zigaretten, Kaffee, bestimmte Medikamente sowie fettes und stark gewürztes Essen“, sagt Petra Sandmann-Gilles. Die Patienten sollten Bettruhe halten, ein bis zwei Tage nichts essen und danach einige Tage schonende Kost zu sich nehmen. Bei Bedarf unterstützen Medikamente den Heilungsprozess.

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