Mittwoch, 21. Februar 2018


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Staatsanwaltschaft ermittelt gegen fairvesta

Hamburg, (lifePR) - .
- Das Tübinger Immobilienhandelsunternehmen fairvesta sah sich in der Vergangenheit von den Medien zu Unrecht kritisch hinterfragt. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft.

procontra lag bereits im April dieses Jahres eine Ladung zur Zeugenvernehmung des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg im Ermittlungsverfahren gegen Hermann G. und Otmar K. wegen Verdachts des Betruges vor (siehe Schreiben unten).

Dieses Schreiben ist vom 17. April dieses Jahres datiert. Aus Rücksichtnahme auf die Arbeit der Ermittlungsbehörden und in Absprache mit diesen hat procontra allerdings die Informationen bis dato zurückgehalten.

Gestern bestätigte die Staatsanwaltschaft Stuttgart nun auch offiziell die Einleitung eines Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Kapitalanlagebetrug gegenüber procontra.

In einer kurzfristigen Stellungnahme unterstützt fairvesta diese Ermittlungen "uneingeschränkt", da sie aus Unternehmenssicht nur die logische Folge der Vorwürfe aus der Vergangenheit seien und nun zur Klärung der Sachlage beitragen und daher begrüßt werden. procontra sprach daher mit einem Strafverteidiger. Der bestätigte, dass ein Anfangsverdacht - ausgelöst zum Beispiel durch Anzeigen oder Presseberichte - in der Regel auch ein Ermittlungsverfahren nach sich zieht. Doch nur, wenn sich der Anfangsverdacht bestätigt. Dann muss nach dem Legalitätsprinzip ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werden. Er gab auch an, dass die Mehrzahl der Verfahren wieder eingestellt würden, im komplexen Bereich des Kapitalmarktes kann sich ein Verfahren über mehrere Jahre ziehen.

Die ersten Berichte über das Geschäftsmodell von fairvesta stammen bereits aus August 2012, als procontra in "Schwäbische Bergfahrt" auf die bestehenden Intransparenzen und offenen Fragen hinwies. Im vergangenen Mai berichtete procontra ausführlich und exklusiv über das Liechtensteiner Firmengeflecht. Finanztest setzte im Juli 2013 den Mercatus XI aufgrund der eigenwilligen Renditeangaben und hohen Fondskosten auf die Warnliste. Als dann im Herbst vergangenen Jahres die WirtschaftsWoche ebenfalls das Geschäftsmodell anzweifelte, setzte der Immobilienhandelsfondsanbieter auf Transparenz.

So war zumindest der Tenor der im Dezember 2013 anberaumten Pressekonferenz. fairvestas Handlungsbevollmächtigter Otmar Knoll präsentierte drei "freiwillige und unabhängige Gutachten". Im ersten bestätigte Rechtsanwalt Dr. Heinz Steinhübel, von der Kanzlei Dr. Steinhübel Rechtsanwälte, die Einsicht der relevanten Unterlagen und schloss etwaige Ringverkäufe oder Verschiebungen innerhalb der fairvesta-Unternehmen aus. Die quantitative Analyse von Georgi Kodinov von der Dextro Group Germany bestätigte das Geschäftsmodell ebenso wie Stephan Appel von Checkanalyse. Knoll und damit fairvesta sahen sich daher in der Opferrolle.

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