Sonntag, 18. Februar 2018


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Zukunft statt Abtreibung

ALfA fordert Überprüfung des § 218

Augsburg, (lifePR) - Seit der Neufassung der §§ 218/219 im Jahr 1995 hat sich die Lage für Mütter im Schwangerschaftskonflikt nicht verbessert, sondern verschlechtert.

„Frauen werden zunehmend allein gelassen, auch weil Männer kein Recht haben, sich für ihre Kinder einzusetzen, und sich deshalb oder aus Bequemlichkeit zurückziehen. Andererseits werden viele Mütter unter Druck gesetzt, abtreiben zu gehen, weil es so einfach geworden ist. Gerade dieser Druck von vielen Seiten, beruflich, finanziell, psychisch, ist eine große Belastung“, erläutert Alexandra Linder, Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle e.V.

„Es ist eine abstruse Regelung, dass die Abtreibung, eine Straftat gegen das Leben, zwar rechtswidrig ist, unter bestimmten Umständen aber nicht bestraft wird. In anderen Bereichen des Strafgesetzbuches hätte eine solche Regelung keinen Bestand.“ Diese Konstruktion habe dazu geführt, dass viele Menschen glauben, Abtreibung sei legal, was weder dem Gesetz entspreche noch ethisch hinnehmbar sei. „Außerdem“, so Linder, „ist es nicht tragbar, dass man mit einer todbringenden Tätigkeit Geld verdienen kann. Es ist sogar möglich, eine Praxis zu betreiben, in der nichts anderes getan wird, als an jedem Werktag bis zu 20 Kinder zu töten.“ So habe der Abtreibungsspezialist Friedrich Stapf eine neue Praxis in München eröffnet. Um auf diese Situation erneut hinzuweisen, hat die ALfA gemeinsam mit den Christdemokraten für das Leben (CDL Bayern) für den 01. Juli um 15:45 Uhr eine Mahnwache vor der neuen Stapfpraxis in München-Freiham organisiert.

Die ALfA fordert, dass der Staat seiner Prüf- und Nachbesserungspflicht endlich nachkommt. Wenn es das Ziel des Gesetzes sein soll, die Abtreibungszahlen zu senken, muss entsprechend gehandelt werden. Dazu ist eine saubere und vollständige Statistik notwendig, die es bisher nicht gibt. Außerdem müssen alle Beratungsstellen, die Scheine ausstellen, kontrolliert werden. Denn darunter ist zum Beispiel ein Verein, der für die Abschaffung des § 218 eintritt und freien Zugang zur Abtreibung fordert: „Gleichzeitig verdient der Verein auch selbst Geld mit Abtreibungen. Bei solchen Interessenkonflikten ist es fraglich, ob man dem gesetzlichen Auftrag ordnungsgemäß nachkommt“, erklärt Alexandra Linder, „§ 219 beginnt mit dem Satz: Die Beratung dient dem Schutz des ungeborenen Lebens, nicht mit dem Satz: Abtreibung ist ein Frauenrecht.“

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