ALfA zum 114. Deutschen Ärztetag - Kaminski: "Die Würde des Menschen und der Schutz seines Lebens sind unteilbar"

(lifePR) ( Augsburg, )
"Der Gesetzgeber ist nicht der Ärzteschaft, sondern dem Grundgesetz verpflichtet. Und mit dem Grundgesetz ist nur ein Verbot der Präimplantationsdiagnostik (PID) vereinbar." Das erklärte die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. Dr. med. Claudia Kaminski anlässlich der gestrigen Beschlüsse des 114. Deutschen Ärztetages heute in Köln.

Kaminski begrüßte, dass der Ärztetag bei der Änderung der Berufsordnung nun "unmissverständlich klargestellt hat, dass nicht nur die 'Tötung auf Verlangen', sondern auch der ärztlich assistierte Suizid mit dem Arzt-Ethos unvereinbar sind."

Dass sich eine "erschreckend große Mehrheit" der Delegierten jedoch für eine begrenzte Zulassung der PID ausgesprochen habe, bezeichnete die ALfA-Bundesvorsitzende als "zutiefst bedauerlich" und "völlig inkonsequent". "Die Würde des Menschen und der Schutz seines Lebens sind unteilbar. Auf ihre Achtung hat jeder Mensch gleiches Anrecht, unabhängig von Stadium seiner Entwicklung oder dem Ausmaß körperlicher und geistiger Beeinträchtigungen", so die Ärztin weiter.

Anders als die Pränatale Diagnostik (PND), die - ungeachtet ihres Missbrauchs in der medizinischen Praxis - auch wichtige Erkenntnisse für eine der Gesundheit des Ungeborenen dienenden Geburtsvorbereitung sowie der frühzeitigen Einleitung von Therapien dienen könne, sei die PID ein "reines Selektionswerkzeug". Kaminski erinnerte daran, dass die ALfA seit langem fordere, "die PND auf die Suche nach Beeinträchtigungen zu beschränken, die auch therapierbar seien".

"Statt dieser notwendigen Korrektur Nachdruck zu verleihen, entfernt sich die Ärzteschaft mit ihrem Beschluss zur PID immer weiter vom ursprünglichen Auftrag des Arztes, Krankheiten zu heilen und - wo dies unmöglich ist - Leid zu lindern und Trost zu spenden. Denn mit der PID können und sollen ungeborene Menschen mit genetisch bedingten Beeinträchtigungen nicht therapiert, sondern bloß aufgespürt und ausselektiert werden. Eine derartige Auslese ist mit dem Arzt-Ethos jedoch genauso unvereinbar wie jede Form der Sterbehilfe", erklärte Kaminski.
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