ALfA fordert ein gesetzliches Verbot organisierter Suizidhilfe

Kaminski: Schweiz zeigt wohin eine liberale Sterbe-Gesetzgebung führt

(lifePR) ( Köln, )
Zu der Debatte um den Entwurf eines "Gesetzes zur Strafbarkeit der gewerbsmäßigen Förderung der Selbsttötung" erklärt die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), Dr. med. Claudia Kaminski:

Köln. "Der heute in Zürich zu Ende gehende Kongress der 'World Federation of Right to Die Societies' hat gezeigt, wie schlagkräftig viele der Vereine organisiert sind, die sterbenskranken und lebensmüden Menschen einen begleiteten Suizid offerieren. Gerade das Beispiel der Schweiz illustriert sehr gut, wie untauglich der Versuch wäre, hierzulande lediglich eine gewerbsmäßige Beihilfe zum Suizid zu verbieten. Denn obwohl das Schweizer Strafgesetzbuch die Beihilfe zum Suizid aus 'selbstsüchtigen Beweggründen' mit Haft von bis zu fünf Jahren bedroht, ist die Schweiz inzwischen zu einem El Dorado für Organisationen geworden, die mit dem Suizid fremder Menschen Geschäfte machen.

Wenn der Gesetzgeber in Deutschland Schweizer Verhältnisse schaffen will, dann ist er sicher gut beraten, den Gesetzentwurf von Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger in der jetzigen Form zu verabschieden. Wenn er dagegen seine Bürger wirklich davor schützen will, Opfer gewissenloser Geschäftemacher zu werden, die verzweifelten Menschen den Tod gegen Entgelt anbieten, dann muss er jede organisierte Form der Suizidhilfe verbieten.

Im vergangenen Jahr haben allein Exit und Dignitas in der Schweiz 449 Menschen einen Suizid ermöglicht. Ein Verbot, das lediglich die 'gewerbsmäßige Förderung der Selbsttötung' unter Strafe stellt, kann daher gewissermaßen als Einladung an diese und ähnliche Organisationen betrachtet werden, ihr Geschäftsmodell auf Deutschland auszudehnen."
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