ALfA fordert Korrektur des Regierungsentwurfs

Kaminski: Jede organisierte Form des Suizids unter Strafe stellen

(lifePR) ( Augsburg, )
Zu der morgigen Parlamentarischen Fachtagung "Beihilfe zur Selbsttötung: § 217 StGB - Wer darf straffrei mitwirken?" in der Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin erklärt die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) , Dr. med. Claudia Kaminski:

Suizidgefährdete Menschen benötigen Lebens- statt Sterbehilfe. Deshalb muss die von der Bundesregierung geplante Erweiterung des § 217 StGB nicht nur die gewerbsmäßige, sondern jede organisierte Form des Suizids unter Strafe stellen. Wer den "Wunsch" von Menschen, sich selbst das Leben zu nehmen, als Ausdruck der Selbstbestimmung missdeutet, müsse konsequenterweise auch den Spirituosenkonsum eines Alkoholkranken als Ausdruck seiner Willensfreiheit betrachten. Das aber ist - wie alle wissen - nicht nur falsch. Genau das Gegenteil ist der Fall: Der Spirituosenkonsum eines Alkoholkranken ist Ausdruck mangelnder Willensfreiheit. Deshalb wundert es auch nicht, dass wissenschaftliche Studien zeigen, dass es in fast allen Fällen, in denen Menschen einen Suizidversuch unternommen haben, im Nachhinein möglich ist, für den Zeitpunkt der Tat - und zwar unabhängig von deren Ergebnis - eine psychiatrische Diagnose zu stellen.

Insofern freut sich die ALfA außerordentlich, dass es gelungen ist, als Referenten für die morgige Tagung, die unter der Schirmherrschaft des Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, Hubert Hüppe, steht, auch den Vorsitzenden des Nationalen Suizidpräventionsprogramms (NasPro), Prof. Dr. phil Dr. med. Armin Schmidtke, und den Leiter der AG Alte Menschen im NasPro, Priv.-Doz. Dr. med. Reinhard Lindner, zu gewinnen.

Nach Auffassung der ALfA ist es weder mit der Würde des Menschen noch mit dem Selbstbild einer humanen und solidarischen Gesellschaft vereinbar, Menschen, die unter ihrer aktuellen Lebenssituation derart leiden, dass sie sich den Tod wünschen, darin zu unterstützen oder ihnen gar dabei zur Hand zu gehen. Eine humane und solidarische Gesellschaft muss vielmehr bereit sein, nach Wegen zu suchen, die auch solch verzweifelten Mitmenschen wirksame Lebens- statt plumpe Sterbehilfe bieten.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.