Dienstag, 12. Dezember 2017


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ALfA begrüßt Gesetzentwurf für PID-Verbot

Kaminski: "Hätte es die PID bereits 1756 gegeben, wäre Mozart nie geboren worden"

Augsburg, (lifePR) - Die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), Dr. med. Claudia Kaminski, erklärt anlässlich des heute vorgestellten interfraktionellen Gesetzentwurfes für ein Verbot der Präimplantationsdiagnostik (PID):

Der interfraktionelle Entwurf für ein umfassendes gesetzliches Verbot der PID ist der einzige, der zuverlässig Deutschlands Weg in eine eugenische Gesellschaft verhindert. Die Aktion Lebensrecht für Alle dankt daher nachdrücklich den Initiatoren aller im Bundestag vertretenen Parteien, die diesen Gesetzentwurf möglich gemacht haben. Mit der PID sollen ja keine Krankheiten bekämpft, sondern die Kranken im frühesten Stadium ihrer Entwicklung ausfindig gemacht und selektiert werden.

Abgesehen davon, dass es keine noch so schlimme Krankheit gibt, die ein solches Vorgehen rechtfertigt, verhindert die PID auch die Geburt gesunder Kinder. Wie weitreichend die Folgen sein können, die eine wie auch immer begrenzte Zulassung der PID nicht nur für die Betroffenen selbst, sondern auch für Gesellschaft als Ganze mit sich brächte, illustriert ein Aufsatz des Mannheimer Medizinhistorikers Axel W. Bauer, in dem dieser der Krankheitsgeschichte der Familie Mozarts nachgegangen ist.

Mozarts Mutter, Anna Maria Pertl, hatte vor der Geburt von Mozarts Schwester "Nannerl" drei Kinder geboren, die jedoch jeweils kurz nach der Geburt gestorben waren. Die beiden darauf folgenden Kinder erlitten ein ähnliches Schicksal, bevor schließlich als siebtes Kind das Genie Wolfgang Amadeus geboren wurde. Bauer vermutet, dass hinter den gehäuften Todesfällen in der Familie Mozarts eine Trisomie 13 oder 18 stand, auch wenn man das "historisch retrospektiv natürlich nicht genau sagen" könne. Mit Sicherheit aber würde man heute Anna Maria Pertl nach ihrer Vorgeschichte zur Durchführung einer künstlichen Befruchtung mit PID raten, "um eine autosomal rezessive Störung auszuschließen und um einen Embryo zu selektieren, der diese Störung nicht hat." Dann aber "wäre Mozart nicht geboren worden, der ja nicht durch PID-Selektion, sondern nur durch den natürlichen 'Zufall' gesund war."

Die von Professor Bauer angestellten Überlegungen zeigen deutlich, wie sehr der Mensch sich dort übernimmt, wo er glaubt zwischen "lebenswertem" und "lebensunwertem" Leben entscheiden zu können. Hätte es die PID schon 1756 gegeben, wäre Mozart nie geboren worden. Unvorstellbar, was Mozart, seiner Familie und der Welt damit entgangen wäre.

Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V.

Die Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA) tritt für das uneingeschränkte Lebensrecht jedes Menschen ein - ob geboren oder ungeboren, behindert oder nicht, krank oder gesund, alt oder jung. Die ALfA hat mehr als 10.000 Mitglieder und ist Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL). Die ALfA finanziert sich ausschließlich über die Beiträge ihrer Mitglieder sowie Spenden.

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