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Pressemitteilung BoxID: 376787 (Agrarmarketing Mecklenburg-Vorpommern e.V.)
  • Agrarmarketing Mecklenburg-Vorpommern e.V.
  • Feldstr. 2
  • 18182 Rostock - Bentwisch
  • https://www.mv-ernaehrung.de
  • Ansprechpartner
  • Jarste Weuffen
  • +49 (381) 25238-71

Rohstoff- und Energiepreise sind Problem Nr. 1 für die Ernährungswirtschaft

(lifePR) (Bentwisch, ) Der Verein Agrarmarketing Mecklenburg-Vorpommern e.V. (AMV) befragt regelmäßig die Ernährungswirtschaft des Landes und liefert mit dem »Barometer Ernährungswirtschaft« ein aktuelles Bild der Nahrungsmittelindustrie. Fazit 2. Halbjahr 2012: Steigende Energie- und Rohstoffpreise schlagen bei vielen Firmen hart zu Buche, Regionalität bleibt im Trend und wird durch Bio weiterhin ergänzt, der Export muss in den kommenden Jahren zu einem Schwerpunktthema für die Branche in MV werden.

Insgesamt wurden 131 Unternehmen für die Umfrage angeschrieben, der Rücklauf von etwa einem Drittel der Befragten liefert ein repräsentatives Bild der Branche. Zahlenmäßig am stärksten vertreten waren die Fleisch- und Wurstwarenhersteller mit eine Gesamtanteil im Rücklauf von 27%.

Die allgemeine Auftragslage als Stimmungsbarometer wurde von über 60% der Befragten als gut bzw. sehr gut eingeschätzt, lediglich 5% sprachen von einer schlechten Lage. Die Ertragssituation stellt sich etwas positiver dar als im Vorjahr, denn rund 10% Unternehmen weniger bestätigten gesunkene Erträge. Investiert wurde auch 2012: Knapp 80% gaben konstante bzw. gestiegene Investitionsausgaben an. Gleich bleibende oder gestiegene Beschäftigtenzahlen in immerhin ca. 90% der Firmen zeugen von einer soliden Wirtschaftslage.

Rohstoffpreise und steigende Kosten bei der Energieversorgung stellten nach wie vor die größten Geschäftsrisiken für die Konjunktur dar. Zudem sorgt die zunehmend schärfere Preispolitik des Handels für zusätzlichen Druck. "Dies macht sich besonders in einer kleinteiligen Struktur der Branche, bemerkbar, wie sie in MV vorhanden ist. Wir haben in Mecklenburg-Vorpommern in unserer Branche etwa 62% Kleinstunternehmen und 36% kleine und mittelständische Unternehmen. Der Anteil der großen Unternehmen liegt bei nur 2 %", führt AMV-Geschäftsführerin Jarste Weuffen aus.

Erfreulich ist die Tatsache, dass die Unternehmen ihr Produktsortiment ständig erweitern, im zurückliegenden Halbjahr haben rund 70% neue Produkte entwickelt. Die Umfrage ergab, dass 42% Produkte mit gesundheitlichem Zusatznutzen bzw. Natur belassene Produkte und knapp ein Drittel der Unternehmen Bioprodukte herstellen.

Der Trend zur Regionalität zeigt sich auch in den Befragungsergebnissen zum Einkaufsverhalten des Handels: Zwar geben 21% an, keine wesentlichen Veränderungen festzustellen, aber rund 43% beobachten eine stärkere Fokussierung auf Regionalität und damit die Möglichkeit, zunehmend regionale Produkte abzusetzen. Aufgeführt wird auch, dass Details zur Herkunft von Inhaltsstoffen von den Einkäufern zunehmend erfragt werden.

Nach wie vor allerdings deuten die Umfrageergebnisse zum Exportgeschäft im Land auf eine sehr zögerliche Entwicklung. Dass von den an der Umfrage Beteiligten schon fast ein Drittel der Firmen keine Angaben hierzu machten, ist vermutlich auch auf den Umstand zurückzuführen, dass das Thema Export bislang nur für einen begrenzten Kreis der Nahrungsmittelbranche in MV eine größere Rolle spielt. "Nur wenn wir die Branche mit einer zielgerichteten mittelfristig ausgerichteten Exportstrategie unterstützen, wird es zu Fortschritten und Erfolgen kommen. Die Unternehmen allein sind aufgrund ihrer Größe zur überwiegenden Mehrzahl nicht in der Lage sich selbst zu helfen. Der Aufbau eines soliden Exportgeschäftes lässt sich im Nahrungsmittelbereich nicht in ein bis zwei Jahren realisieren", so Jarste Weuffen.

Der AMV (Agrarmarketing Mecklenburg-Vorpommern e.V.)

Der AMV ist das größte Netzwerk Mecklenburg-Vorpommerns für die Agrar- und Ernährungswirtschaft - die umsatzstärkste Branche des verarbeitenden Gewerbes in MV. Er vereint unter seinem Dach derzeit 62 Mitgliedsunternehmen, 34 Fördermitglieder sowie fünf Kooperationspartner.