AGRANA mit deutlichem Ergebnisrückgang im Geschäftsjahr 2018|19

Ausblick: Deutlicher EBIT-Anstieg im Geschäftsjahr 2019|20 erwartet

(lifePR) ( Konstanz, )

Konzernumsatz: 2.443,0 Mio. € (-4,8 %; Vorjahr: 2.566,3 Mio. €)
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT): 66,6 Mio. € (-65,1 %; Vorjahr: 190,6 Mio. €)
Ergebnis je Aktie: 0,411 € (-81,7 %; Vorjahr 2,241 €)
Eigenkapitalquote: 59,0 % (Vorjahr: 61,7 %)
Dividendenvorschlag 2018|19 von 1,001 € je Aktie (Vorjahresdividende: 1,1251 € je Aktie)
Ausblick 2019|20: deutlicher EBIT-Anstieg und moderates Umsatzplus erwartet


Die AGRANA Beteiligungs-AG erzielte im Geschäftsjahr 2018|19 einen leicht rückläufigen Konzernumsatz von 2.443,0 Mio. €. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) lag mit 66,6 Mio. € um 65,1 % unter dem Wert des Vorjahres. Der deutliche Ergebnisrückgang war insbesondere auf anhaltende Tiefstpreise bei Zucker, aber auch auf niedrige Isoglukose- und Ethanolpreise im Segment Stärke zurückzuführen. Im Segment Frucht verzeichnete AGRANA stabile Umsätze und einen Anstieg beim EBIT, wobei das Fruchtsaftkonzentratgeschäft aufgrund der verbesserten Margen- und Absatzsituation den Ergebniszuwachs erbrachte.

AGRANA-Vorstandsvorsitzender DI Johann Marihart: „Mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr, das vor allem durch Verluste im Segment Zucker und auf niedrigem Niveau volatile Ethanolpreise negativ geprägt war, können wir zweifellos nicht zufrieden sein. Für das laufende Geschäftsjahr rechnen wir jedoch wieder mit einem deutlich besseren Gesamtergebnis insbesondere durch einen EBIT-Anstieg im Segment Frucht. Einmal mehr bewährt sich gerade in der schwierigen Zuckermarktsituation unsere Strategie der Diversifizierung, mit der wir schwankende wirtschaftliche Rahmenbedingungen in den verschiedenen Segmenten ausbalancieren können. Unser Optimismus kommt auch in unseren Investitionen in Wachstumsprojekte im Segment Frucht und in Spezialisierungsprojekte im Segment Stärke zum Ausdruck. Die Inbetriebnahme der erweiterten Weizenstärkefabrik in Pischelsdorf (NÖ) als größtes Vorhaben im neuen Geschäftsjahr soll wie geplant Ende 2019 erfolgen.“

Das Finanzergebnis betrug im Geschäftsjahr 2018|19 -15,4 Mio. € (Vorjahr: -14,5 Mio. €). Die bereits im Vorjahr durchgeführte Optimierung der Kredit- und Zinsstruktur führte auch in diesem Jahr zu einer weiteren Verbesserung des Zinsergebnisses um 2,3 Mio. €. Das Ergebnis vor Ertragsteuern ging von 176,2 Mio. € im Vorjahr auf 51,2 Mio. € zurück. Nach einem Steueraufwand von 20,9 Mio. €, der einer Steuerquote von 40,7 % (Vorjahr: 19,0 %) entspricht, betrug das Konzernergebnis 30,4 Mio. € (Vorjahr: 142,6 Mio. €).
Bei einer gegenüber dem Vorjahr um 33,0 Mio. € höheren Bilanzsumme in Höhe von 2.389,4 Mio. € lag die Eigenkapitalquote von 59,0 % um 2,7 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Die Nettofinanzschulden zum 28. Februar 2019 lagen mit 322,2 Mio. € um 89,7 Mio. € über dem Wert des Bilanzstichtages 2017|18. Das Gearing zum Stichtag betrug folglich 22,9 % (28. Februar 2018: 16,0 %). Entsprechend AGRANAs transparenter Dividendenpolitik, die sich bei den Ausschüttungen am Ergebnis, am Cashflow sowie an der Verschuldungssituation des Konzerns unter Wahrung einer soliden Bilanzstruktur orientiert, wird der Vorstand für das Geschäftsjahr 2018|19 der Hauptversammlung heuer eine Dividende von 1,006 € je Aktie vorschlagen (Vorjahresdividende: 1,1256 € je Aktie).

Der Umsatz im Segment Frucht stieg um 1,5 % auf 1.179,1 Mio. €. Das EBIT in Höhe von 77,3 Mio. € lag um 2,1 % über dem Vorjahreswert. Während im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen der Umsatz trotz gestiegener Absätze durch negative Fremdwährungseffekte rückläufig war, stiegen bei Fruchtsaftkonzentraten die Umsatzerlöse aufgrund der hohen Apfelsaftkonzentratpreise aus der Ernte 2017 sowie durch gute Absätze aus der Kampagne 2018. Der EBIT-Anstieg im Segment Frucht ist folglich auf die verbesserte Margen- und Absatzsituation im Fruchtsaftkonzentratgeschäft sowie die hohe Kapazitätsauslastung der Fruchtsaftkonzentratwerke in der Verarbeitungssaison 2018 zurückzuführen.

Der Umsatz im Segment Stärke lag mit 762,7 Mio. € um 1,4 % leicht über dem Vorjahreswert. Umsatzzuwächse bei nativen und modifizierten Stärken und Spezialitäten glichen mengen- und preisbedingte Umsatzrückgänge bei Verzuckerungsprodukten und preisbedingte Rückgänge bei Bioethanol aus. Die schlechtere Performance im Ethanol- und Verzuckerungsproduktgeschäft führte zu einem EBIT-Rückgang um 36,2 % auf 51,2 Mio. €.

Der Umsatz im Segment Zucker betrug 501,2 Mio. € und verringerte sich im Vorjahresvergleich aufgrund des tiefen Zuckerverkaufspreisniveaus um 23,2 %. Beim Absatz lagen die Verkäufe an die Retail- und Industriekunden in den Heimatmärkten im Plus. Die Exportvolumina und die Absätze an die Nicht-Lebensmittelindustrie gingen zurück. Das EBIT reduzierte sich markant auf -61,9 Mio. €. Die im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Verkaufspreise, aber auch Belastungen infolge der trockenheitsbedingt geringeren und qualitativ schlechteren Ernte in Österreich führten zu dieser negativen Entwicklung.

Ausblick

Aufgrund der soliden Bilanzstruktur und des diversifizierten Geschäftsmodells mit den Segmenten Frucht, Stärke und Zucker sieht sich AGRANA für die Zukunft gut gerüstet. „Aus heutiger Sicht rechnen wir für das Geschäftsjahr 2019|20 trotz der weiterhin großen Herausforderungen im Segment Zucker mit einem deutlichen Anstieg beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT). Beim Konzernumsatz gehen wir von einem moderaten Anstieg aus“, so Vorstandsvorsitzender Marihart. Im Geschäftsjahr 2019|20 wird das Investitionsvolumen in den drei Segmenten mit insgesamt rund 143 Mio. € deutlich über den geplanten Abschreibungen in Höhe von rund 108 Mio. € liegen.

[1] Aktiensplit im Verhältnis 1:4 im Juli 2018 (berechnet mit Aktienanzahl per 28.2.2019: 62.488.976 Stück)
[2] Operatives Ergebnis vor operativen Abschreibungen
[3] Auf Basis der Aktienanzahl zum 28.2.2019 (62.488.976 Stück) berechnet
[4] Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ausgenommen Geschäfts- und Firmenwerte
[5] Durchschnittlich im Geschäftsjahr beschäftigte Vollzeitäquivalente (FTEs – Full-time equivalents)
[6] Aktiensplit im Verhältnis 1:4 im Juli 2018 (berechnet mit Aktienanzahl per 28.2.2019: 62.488.976 Stück)
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