Montag, 23. Oktober 2017


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In Zukunft mobil - digitales Arbeiten am Patienten

EVK Mettmann vereinfacht und mobilisiert Abläufe mit ORBISME!

Bonn, (lifePR) - Das Evangelische Krankenhaus (EVK) Mettmann hat in den letzten Jahren viel Geld in die Hand genommen, um den Ansprüchen an einen modernen Gesundheitsdienstleister gerecht zu werden. Ein wichtiger Schritt war der Neubau des Funktionstraktes, ein Ärztezentrum wurde angegliedert, zuletzt konnten Neu- und Anbau der Klinik bezogen werden.

Zentrale Bedeutung hat bei dieser Strategie auch die Digitalisierung der Klinik. „Bei all den Maßnahmen haben wir stets die Optimierung der Prozesse im Auge – von der Aufnahme bis zur Entlassung. Unser Augenmerk richten wir auf die Wirtschaftlichkeit, die Qualität und die Dokumentation. All das ist auf höchstem Niveau nicht ohne IT-Unterstützung zu gewährleisten“, weiß Geschäftsführer Dipl.-Oec. Bernd Huckels.

Integration als wesentliches Entscheidungskriterium

Bereits seit 2003 setzt das EVK Mettmann im administrativen und medizinischen Bereich auf das Krankenhaus-Informationssystem ORBIS KIS von Agfa HealthCare. 2009 folgte die integrierte RIS/PACS-Lösung des Bonner IT-Dienstleisters. „Ausschlaggebend für unsere Entscheidung war die tiefe Integration in das KIS, speziell des ORBIS RIS“, blickt EDV-Leiter Hans Peter Klaus zurück. In die Kommunikation ist auch das PACS einer angegliederten Röntgenpraxis eingebunden, deren Aufnahmen auf den Stationen betrachtet werden können. „Das System arbeitet sehr zuverlässig und schnell und ist daher hoch akzeptiert bei den Ärzten“, freut sich Klaus.

2012 hat das Haus östlich von Düsseldorf schließlich entschieden, auch eine elektronische Patientenakte einzuführen – musste dafür aber zuerst die Voraussetzungen schaffen. Erster Schritt: der Bau eines neuen, leistungsstarken Rechenzentrums, der 2014 abgeschlossen wurde. Danach hat das EVK Mettmann seine Pflege digitalisiert, also den Aufnahmeprozess, die Pflegeplanung sowie die Dokumentation der Pflegemaßnahmen in elektronische Form gebracht. Ab Ende 2014 waren dann die einzelnen Fachabteilungen dran. Gestartet ist die Digitalisierung in der Chirurgie, danach folgten die Gynäkologie und die Innere Medizin.

Um auch das letzte Stück Papier so weit wie möglich eliminieren zu können, startete das Evangelische Krankenhaus Mettmann 2013 die Einführung eines digitalen Dokumentenmanagement- und Archivierungssystems (DMS). Dem integrativen Gedanken folgend fiel die Wahl auf HYDMedia, das System von Agfa HealthCare. „Mittelfristig wollen wir Medienbrüche vermeiden und durchgehend mit digitalen Abläufen arbeiten“, so Klaus. Früher dauerte das Beschaffen von Akten der stationären Patienten schon mal einen Tag, heute können sich Ärzte und Pflegekräfte sofort auf Knopfdruck einen schnellen und vollständigen Überblick verschaffen. Dazu wurden alle Daten seit 2004 aus dem alten Aktenverwaltungssystem von DVD in HYDMedia migriert.

Stetige Weiterentwicklung

Mit der zunehmenden Digitalisierung der Informationen stellt sich immer drängender auch die Frage, wie diese zu den Ärzten und Pflegekräften gebracht werden. Zwar sind sie auf allen PCs klinikweit abrufbar, allerdings ist das nicht immer praktikabel. Das weiß auch IT-Leiter Klaus: „Gerade Ärzte sind viel im Hause unterwegs. Wenn sie dann eine Anfrage von der Station bekommen, etwa zur Medikation eines ihrer Patienten, müssen sie die schnell beantworten können. Der Weg zu einem Computer ist da häufig weit.“ Was also tun?

Das EVK Mettmann hat daher seine Daten mobilisiert und im Oktober 2015 ORBISME! - Mobile Edition von Agfa HealthCare eingeführt. Als Pilothaus hat die Einrichtung dabei in engem Austausch mit der Entwicklungsabteilung des Unternehmens auch Einfluss auf die Gestaltung der Lösung genommen. Klaus erläutert: „Sobald eine neue Version oder neue Funktionen zur Verfügung stehen, werden sie bei uns eingespielt und unsere Ärzte arbeiten damit. Sie geben dann ihr Feedback und tragen zur Weiterentwicklung des Systems bei.“

In seiner nunmehr fünf Jahre währenden Zusammenarbeit mit Agfa HealthCare als IT-Leiter in Mettmann hat er den Anbieter als guten und verlässlichen Partner kennengelernt. „Ich sehe Agfa HealthCare in vielen Bereichen als führend an, sowohl technologisch als auch beim Service. Die Mitarbeiter sind sehr auf die Anwender mit ihren spezifischen Anforderungen fokussiert. Ich kann nur Positives sagen“, so Klaus.

Mehr Flexibilität und Schnelligkeit

Zuerst arbeiten nur die 15 Ärzte der Chirurgie mit ORBISME!, da in dieser Abteilung bereits komplett digital gearbeitet und der Workflow so optimal unterstützt wird. Jeder hat sein mobiles Gerät stets dabei. „Diese kommen dann beispielsweise bei der Visite zum Einsatz“, sagt Klaus, „um den Patienten Röntgenbilder zu zeigen und Therapien zu erläutern. Auch für spontane Auskünfte eignen sich die Geräte bestens.“

Nach reiflicher Abwägung hat sich das EVK Mettmann für das iPad Mini von Apple entschieden. „Unsere Ärzte haben sich einmütig dafür ausgesprochen, da die Geräte einfach in der Kitteltasche verstaut werden können“, so Klaus. „Smartphones, die theoretisch auch in Frage kämen, scheiden aus, weil das Display zu klein ist, um etwas zu präsentieren.“ Die EDV-Abteilung hat die Geräte dann auf die Kompatibilität mit der Microsoft-Welt des Hauses getestet – es sind auch Word, Excel und PowerPoint installiert – und für tauglich befunden. Die Bedienerfreundlichkeit war ein weiterer Punkt, der für die Apple-Lösung sprach, ebenso wie die lange Akkulaufzeit.

„Ich bin sicher, dass unsere Ärzte mit ORBISME! im Klinikalltag sehr viel flexibler arbeiten können“, gibt sich Klaus überzeugt. „Es können stets alle Informationen zu einem Patienten aus dessen elektronischer Akte aufgerufen werden, egal wo man sich gerade befindet. Das spart den Weg zum nächsten PC, der vielleicht besetzt ist und an dem sich der Arzt erst wieder anmelden muss.“ In der nächsten Projektphase haben die Ärzte dann auch schreibenden Zugriff auf die Patientenakte, sie können also Untersuchungen und Medikamente anordnen oder Daten erfassen.

Effizientere klinische Prozesse

Zwingende Voraussetzung für das mobile Arbeiten ist eine stabile Infrastruktur. „Das ist kostenintensiv, zahlt sich aber schlussendlich aus“, weiß Hans Peter Klaus, „weil Performance und Verlässlichkeit die Basis für die Akzeptanz der Anwender sind.“ Seit Einführung der elektronischen Patientenakte ist das EVK Mettmann flächendeckend mit WLAN ausgestattet. „Die Akzeptanz bei unseren Anwendern war wirklich vom ersten Tag an gegeben“, freut sich der EDV-Leiter. „Dementsprechend groß ist auch die Nachfrage aus den anderen Fachabteilungen.“

Gerade das stimmt Klaus zuversichtlich, die Ziele, die die Klinikleitung mit der Mobilisierung der Daten verbindet, zu erreichen: schnellere, effizientere und reibungslosere klinische Prozesse. „Durch die übersichtliche Oberfläche und die einfache Bedienung kommen unsere Mitarbeiter schneller an die für ihre Tätigkeit relevanten Informationen“, so Klaus. Als Beispiel nennt er die Favoriten-Funktion: „Ärzte, die nur für bestimmte Stationen, Patienten oder Betten verantwortlich sind, können diese in einer speziellen Liste ablegen und dann ohne langes Suchen darauf zugreifen. So hat der Arzt auch schneller einen Überblick über die Entwicklung seiner Patienten, etwa über Nacht oder über das Wochenende“, erläutert der IT-Leiter.

Nicht nur die Chirurgen arbeiten mit dem iPad Mini, sondern auch die Pflegeassistenten, die für die Essensbestellungen verantwortlich sind. Mit den mobilen Geräten hat das EVK Mettmann nämlich auch die neue mobile Version von ORBIS CUVOS eingeführt. Die Assistenten rufen den Patienten auf, sehen auf einen Blick Unverträglichkeiten, Diätanordnungen und ähnliches, verschaffen sich einen Überblick über den Speiseplan und geben die Essensbestellung dann online direkt an die Küche durch.

Sicherheit, auch für den weiteren Rollout

Wo personengebundene Daten digital verwaltet, gespeichert und ausgetauscht werden, stellt sich immer die Frage nach der Sicherheit – vor allem wenn es sich um sensible Informationen wie in einem Krankenhaus handelt, die mithilfe eines mobilen Gerätes aufgerufen werden. „Darauf sind aber keine Daten gespeichert“, erläutert Klaus, „sie werden stets aufs Neue von unserem Server abgerufen. So gelangen selbst beim Diebstahl eines Gerätes keine Patienteninformationen in fremde Hände, da sich der Nutzer erst anmelden muss, bevor er Zugriff bekommt.“

Zudem sind die Geräte selbst gesichert: zum einen durch Verschlüsselungstechnologien, zum anderen durch die ausschließliche Nutzung im 5-Gigahertz-Bereich. Ein Radius-Server und moderne Firewall-Technologien schützen die Daten zusätzlich.

In der nächsten Ausbaustufe werden die Pflegekräfte mit den mobilen Geräten ausgestattet – sobald die Dekubitus-Dokumentation in ORBIS integriert ist. „Dann können sie mit dem iPad Mini Fotos machen und die direkt im Patientenkontext in der digitalen Akte ablegen“, sagt Klaus. Eine weitere Erleichterung bedeutet es, wenn auch Vitalwerte erfasst und Pflegemaßnahmen direkt mobil dokumentiert werden können.

Noch nicht am Ende

Zuerst aber hat das EVK Mettmann probeweise ein weiteres Projekt auf den iPad Minis gestartet: Aufklärungsbögen. „Der Patient bekommt ein Gerät in die Hand, kann sich dort den Bogen durchlesen, sich Videos zum Verfahren ansehen, Fragen stellen oder direkt unterschreiben“, erläutert der EDV-Leiter.

Ebenfalls getestet wird der Einsatz zu Hause, etwa für Ärzte im Bereitschaftsdienst. Das iPad Mini baut automatisch einen VPN-Tunnel auf und greift via ORBISME! auf die digitale Patientenakte zu.

„Wenn sich ORBISME! so weiterentwickelt wie bisher, sehen wir die mobile Lösung als Zukunft des Arbeitens in der Klinik an“, wagt Hans Peter Klaus einen Blick in die Zukunft. „Ich kann mir vorstellen, dass unsere Ärzte nur noch so ihre Daten abrufen und bearbeiten. Auch die Pflegewagen könnten mit einer iPad-Oberfläche ausgestattet werden, um ein intuitives und schnelleres Arbeiten zu ermöglichen.“

Über Agfa

Die Agfa-Gevaert-Gruppe gehört zu den weltweit führenden Unternehmen bei Imaging-Lösungen und Informationstechnologien. Agfa entwickelt, produziert und vermarktet analoge und digitale Systeme für die Druck- und Medienindustrie (Agfa Graphics), für das Gesundheitswesen (Agfa HealthCare) und spezielle industrielle Anwendungen (Agfa Materials). Agfa hat seinen Hauptsitz in Mortsel, Belgien. Das Unternehmen ist in 40 Ländern aktiv und verfügt über Vertretungen in weltweit weiteren 100 Ländern. In 2014 erzielte die Agfa-Gevaert-Gruppe einen Umsatz von 2,620 Milliarden Euro.

Agfa und das Agfa-Logo sind Marken von Agfa-Gevaert N.V. Belgien oder ihrer Tochtergesellschaften. Alle Rechte vorbehalten.

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Agfa HealthCare GmbH

Agfa HealthCare ist Mitglied der Agfa-Gevaert-Gruppe und ein weltweit führender Anbieter von diagnostischen Bildgebungs- und IT-Lösungen für das Gesundheitswesen. Das Unternehmen verfügt über eine nahezu ein Jahrhundert währende Erfahrung in der Gesundheitsbranche und ist seit den frühen 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ein Pionier auf dem Markt für IT-Systeme für das Gesundheitswesen. Heute konzipiert, entwickelt und liefert Agfa HealthCare Systeme nach dem neuesten Stand der Technik für die Erfassung, Verwaltung und Verarbeitung von diagnostischen Bildern und klinischen/ verwaltungstechnischen Informationen für Krankenhäuser und Einrichtungen des Gesundheitswesens sowie Kontrastmittellösungen, die effektive Ergebnisse in der medizinischen Bildgebung ermöglichen. Das Unternehmen verfügt weltweit über Verkaufsbüros und Vertreter in mehr als 100 Märkten. Der Absatz von Agfa HealthCare betrug im Jahr 2014 1,069 Milliarden Euro. Für weitere Informationen über Agfa HealthCare besuchen Sie bitte die Webseite www.agfahealthcare.com oder Agfa HealthCare Blog

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