Dienstag, 17. Oktober 2017


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Wechselhaft wie das Wetter: Der Potsdamer Arbeitsmarkt im Juni

7,7 Prozent Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk

Potsdam, (lifePR) - Der Potsdamer Arbeitsmarkt zeigte sich im Juni von der wechselhaften Seite.

Die Arbeitslosenquote ging insgesamt auf 7,7 Prozent zurück. Im Mai lag sie 0,1 und im Vorjahr 0,2 Prozentpunkte höher. 29.590 Menschen zwischen Brandenburg an der Havel und Königs Wusterhausen waren von Arbeitslosigkeit betroffen, 183 weniger als im Mai und 160 weniger als im Juni 2011.
"Erstmals seit dem Oktober 2009 verzeichnen wir diesen Monat im Vorjahresvergleich aber einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit im Rechtskreis SGB III", so Edelgard Woythe, Chefin der Agentur für Arbeit Potsdam. Die Reduzierung der Arbeitslosigkeit insgesamt sei insbesondere auf den Rechtskreis SGB II zurück zu führen.

Auch bei den Ausbildungsabsolventen wechseln sich Licht und Schatten ab: "Viele Arbeitgeber haben die Zeichen der Zeit erkannt und wissen, dass sie ihre frisch ausgebildeten Fachkräfte an sich binden müssen", so Edelgard Woythe. Saisonuntypisch sei die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren jedoch gegenüber dem Mai gestiegen.

Die Arbeitslosigkeit im Detail

5.687 Menschen meldeten sich im Juni neu arbeitslos. Dies waren 851 weniger als im Mai und 1.146 weniger als im Vorjahresmonat. 2.185 Pesonen kamen direkt aus einer Erwerbstätigkeit, 1.335 aus einer Ausbildung oder sonstigen Maßnahme (-34 zum Mai und -432 zum Vorjahr).

5.887 Personen konnten im Juni ihre Arbeitslosigkeit beenden. Dies waren 1.675 weniger als im Mai und 1.614 weniger als im Juni 2011. 2.181 davon fanden einen neuen Arbeitsplatz und 962 begannen eine Ausbildung oder Qualifizierung.

Die Zahl der Arbeitslosen ist rechtskreisübergreifend gegenüber dem Mai gesunken. 8.040 Personen wurden im Juni von der Agentur für Arbeit Potsdam betreut, 114 weniger als im Mai und 83 mehr als vor Jahresfrist. Die Jobcenter im Bezirk waren für 21.550 Arbeitslose zuständig, 69 weniger als im Mai und 243 weniger als im Juni 2011.

Der Stellenmarkt

Mit 3.690 Stellen waren im Mai 734 weniger offen als im Mai, aber 248 mehr als im Juni 2011. Neu gemeldet wurden im Juni 1.502 Stellen. Seit Jahresbeginn waren dies 10.054 und damit 3,9 Prozent mehr als im selben Zeitraum 2011.

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Der Einsatz verschiedener arbeitsmarktpolitischer Instrumente trug dazu bei, für zahlreiche Personen Arbeitslosigkeit zu beenden oder zu verhindern. Insgesamt wurden 9.616 Teilnehmer gefördert (-407 zum Vormonat und -6.103 zum Vorjahr).

Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit (abhängige Beschäftigung oder Selbstständigkeit) wurde bei 2.265 Menschen finanziell bezuschusst.

In Beschäftigung schaffenden Maßnahmen waren Mitte des Monats 2.036 Personen aktiv. Hierzu zählen etwa Arbeitsgelegenheiten oder die Beschäftigungsphase Bürgerarbeit.

1.691 Menschen wurden mit Sonderprogrammen bei Berufswahl und Berufsausbildung unterstützt. Hierzu gehören Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, Ausbildungsbegleitende Hilfen sowie Berufseinstiegsbegleitung.

1.265 Personen wurde eine Qualifizierung zur beruflichen Weiterbildung finanziert.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik sind oder einen arbeitsmarktbedingten Sonderstatus besitzen.

Im Mai umfasste die Unterbeschäftigung 31.363 Personen. Damit belief sich die Unterbeschäftigungsquote auf 9,8 Prozent (-0,1 Prozent zum Mai). Gegenüber dem Juni 2011 ging sie um 1,0 Prozent zurück. Damals hatte sie 10,8 Prozent betragen.

Der Ausbildungsmarkt

Mit dem Schuljahresende hat der Endspurt auf dem Ausbildungsmarkt begonnen. Aktuell sind noch 1.663 Ausbildungsstellen für den Herbst 2012 unbesetzt, 165 weniger als im Vorjahr. Seit Beginn des Berichtsjahres im Oktober hatten die regionalen Betriebe 3.392 Lehrstellen gemeldet.

Dem gegenüber haben sich 2.964 Jugendliche seit Oktober als Lehrstellenbewerber bei der Arbeitsagentur registriert. Aktuell noch unversorgt sind 1.265. Das sind 180 oder 12,5 Prozent weniger als im Juni 2011. Damals waren zu diesem Zeitpunkt noch 1.445 ohne Lehrstelle. Mitte Juni konnte damit jeder Bewerber - statistisch - zwischen 1,31 vakanten Ausbildungsplätzen wählen. Im Vorjahr war das ein Verhältnis von 1,27.

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