Donnerstag, 19. Juli 2018


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Mehr Arbeitslose zu Ferienbeginn

Der Potsdamer Arbeitsmarkt im Juli

Potsdam, (lifePR) - Im Bezirk der Agentur für Arbeit Potsdam ist die Arbeitslosigkeit im Juli leicht gestiegen. Insgesamt 30.486 Menschen waren von Arbeits-losigkeit betroffen. Das sind 896 mehr als im Juni und 238 weniger als im Juli 2011.

Damit stieg die Arbeitslosenquote gegenüber Juni um 0,3 Prozent auf 8,0 Prozent. Gegenüber Juli 2011 (8,1 Prozent) reduzierte sie sich um 0,1 Prozent.

"Der Anstieg an Arbeitslosen ist durchaus saisontypisch", konstatiert die Chefin der Potsdamer Arbeitsagentur, Edelgard Woythe. "Darunter sind einige Schulabgänger, die noch keinen Ausbildungs- oder Stu-dienplatz sicher haben. Und auch Jugendliche, die nach der Ausbil-dung nicht übernommen wurden, melden sich in diesen Wochen bei uns."

Die Arbeitslosigkeit im Detail

6.849 Menschen meldeten sich im Juli neu arbeitslos. Dies waren 1.162 mehr als im Juni und 898 weniger als im Juli 2011. Davon kamen 2.667 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit. Das sind 482 (22,1 Prozent) mehr als im Juni.

5.949 Personen konnten im Juli ihre Arbeitslosigkeit beenden. Dies waren 62 mehr als im Juni und 820 weniger als im Juli 2011. 1.839 davon fanden einen Arbeitsplatz am 1. Arbeitsmarkt und etwa 1.041 begannen eine Ausbildung oder Qualifizierung.

Nach Personengruppen betrachtet entwickelte sich die Arbeitslosigkeit unterschiedlich gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Spannweite reicht von den Unter-25-Jährigen mit einem Rückgang um 8,9 Prozent bis zu den Ausländern, bei denen sie um 12,8 Prozent anstieg.

Auch in den beiden Rechtskreisen war ein unterschiedlicher Trend zu beobachten. Von der Agentur für Arbeit Potsdam (Rechtskreis SGB III) wurden im Juli 8.780 Personen betreut. Das sind 740 (9,2 Prozent) mehr als im Juni und 175 (2,0 Prozent) mehr als vor Jahresfrist.

Die vier Jobcenter (SGB II) im Bezirk waren für 21.706 Arbeitslose ver-antwortlich. Das sind 156 (0,7 Prozent) mehr als im Juni und 413 (1,9 Pro-zent) weniger als im Juli 2011.

Der Stellenmarkt

Wie schon im Mai und Juni nahm der Bestand an gemeldeten Stellen ge-genüber dem jeweiligen Vormonat ab. Diesen Monat waren der Ar-beitsagentur Potsdam 3.670 offene Stellen gemeldet (-20 zum Juni und +495 zum Vorjahr). Davon waren 3.530 sozialversicherungspflichtig.

1.419 Stellen wurden dem Arbeitgeberservice im Juli neu gemeldet (-83 zum Vormonat und -223 zum Juli 2011). Seit Jahresbeginn kamen insge-samt 11.473 Stellen neu hinzu. Das sind 157 mehr als im Vorjahreszeit-raum.

Aktuell gesucht werden im Büro-Bereich zum Beispiel Verwaltungswirte und Steuerfachangestellte. Im Logistik-Bereich haben Auslieferungsfahrer sowie Kraftfahrer im Nah- und Fernverkehr gute Chancen. Im gewerblich-technischen Bereich bleiben Elektroniker, Elektriker und Elektroinstallateure weiterhin gefragt. Und im Gesundheitswesen führt ein Mangel an Bewerbern dazu, dass viele Stellen nur sehr schwer besetzt werden können.

Die Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik sind oder einen arbeitsmarktbedingten Sonderstatus haben.

Im Juli umfasste die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) 38.641 Perso-nen. Die Unterbeschäftigungsquote belief sich auf 9,9 Prozent (+0,1 Pro-zent zum Vormonat).

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Der Einsatz verschiedener arbeitsmarktpolitischer Instrumente trug dazu bei, für zahlreiche Personen Arbeitslosigkeit zu beenden oder zu verhin-dern. Insgesamt wurden 8.484 Teilnehmer gefördert (-462 zum Vormonat und -2.984 zum Vorjahr).

Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit (abhängige Beschäftigung oder Selbstständigkeit) wurde bei 2.055 Menschen finanziell bezuschusst.

In Beschäftigung schaffenden Maßnahmen waren Mitte des Monats 2.070 Personen aktiv. Hierzu zählen etwa Arbeitsgelegenheiten oder die Beschäftigungsphase Bürgerarbeit.

1.447 Menschen wurden mit Sonderprogrammen bei Berufswahl und Be-rufsausbildung unterstützt. Hierzu gehören Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, Ausbildungsbegleitende Hilfen sowie Berufseinstiegsbegleitung.

1.164 Personen wurde eine Qualifizierung zur beruflichen Weiterbildung finanziert.

Der Ausbildungsmarkt

Der Ausgleich auf dem Ausbildungsmarkt steht mit näher rückendem Be-ginn des Ausbildungsjahres ganz besonders im Fokus.

Im Juli waren noch 1.054 Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbil-dungsplatz. Das sind 211 weniger als im Juni. Die Zahl der vakanten Lehrstellen ging um 285 auf 1.378 zurück. Auf jeden unversorgten Bewerber kommen derzeit 1,31 freie Plätze.

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober haben sich 3.184 Ju-gendliche bei der Berufsberatung als Bewerber gemeldet. Das sind 5 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Auf der anderen Seite wurden 3.527 regionale Ausbildungsplätze gemeldet. Das sind 29 weniger als ein Jahr zuvor.

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