Samstag, 25. November 2017


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Herbstsonne lässt regionalen Arbeitsmarkt strahlen

Der Potsdamer Arbeitsmarkt im September

Potsdam, (lifePR) - Die klassische Herbstbelebung hat im September erneut zu einem deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Potsdam geführt. Insgesamt 24.411 Menschen waren diesen Monat arbeitslos, 691 weniger als im August und 392 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag bei 7,5 Prozent und damit 0,2 Hundertstel niedriger als im August. Vor genau einem Jahr rangierte sie bei 7,7 Prozent.

"Erfreuliche Nachrichten gibt es abermals von den Jugendlichen", verdeutlicht Edelgard Woythe. "Die aktuellen Zahlen bestätigen einmal mehr, dass der nahtlose Übergang von der Ausbildung in den Job in diesem Jahr bei vielen Menschen sehr gut gelungen ist", konstatiert die Leiterin der Potsdamer Arbeitsagentur. Sorgen bereite ihr hingegen der Personenkreis der älteren Arbeitnehmer. Hier gebe es zum Vorjahr einen Anstieg um 5,3 Prozent. "Dem wollen wir entgegenwirken. Aus diesem Grund starten wir noch in diesem Jahr eine Informationskampagne, um Unternehmen für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren. Die Einstellung berufs- und lebenserfahrener Arbeitnehmer ist keine gnädige Wohltat, sondern betriebs- und volkswirtschaftlich ein cleverer Schachzug", untermauert die Geschäftsführerin.

Die Arbeitslosigkeit im Detail

Arbeitslosigkeit ist kein fester Block. Vielmehr gibt es hier jeden Monat viel Bewegung. So meldeten sich 5.285 Menschen im September arbeitslos. Dies waren 301 weniger als im August und 380 mehr als im Vorjahresmonat. Betrachtet man nur die Zugänge aus Beschäftigungen auf dem ersten Arbeitsmarkt, stellt sich ein anderes Bild dar: Mit 1.569 Meldungen lag der Wert unter dem Vormonats- (- 11,8 Prozent) und Vorjahresniveau (-6,3 Prozent). 162 kamen im September direkt aus einer Selbstständigkeit. 178 junge Menschen mussten sich direkt nach einer betrieblichen oder außerbetrieblichen Ausbildung arbeitslos melden. Das entspricht einer Veränderungsrate von -17,2 Prozent zum Vorjahr.

Seit Jahresbeginn meldeten sich 49.482 Menschen arbeitslos - 1,5 Prozent weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres.

Dem gegenüber konnten 5.973 Personen im September ihre Arbeitslosigkeit beenden. Dies waren 36 weniger als im August und eine Person mehr als im September 2012. 2.160 davon nahmen eine Erwerbstätigkeit auf, darunter 199 eine selbstständige (+103,1 Prozent zum Vorjahr). In den ersten neun Monaten des Jahres meldeten sich insgesamt 50.711 Personen aus der Arbeitslosigkeit ab - 154 mehr als vor einem Jahr.

Nach Arbeitsagentur (Rechtskreis SGB III) und Jobcentern (Rechtskreis SGB II) getrennt betrachtet, ging die Arbeitslosigkeit diesen Monat unterschiedlich stark zurück. Die Agentur für Arbeit betreute 7.088 Arbeitslose. Das waren 320 weniger als im August und 127 weniger als im September vor einem Jahr. Die Jobcenter im Agenturbezirk waren hingegen für 17.323 Arbeitslose verantwortlich. Das waren 371 weniger als im August und 265 weniger als vor Jahresfrist.

Der Stellenmarkt

2.624 Stellen waren im September vakant. Das waren 98 mehr als im August und 265 weniger als im Vorjahr. Neu gemeldet wurden dem Arbeitgeberservice in diesem Monat 1.053 Jobangebote - 122 mehr als im Vormonat und 111 weniger als im September 2012. Seit Jahresbeginn wurden 8.830 Vakanzen angezeigt - das entspricht einem Rückgang um 1.940 gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Offene Stellen gibt es derzeit in vielen Bereichen. Weiterhin hoch im Kurs stehen Pflegekräfte, Physiotherapeuten oder Logopäden. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass Unternehmen in der Pflegewirtschaft und Therapiepraxis die Eröffnung weiterer Einrichtungen planen. Auf dem Bau sind derzeit Tischler, Baugeräteführer, Maler, Betonpumpenbediener und Maurer gefragt. Auch zum Ende der Saison sucht die Hotel- und Gaststättenbranche weiter Servicekräfte, Restaurantfachleute sowie Köche. Rückläufig ist hingegen die Nachfrage nach Mitarbeitern im Speditions- und Lagerwesen.

Die Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik sind oder einen arbeitsmarktbedingten Sonderstatus haben.

Im September umfasste die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) 31.862 Personen. Die Unterbeschäftigungsquote belief sich auf 9,6 Prozent. Im August hatte sie 9,8 und im September 2012 9,9 Prozent betragen.

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Durch den Einsatz verschiedener arbeitsmarktpolitischer Instrumente konnte Arbeitslosigkeit bei zahlreichen Personen beendet oder verhindert werden. Insgesamt wurden 7.196 Teilnehmer gefördert (+209 zum Vormonat und -531 zum Vorjahr).

Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit (abhängige Beschäftigung oder Selbstständigkeit) wurde bei 1.296 Menschen finanziell bezuschusst.

In Beschäftigung schaffenden Maßnahmen waren Mitte des Monats 2.078 Personen aktiv. Hierzu zählen etwa Arbeitsgelegenheiten oder die Beschäftigungsphase Bürgerarbeit.

969 Menschen wurden mit Sonderprogrammen bei Berufswahl und Berufsausbildung unterstützt. Hierzu gehören Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, Ausbildungsbegleitende Hilfen sowie Berufseinstiegsbegleitung.

1.222 Personen wurde eine Qualifizierung zur beruflichen Weiterbildung finanziert.

Redaktioneller Hinweis zum Ausbildungsmarkt

Das Berufsberatungsjahr verläuft vom 1. Oktober bis zum 30. September des Folgejahres. Folglich ist das aktuelle Jahr am gestrigen Tag zu Ende gegangen. Die abschließenden Zahlen zum Berufsberatungsjahr 2012/2013 liegen zum nächsten monatlichen Veröffentlichungstermin am 30. Oktober vor.

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