Freitag, 20. Oktober 2017


  • Pressemitteilung BoxID 212118

Schnee und Eis lassen die Arbeitslosigkeit steigen

München, (lifePR) - Wie erwartet blieb der saisonale Anstieg vor allem wegen des kalten Winters nicht aus. Die Zahl der arbeitslosen Männer und Frauen steigt zwar im Januar gegenüber Dezember um rund 5.500 Personen auf 58.300. Dies sind aber rund 6.000 Personen weniger als 2010. Die Arbeitslosenquote im Vorjahr lag noch bei 5,4 Prozent.

- Arbeitslos gemeldet Menschen im Januar 58.322
- Arbeitslosenquote im Januar 4,8 Prozent

Für Bernd Becking, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit München, ist der Anstieg der Arbeitslosenquote keine Überraschung. "Die Arbeitslosigkeit ist nur im jahreszeitlich üblichen Umfang gestiegen. Ein solch saisonaler Anstieg der Arbeitslosenzahl ist im Januar normal. Der Hauptgrund ist der starke Wintereinbruch, der fast alle "Außenbranchen" zum Erliegen gebracht hat".

Im "Rechtskreis" des Sozialgesetzbuches III (betreut von der Arbeitsagentur) waren im Januar 27.232 Menschen arbeitslos gemeldet, im "Rechtskreis" des Sozialgesetzbuches II (betreut von den Jobcentern) 31.090 Personen.

Die Arbeitslosenquote der Agentur ist im Vergleich zum Januar 2010 um 0,6 Prozentpunkte von 2,8 Prozent auf aktuell 2,2 Prozent gesunken. In den Jobcentern bleibt die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Januar 2010 unverändert bei 2,6 Prozent.

Neuer Spitzenreiter - neues Schlusslicht

In der Landeshauptstadt München ist die Zahl der Arbeitslosen um 9,3 Prozent auf 42.837 Personen gestiegen. Das ist der geringste Anstieg, den die Region München zu verzeichnen hat. Es folgen der Landkreis München (plus 9,9 Prozent bzw. 5.168 arbeitslose Menschen), der Landkreis Fürstenfeldbruck mit einem Plus von 14,3 Prozent bzw. 4.190 Personen und der Landkreis Ebersberg (plus 15,4 Prozent bzw. 1.898 Personen). Im Landkreis Dachau steigt die Arbeitslosenquote um 16,9 Prozent. Dort sind aktuell 2.386 Menschen ohne Arbeit. Der Landkreis Starnberg muss einen Anstieg von 17,5 Prozent hinnehmen. In Starnberg sind im Berichtsmonat 1.843 Personen arbeitslos gemeldet.

Kurzarbeit unverändert rückläufig

Aufgrund der Umstellung der Datengrundlage von Melde- auf Abrechnungslisten liegen als Hochrechnung die aktuellsten Zahlen für September vor. Im September 2010 waren 716 Betriebe und 4.224 Beschäftigte von konjunktureller Kurzarbeit betroffen. "Eis und Schnee führen dazu, dass zahlreiche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Außenberufen entlassen werden.

Lassen Sie sich von uns unterstützen und nutzen Sie das Saison- Kurzarbeitergeld, statt witterungsbedingte Kündigungen auszusprechen. Die Weiterbeschäftigung im Winter wäre dann garantiert", appelliert Becking an die Unternehmer.

Arbeitslosigkeit bei einzelnen Personengruppen - Jugendarbeitslosigkeit der 15- bis unter 20-Jährigen erneut gesunken

"Die einzige Personengruppe, die einen Rückgang der Arbeitslosigkeit verzeichnen kann, ist die Gruppe der 15- bis unter 20-Jährigen. Es ist sehr erfreulich, dass die Jugendlichen von der Winterarbeitslosigkeit verschont blieben", so Becking. Insgesamt waren im Januar 3.884 Jugendliche von 15 bis 25 Jahren arbeitslos, das sind 421 mehr als noch im Dezember (plus 12,2 Prozent), aber 813 bzw. 17,3 Prozent weniger als im Januar 2010. In der Altersgruppe der 15- bis 20-Jährigen waren 763 Jugendliche ohne Arbeit, 22 weniger als im Dezember 2010. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 2,2 Prozent.

Die Zahl der älteren Arbeitslosen von 50 bis unter 65 Jahren hat sich erneut verschlechtert. Diese steigt im Januar um 1.558 auf 18.448 Personen (plus 9,2 Prozent). Im Vergleich zum Januar 2010 stieg die Zahl der älteren Arbeitslosen um 107 (plus 0,6 Prozent). "Die Suche nach geeigneten und qualifizierten Fachkräften wird zunehmend schwieriger. Wir können uns es nicht leisten, auf die Ressource der älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu verzichten. Wer ältere Mitarbeiter einstellt, kann nicht nur von deren breitem Fachwissen, Motivation und hoher Arbeitsdisziplin profitieren, sondern kann eventuell auch noch Unterstützung von der Agentur für Arbeit erhalten", appelliert Becking.

Arbeitskräftenachfrage erstmals wieder rückläufig

Derzeit können die Arbeitsvermittler der Arbeitsagentur München auf 9.506 gemeldeten Stellen zurückgreifen. Das sind 1.029 Stellen weniger als im Dezember 2010. Im Vergleich zum Januar 2010[1] sind allerdings 2.549 bzw. 36,6 Prozent mehr Stellen im Bestand. Arbeitgeber meldeten der Agentur für Arbeit München im Januar 2.765 neue Arbeitsstellen. Im Vergleich zum Januar 2010 wurden damit 616 bzw. 28,7 Prozent mehr offene Stellen aufgenommen.

"In der Agentur für Arbeit München werden vor allem Erzieher, Altenpfleger, Bürofachkräfte, Verkäufer, Restaurantfachleute/Kellner und Krankenschwester sowie Krankenpfleger gesucht. Oberstes Ziel der Agentur für Arbeit ist es, arbeitslos gewordenen Menschen schnell wieder Arbeit zu vermitteln und Arbeitgeber bei der Suche nach qualifizierten Fachkräften zu unterstützen. Unter der Service-Nummer 01801 / 66 44 66[2] bieten wir den Betrieben an, freie Stellen und das Anforderungsprofil zu melden. Der Arbeitgeberservice berät zu allen Fragen der Personalsuche und Fördermöglichkeiten für Beschäftigte, die Qualifizierungsbedarf haben", unterstreicht Becking abschließend.

[1] Mit Berichtsmonat Juli 2010 stellt die Statistik der Bundesagentur für Arbeit die Berichterstattung über die gemeldeten Arbeitsstellen um. Die statistische Berichterstattung soll vereinfacht und auf die Einstellungsbereitschaft der Betriebe und Verwaltungen ausgerichtet werden. Die Statistik der gemeldeten Arbeitsstellen wird deshalb nicht mehr die geförderten Stellen des sogenannten zweiten Arbeitsmarktes umfassen. Bei den gemeldeten Arbeitsstellen handelt es sich um ungeförderte Arbeitsstellen ohne selbstständige / freiberufliche Tätigkeiten und ohne Stellen der privaten Arbeitsvermittlung.

[2] Festnetzpreis 3,9 ct / min; Mobilfunkpreise, höchstens 42 ct / min

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Veranstaltungen und Fachvorträge der Hochschule Osnabrück - KW 43

, Bildung & Karriere, Hochschule Osnabrück

Food Future Day 2017 Hochschule Osnabrück, Campus Haste, Gebäude HR, HA und HB, Oldenburger Landstraße 24, 49090 Osnabrück Dienstag, 24. Oktober...

Investitionen in die Zukunft

, Bildung & Karriere, Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald

Die Bildungsakademie Mannheim hat kürzlich die Modernisierung der Ausstattung 2016/17 abgeschlossen. Mit Hilfe der finanziellen Unterstützung...

Deutscher Bundesverband für Logopädie beruft Prof. Dr. Wiebke Scharff Rethfeldt erneut in Bundeskommission für Internationale Beziehungen

, Bildung & Karriere, Hochschule Bremen

Der 1964 gegründete Deutsche Bundesverba­nd für Logopädie (dbl) ist der Berufs- und Fachverband der freiberuflichen und angestellten Logopädinnen...

Disclaimer