Freitag, 20. Oktober 2017


  • Pressemitteilung BoxID 495858

Halbjahresbilanz auf dem Münchner Arbeitsmarkt: Neuer Jahrestiefpunkt mit 4,7 Prozent

München, (lifePR) - Zur Jahresmitte hat die Arbeitslosigkeit in München vorerst einen Jahrestiefpunkt erreicht. Im Agenturbezirk München sind insgesamt 568 Personen weniger arbeitslos als im Mai und somit 45.580 ohne Arbeit. Die Arbeitslosenquote sinkt von 4,8 auf 4,7 Prozent. Im Vergleich zum Juni 2013 sind allerdings 1.861 Menschen mehr arbeitslos. Die Arbeitslosenquote lag vor einem Jahr bei 4,6 Prozent.

Die Quote der Landeshauptstadt bleibt unverändert bei 5,1 Prozent.

Arbeitslos gemeldete Personen im Juni 45.580
Arbeitslosenquote im Juni 4,7 Prozent

"Die erfreuliche Entwicklung auf dem Münchner Arbeitsmarkt hat sich im Juni fortgesetzt. Von den sinkenden Zahlen können alle Alters- und Personengruppen profitieren", so fasst Harald Neubauer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit München die Juni-Entwicklung bei der heutigen Pressekonferenz zusammen. "Die Frühjahrsbelebung ist dieses Jahr zwar so gut wie ausgefallen, der Juni zeigt aber Nachholeffekte. Auch wenn wir nicht mehr die hohen Stellenzugänge des Vorjahres erreichen, ist die Nachfrage - vor allem nach Fachkräften - noch immer sehr hoch", resümiert der Agenturchef.

Im Rechtskreis SGB III (betreut von der Arbeitsagentur) sind im aktuellen Berichtsmonat 20.171 Menschen arbeitslos gemeldet, im Bereich SGB II (betreut von den Jobcentern) 25.409 Personen. In der Arbeitslosenversicherung wirkt sich der Rückgang von 657 an Betroffenen nicht auf die Arbeitslosenquote aus. Diese bleibt konstant bei 2,1 Prozent. Auch in der Grundsicherung (SGB II) hat der Rückgang der absoluten Zahl (minus 229 Personen) keine Auswirkung auf die Arbeitslosenquote. Diese liegt unverändert bei 2,6 Prozent. Aufgrund der Rundungsdifferenzen errechnet sich allerdings eine Gesamtquote von 4,7 %.

Arbeitslosenquote in der Landeshauptstadt und Landkreis München konstant

Binnen der Monatsfrist waren in der Landeshauptstadt 40.339 Personen arbeitslos, das sind 507 weniger als im Mai 2014. Die Arbeitslosenquote bleibt unverändert bei 5,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind in der Landeshauptstadt 1.584 Personen mehr arbeitslos. Die Arbeitslosenquote lag damals bei 5,0 Prozent.

Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Landkreis München um 61 auf 5.241 Frauen und Männer gesunken. Der Rückgang der absoluten Zahl zum Vormonat hat keine Auswirkung auf die Arbeitslosenquote, diese bleibt gleich bei 3,0 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote bei 2,9 Prozent.

Hohe Dynamik auf dem Münchner Arbeitsmarkt

Arbeitslosigkeit ist kein fester Block, vielmehr gibt es unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung viel Bewegung. Im Agenturbezirk München meldeten sich im aktuellen Be-richtsmonat 10.406 Personen arbeitslos, 890 weniger als im Vormonat und 586 mehr als im Juni 2013. Zeitgleich konnten 10.942 Frauen und Männer die Arbeitslosigkeit beenden, 811 Personen weniger als im Vormonat, aber immerhin 605 mehr als im Vorjahresmonat.

Hochrechnungen der Kurzarbeit

Als Hochrechnung liegen die aktuellsten Zahlen für Februar 2014 vor. Im Februar waren 40 Betriebe und 545 Beschäftigte von konjunktureller Kurzarbeit betroffen. Im Januar 2014 waren es 43 Betriebe und 309 Beschäftigte.

Jugendarbeitslosigkeit und Arbeitslosigkeit bei Älteren

Insgesamt sind im Juni 2.886 Jugendliche von 15 bis 25 Jahren arbeitslos, das sind 19 we-niger als im Mai 2014 (minus 0,7 Prozent). Im Juni des Vorjahres waren 5 junge Menschen bzw. 0,2 Prozent mehr arbeitslos gemeldet. In der Altersgruppe der 15- bis unter 20-Jährigen ist die Zahl im Vergleich zum Vormonat nur gering um 5 auf 588 Jugendliche ge-stiegen. Gleichwohl rechnen wir im nächsten Monat aufgrund endender schulischer und betrieblicher Berufsausbildungen wie üblich mit einem Ansteigen der Arbeitslosigkeit junger Menschen unter 25 Jahren. "Gerade im Hinblick auf den zunehmenden Fachkräftebedarf sind die Unternehmen gut beraten, intensiv zu prüfen, ob eine Übernahme der jungen Men-schen nach der Ausbildung im eigenen Betrieb möglich ist. - Sie sichern sich so Ihr Perso-nal für die Zukunft", so Neubauer.

Die Zahl der älteren Arbeitslosen (50+) ist um 216 oder 1,5 Prozent auf 13.765 Personen gesunken. Die Arbeitslosenquote verringert sich dennoch um 0,3 Prozentpunkte auf 6,0 Prozent. Im Vergleich zum Juni 2013 gibt es 546 bzw. 4,1 Prozent mehr ältere Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote lag im Vorjahresmonat auch bei 6,0 Prozent.

Arbeitskräftenachfrage

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitgeber-Services der Agentur für Arbeit Mün-chen konnten im Juni 2.686 offene Arbeitsstellen entgegennehmen. Dies sind 262 bzw. 10,8 Prozent mehr als im Mai 2014. Im Stellenpool der Agentur für Arbeit München befinden sich derzeit 7.686 Angebote, 413 mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Juni 2013 ist dies ein Minus von 672 Stellen. Dringend benötigt werden im Agenturbezirk München Arbeitskräfte im Handel, im Gesundheits- und Sozialwesen und im Gastgewerbe. Nachdem die Münch-ner Wirtschaft jede flexible und gut qualifizierte Arbeitskraft braucht, dieses Bedürfnis jedoch nicht immer uneingeschränkt gestillt werden kann, bietet die Agentur für Arbeit München den Arbeitgebern sogenannte Eingliederungszuschüsse an. Je nachdem wie groß Anforde-rungen und das Können für die avisierte Tätigkeit auseinander liegen, können Minderleis-tungen mit Hilfe eines Zuschusses etwas kompensiert werden. Unter der kostenfreien Ser-vice-Nummer 0800 4 5555 20 berät der Arbeitgeber-Service zu allen Fragen der Personal-suche und Fördermöglichkeiten für Beschäftigte, die Qualifikationsbedarf haben.

Ausbildungsmarkt - Zwischenbilanz-

Von Oktober 2013 bis Juni 2014 wurden von der Agentur für Arbeit München 11.397 offene Berufsausbildungsstellen entgegengenommen. Das sind 451 bzw. 4,1 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Im gleichen Zeitraum haben 5.590 Schülerinnen und Schüler die Dienstleistungen der Agentur für Arbeit München in Anspruch genommen, um eine passende Lehrstelle zu finden. Das sind 56 bzw. 1,0 Prozent mehr als vor einem Jahr. Ein Blick auf das Verhältnis unversorgte Bewerber zu unbesetzten Ausbildungsstellen lässt einen ersten positiven Trend erkennen. Den 2.550 unversorgten Bewerbern stehen aktuell 5.093 unbesetzte Stellen gegenüber. Die Zahl der Bewerber ohne Ausbildungsstelle ist im Vergleich zum Vorjahr um 64 bzw. 2,4 Prozent gesunken. "Der Ausbildungsstart steht zwar unmittelbar bevor, aber noch viele Unternehmen suchen für Herbst 2014 einen Auszubil-denden. Interessierte Jugendliche und Eltern sollten unbedingt die große Ausbildungsplatz-börse im Berufsinformationszentrum (BiZ) am Samstag, den 05. Juli 2014 von 09.00 Uhr bis 13.00 Uhr nutzen. Rund 100 Arbeitgeber aus Industrie, Handwerk, Gastronomie und Ver-waltung sind vertreten. Die Ausbildungsspezialisten von Arbeitgeber-Service und Berufsbe-ratung der Münchner Arbeitsagentur stehen mit Rat und Tat zur Seite und geben hilfreiche Tipps. Mädchen und Jungen, die noch auf der Suche sind, sollten also den Aktionstag auf keinen Fall versäumen und am besten gleich Zeugnisse und Bewerbungsunterlagen dabei-haben" motiviert der Agenturchef.

Auch in diesem Jahr muss es gelingen, möglichst viele Jugendliche für den Ausbildungs-markt zu interessieren und ihnen den Einstieg in eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu ermöglichen. Rein rechnerisch steht jedem unversorgten Jugendlichen mehr als eine Aus-bildungsstelle gegenüber und mit Flexibilität und Mobilität hat jeder die Chance zum Ein-stieg in das Berufsleben.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Frauenpower beim Landesentscheid der Maler und Lackierer in Mannheim

, Bildung & Karriere, Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald

Angereist kamen sie aus Calw, Munderkingen und Tauberbischofsheim, aber auch aus Waghäusel, Heidelberg oder Ladenburg: und alle wollten sie gewinnen....

#ArbeitsmarktSachsen - Positive Aussichten auf 2018

, Bildung & Karriere, Bundesagentur für Arbeit

Die stabile Konjunktur führt auch im kommenden Jahr zu einer weiterhin positiven Entwicklung auf dem sächsischen Arbeitsmarkt. Das geht aus der...

Praxisorientierte Ausbildung von Fachkräften für die Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung Brandenburgs

, Bildung & Karriere, Technische Hochschule Wildau [FH]

Am 5. Oktober 2017 besuchte Andrea Kubath, Referatsleit­erin im Ministerium des Inneren und für Kommunales des Landes Brandenburg (MIK), die Lehrveranstaltun­g...

Disclaimer