Samstag, 23. Juni 2018


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Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt im Juli 2010

Leipzig, (lifePR) - .
Arbeitslosigkeit wuchs

- Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Vormonat (+ 1.029)
- Anstieg ausschließlich durch junge Menschen unter 25 J. (+ 1.003)
- Rückgang der Arbeitslosigkeit zum Vorjahresmonat Juli (- 4.681)
- 8,1 Prozent weniger Arbeitslose als vor einem Jahr
- Arbeitslosenquote jetzt bei 13,4 Prozent (Vormonat 13,2 Prozent, Vorjahresmonat Mai 14,6 Prozent)
- Arbeitskräftenachfrage nahezu unverändert
- Zugang von 1.825 freien Stellen (Vormonat 1.830)
- 197 mehr als im Juli des vorigen Jahres (Wachstum um 12,1 Prozent)

Weniger Ausbildung Suchende - Mehr betriebliche Ausbildungsstellen

- 21,1 Prozent weniger Ausbildung Suchende als vor einem Jahr
- 0,4 Prozent Rückgang bei den Lehrstellen insgesamt
- 4,0 Prozent mehr bei den betrieblichen Ausbildungsstellen

Im Juli 2010 waren 53.060 (Juli 2009 waren es noch 57.741) Arbeitslose im Agenturbezirk Leipzig, zu dem neben der Stadt Leipzig auch die Geschäftsstellen in Delitzsch, Eilenburg, Borna und Geithain gehören, gemeldet.

"Um 1.029 ist die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Juni gestiegen. Der Anstieg kommt nicht unerwartet. Ich hatte diesen in der letzten Pressekonferenz prognostiziert. Hauptsächlich sind das junge Menschen, die sich nach der Schule oder nach der Ausbildung arbeitslos meldeten", beginnt der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Leipzig Wolfgang Steinherr die monatliche Pressekonferenz der Arbeitsagentur und der ARGE Leipzig zur Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt.

Dagegen sieht der Vergleich zum Juli 2009 weiterhin günstig aus. Heute gibt es 4.681 oder 8,1 Prozent weniger Arbeitslose im Agenturbezirk als vor einem Jahr.

"Der Zugang an arbeitslosen Menschen fand in beiden Rechtskreisen statt. So mussten wir sowohl in der Arbeitsagentur als auch in den ARGEn ein Wachstum verzeichnen", so Steinherr weiter. Sowohl im Rechtskreis SGB III stieg die Zahl der Arbeitslosen von Juni auf den Juli und zwar von 11.087 auf 11.702, als auch im SGB II wuchs die Zahl, hier von 40.944 auf 41.358.

Der Arbeitslosenzahl entsprach eine Arbeitslosenquote von 13,4 Prozent (im Juli 2009 lag die Quote bei 14,6 Prozent). Im Vergleich zum Vormonat gab es einen Anstieg um 0,2 Prozentpunkte.

Die Entwicklungen in den einzelnen Altersstrukturen waren im zurückliegenden Monat sehr unterschiedlich. Anwachsen bei den jungen und Rückgang bei den älteren Menschen. Die Arbeitslosenzahl bei den unter 25jährigen stieg um 1.003 auf nun 6.396. Das waren aber immer noch 1.113 weniger als vor einem Jahr. Auch die Zahl der unter 20-Jährigen war um 268 höher als im Vormonat. Die Zahl der 55 bis unter 65-Jährigen sank dagegen und zwar um -131 zum Vormonat auf 8.494. Das waren 48 mehr als im Juli 2009.

"Besonders erfreulich im zurückliegenden Monat war, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber dem Vormonat zurück ging und zwar um 149", so Steinherr über die Entwicklung bei dieser Personengruppe. Im Juli waren es 19.986. Damit waren 37,7 Prozent (Vormonat 38,7 Prozent) aller Arbeitslosen langzeitarbeitslos. Im Vergleich zum Juli 2009 sank die Zahl um 2.135.

Zum zweiten Mal ist in Folge die Quote im kleinsten Geschäftsstellenbereich einstellig. In allen Geschäftsstellen, außer in Geithain, wuchs die Zahl der Arbeitslosen und auch die Arbeitslosenquote an. "Nur die Arbeitslosenquote in der kleinsten Geschäftsstelle im Agenturbezirk sank weiter und blieb den zweiten Monat hintereinander auch einstellig. Das ist sehr positiv", freut sich Steinherr.

Im Vergleich der Geschäftsstellenbereiche des Agenturbezirkes Leipzig hatte die Hauptagentur Leipzig mit 14,4 Prozent (Vormonat 14,1 Prozent und Vorjahresmonat 15,5 Prozent) die höchste Arbeitslosenquote. Die Quote in der Geschäftstelle Eilenburg lag bei 12,1 Prozent (Vormonat 11,9 Prozent und Vorjahresmonat 13,5 Prozent), in Borna bei 11,9 Prozent (Vormonat 11,5 Prozent und Vorjahresmonat 13,0 Prozent), in Delitzsch bei 11,8 Prozent (Vormonat 11,7 Prozent und Vorjahresmonat 13,1 Prozent) und in Geithain bei 9,5 Prozent (Vormonat 9,7 Prozent und Vorjahresmonat 11,1 Prozent). (Die Arbeitslosenquoten beziehen sich auf alle zivilen Erwerbspersonen.)

Beim Zugang an offenen Stellen auf dem ersten Arbeitsmarkt verzeichnete der Agenturbezirk im Juli mit 1.825 gemeldeten Stellen (Juni: 1.830, Mai: 1.784, April 2010: 1.895) nahezu keine Veränderung. "Damit akquirierten wir fast die gleiche Zahl an freien Stellen wie im Vormonat. Gegenüber dem Juli 2009 hatten wir ein Plus von 12,1 Prozent", so Steinherr über die Entwicklung der freien Arbeitsplätze.

Auch im Juli 2010 zeigte der Arbeitsmarkt seine Dynamik. Im zurückliegenden Monat mussten sich 10.838 (Vormonat 9.862) Menschen im Agenturbezirk arbeitslos melden. Das waren 976 mehr als im Vormonat. Für 9.861 (Vormonat 11.275) Personen endete die Arbeitslosigkeit. Das waren 1.414 weniger als im Vormonat.

Prognose für den August: "Auch der nächste Monat wird uns vor allem steigende Zahlen bei den jüngeren Arbeitslosen bringen. Der Grund sind die nicht übernommenen Azubis nach der Ausbildung und die Azubis aus außerbetrieblicher Ausbildung", prognostiziert Steinherr.

Bei den Ausbildungsstellen zählte die Arbeitsagentur Leipzig seit Beginn des Berichtsjahres im Oktober 2009 2.763 Stellen. (Im Vorjahreszeitraum waren es 2.747.) Davon 2.653 betriebliche Ausbildungsstellen. Das entsprach einem leichten Rückgang von 0,4 Prozent. Bei den betrieblichen Ausbildungsstellen betrug das Wachstum sogar 4,0 Prozent. "Es ist sehr erfreulich und verantwortungsbewusst, dass die Betriebe ihr Ausbildungsangebot erweitert haben. Sie haben erkannt wie groß die demografische Veränderung bei der Zahl der Ausbildung Suchenden ist", so Steinherr.

Die Zahl der Ausbildung Suchenden lag im Juli bei 3.419. Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres waren es noch 4.336. Der Rückgang betrug -917. Dieser entsprach 21,1 Prozent. Gegenwärtig gibt es noch 1.142 unversorgte Lehrstellen Suchende.

"Die Demografie gibt uns eine klare Richtung vor. Die Situation auf dem Lehrstellenmarkt dreht sich immer mehr. Die Zahl der Ausbildung Suchenden wir immer kleiner. Über die Ausbildungsreife der jungen Leute allein zu diskutieren bringt uns nicht wirklich weiter. Fest steht, jeder Jugendliche bringt etwas mit. Keiner ist talentfrei. Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, die Begabungen zu suchen, zu fördern und jede und jeden auf ihrem Weg in den Beruf so gut wie möglich zu unterstützen. Dazu brauchen wir Unternehmen, die auch Risikobereitschaft mitbringen und den jungen Leuten, die bisher keine Lehrstelle gefunden haben, eine Chance geben. Ich sage aber auch und das sehr deutlich, die jungen Frauen und Männer sollten auch bereit sein, Alternativen zu ihren Traumberufen zu akzeptieren. Es kann nicht funktionieren, dass zwar jeder gerne Hamburger isst, aber keiner zeitig aufstehen will, um die Brötchen zu backen", ist Steinherr überzeugt.

Die Arbeitsagentur hält verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten bereit. Sie hilft bei der Ausbildungsvorbereitung mit einer Einstiegsqualifizierung oder während der Ausbildung mit Ausbildung begleitenden Hilfen.

"Unser Ziel bleibt bis Ende September, so viel als möglich junge Leute in Ausbildung zu vermitteln und damit auch so viel als möglich Ausbildungsstellen zu besetzen", macht Steinherr klar.

Freie Ausbildungsstellen im Agenturbezirk Leipzig gibt es noch in vielen Branchen. Zu finden sind diese und auch welche aus dem gesamten Bundesgebiet auf der Internetseite der Arbeitsagentur, www.arbeitsagentur.de und dort direkt in der JOBBÖRSE.

Interessierte Bewerberinnen und Bewerber, die sich gern durch die Agentur für Arbeit Leipzig zum Thema Ausbildung beraten lassen möchten, werden gebeten, über die Service-Hotline 01801 - 555 111* Kontakt aufzunehmen. *(3,9 Cent pro Minute aus dem Festnetz, Mobilfunk maximal 42 Cent pro Minute)

Neu ist: www.ich-bin-gut.de - Die neue Ausbildungskampagne der Bundesagentur für Arbeit. Schau doch mal rein.

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