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Pressemitteilung BoxID: 533543 (Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft e.V.)
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Wirtschaft sieht aktuelle Entwicklungspolitik mit Sorge

(lifePR) (München, ) Deutsche Unternehmen fordern eine strategischere und offensivere Außenwirtschaftspolitik für Afrika. Diese muss die Übernahme von Risiken durch staatliche Garantien in Afrika ausweiten. Außerdem kritisiert die Wirtschaft den aktuellen Kurs der Entwicklungspolitik der Bundesregierung.

"Wir hoffen, dass mit der jüngsten Entscheidung der Bundesregierung, die Deckungsmöglichkeiten durch Hermes-Bürgschaften für inzwischen weitere sechs Länder Subsahara-Afrikas zu öffnen, eine offensive Außenwirtschaftspolitik für den afrikanischen Kontinent eingeleitet worden ist", erklärte Stefan Liebing, Vorsitzender des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft, der die Interessen von über 600 deutschen Unternehmen mit Afrikaaktivitäten vertritt.

"Andere Länder sind uns bei der Risikoabsicherung immer noch weit voraus. Das gilt sowohl für die Auswahl der Länder, für die staatliche Garantien vergeben werden, als auch für die Garantiebedingungen selbst", so Liebing.

"Exportkredit- und Investitionsgarantien sind zentrale Instrumente zur Absicherung von Risiken im Afrikageschäft. Die Bundesregierung ist daher aufgefordert, sich im Rahmen der OECD weiterhin für die Verbesserung der Risikoeinstufung afrikanischer Länder einzusetzen. Darüber hinaus sollten in die allgemeine Deckungspolitik positive Entwicklungen und Prognosen hinsichtlich afrikanischer Länder noch stärker einfließen", forderte Liebing.

"Mit Sorge beobachten wir, dass die aktuelle Entwicklungspolitik der Förderung des wirtschaftlichen Engagements deutscher Firmen in Afrika wenig Bedeutung beimisst. Damit stellt sie sich außerhalb des eindeutigen internationalen Trends, der verstärkt auf die Hebelung wirtschaftlicher Aktivitäten setzt", kritisierte Liebing.

Deutsche Firmen schaffen im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit in Afrika viele Arbeitsplätze und ermöglichen höhere Sozialstandards, qualifizierte Ausbildung und mehr Umweltschutz. 200.000 Beschäftigte arbeiten auf dem Kontinent bereits für deutsche Firmen.

Am 25. Februar fand zum vierten Mal die vom Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft in Zusammenarbeit mit KPMG organisierte "Managing Risk in Africa"- Konferenz statt. Über 130 Teilnehmer informierten sich über Risikomanagement und Chancen auf dem afrikanischen Kontinent.