Das Altonaer Museum im Nationalsozialismus
Vortrag von Dr. Yvonne Robel, Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg
am Mittwoch, dem 18. Februar 2026 um 18 Uhr im Altonaer Museum
Eintritt frei!
Wie viele landeskundliche Museen setzte auch das Altonaer Museum seine Arbeit nach der Machtübergabe an die NSDAP 1933 relativ nahtlos fort. Viele seiner Themen und Ausstellungen erwiesen sich als äußerst anschlussfähig. Die damaligen Museumsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter füllten die neue politische Ordnung zugleich aktiv mit Inhalten und gestalteten kulturpolitische Entwicklungen mit. Dies lässt sich anhand von Quellen sowohl für die Personalsituation und den Arbeitsalltag vor Ort als auch für die Gestaltung der Dauer- und Wechselausstellungen sowie für museale Sammlungspolitiken sehr gut aufzeigen. Warum wurde z.B. im Altonaer Museum 1933 ein „jüdischer Kultraum“ entfernt? Was hatte die Eröffnung einer frühgeschichtlichen Abteilung im Jahr 1936 und deren Erfolg mit der nationalsozialistischen Ideologie zu tun? Welche Interessen und Selbstverständnisse prägten das Handeln der Mitarbeitenden? Und welchen Platz beanspruchte das Altonaer Museum nach dem 1937 erlassenen „Groß-Hamburg-Gesetzes“?
PD Dr. Yvonne Robel von der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg beleuchtet in ihrem Vortrag das ambivalente Agieren des Museums im Nationalsozialismus. Sie stellt die Ergebnisse eines Forschungsprojekts vor, das sich mit der Rolle und dem Selbstverständnis des Altonaer Museums und des Museums für Hamburgische Geschichte während der NS-Zeit befasst. Der Vortrag findet im Begleitprogramm zur aktuell im Hamburger Rathaus präsentierten Ausstellung „Kunst, Anpassung, Propaganda. Die Hamburger Kulturlandschaft im Nationalsozialismus“ statt.
Zum Vortrag von Yvonne Robel am Mittwoch, dem 18. Februar 2026 um 18 Uhr im Altonaer Museum lade ich Sie hiermit herzlich ein und freue mich, wenn Sie diese Veranstaltung im Rahmen ihrer redaktionellen Berichterstattung ankündigen können.