Damit will PEtra 50+ gezielt die demokratische Teilhabe älterer Frauen stärken, ihr Engagement sichtbar machen und sie dabei unterstützen, ihre Interessen selbstbewusst zu vertreten. Ausgangspunkt ist der Austausch über eine zentrale Frage: Wie kann ich dazu beitragen, dass meine Stadt oder mein Dorf lebenswerter, gerechter und zukunftsfähiger wird?
Zehn Pilot-Gruppen der Omas for Future in unterschiedlichen Regionen der Republik probieren zunächst aus, welche Strategien dabei am erfolgversprechendsten sind: die Regionalgruppen in Oelsnitz/Vogtland, Dresden, Potsdam, Leer, Schwelm, Freudenberg, Bad Kreuznach, Nahe-Glan, Aachen und Moers. Dort entstehen bereits geschützte Räume für Austausch, Vernetzung und gemeinsames Lernen: die Zukunftswerkstätten.
Sie sind ein zentrales Element von PEtra 50+. Hier sind alle interessierten Frauen willkommen. In moderierten Workshops entwickeln die Teilnehmerinnen gemeinsam Ideen für Projekte in ihrer Region. Die Werkstätten folgen dabei einem bewährten Drei-Phasen-Modell: In der ersten Phase identifizieren und sammeln sie Beispiele, wo vor Ort Veränderungen sinnvoll oder notwendig sind. Dann lassen sie ihrer Phantasie freien Lauf und entwickeln Zukunftsvisionen. Am Ende stehen konkrete, realistische Schritte, um das Ziel zu erreichen. Und diese Schritte gehen die Frauen dann gemeinsam. Bei Interesse an den Zukunftswerkstätten 2026 in Moers, Dresden und Bad Kreuznach einfach schreiben an: alexander.grafe@omasforfuture.de
„Ich erlebe immer wieder, wie viel Wissen, Lebenserfahrung und Gestaltungswillen in Frauen ab 50 steckt. PEtra 50+ gibt diesem Schatz Raum – und macht Mut, sich einzumischen, mitzureden und die Zukunft vor Ort aktiv mitzugestalten.“
Heike, Omas for Future Schwelm
Für Frauen in anderen Regionen werden zunächst Onlineworkshops zur Weiterbildungangeboten, z. B. zu Themen wie Gewaltfreie Kommunikation, Umgang mit Fake News etc. Die Teilnahme ist für die Omas for Future unabhängig vom Wohnort möglich
Um das Projekt breiter zu verankern suchen die Omas for Future außerdem gezielt nach Kooperationen mit Vereinen, Initiativen und Organisationen, die sich für Demokratieförderung einsetzen und in den genannten Fokusregionen aktiv sind. Gemeinsam sollen bestehende Netzwerke gestärkt und erweitert, neue Zielgruppen erreicht und insgesamt die demokratische Beteiligung vor Ort gefördert werden. Damit gehen die Omas for Future auch über ihre Kernzielgruppe hinaus und wollen alle Altersgruppen erreichen.
An Frauen der Generation 50+ richtet sich das Projekt PEtra 50+ deshalb in erster Linie, weil diese Bevölkerungsgruppe in politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenhängen meist stark unterrepräsentiert ist. Mit ihrem Projekt möchten die Omas for Future dazu beitragen, dass auch ältere Frauen ihre Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb der Demokratie erkennen und nutzen – für sich selbst, für ihre Gemeinden und für kommende Generationen.