Mittwoch, 07. Dezember 2016


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Runter mit dem Tempo: Langsamer führt oft schneller zum Ziel

fairkehr-Titelthema »Geschwindigkeit«

(lifePR) (Berlin, ) Im ICE mit 300 Stundenkilometern zwischen Frankfurt und Köln unterwegs sein, auf der Autobahn ohne Geschwindigkeitsbegrenzung seinem Ziel entgegen rasen: Obwohl es auf den erste Blick paradox erscheint, bedeutet schneller unterwegs zu sein nicht immer schneller ankommen. Integrierte Gesamtkonzepte und Geschwindigkeitsbegrenzungen führen oftmals besser zum Ziel, wie der Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. in der aktuellen Ausgabe seiner Mitgliederzeitschrift fairkehr aufzeigt.

Das Bahntempo ist ein Paradebeispiel: Seit 1994 wurden über 50 Milliarden Euro in die Schiene investiert, ein großer Teil davon in teure Hochgeschwindigkeitsstrecken wie etwa Frankfurt - Köln oder München - Nürnberg. Allerdings: *Geschwindigkeit und Zeitersparnis wachsen nicht proportional zueinander", bemerkt Michael Cramer, Grünen-Abgeordneter im Europäischen Parlament, in der fairkehr. Was hingegen mit höherem Tempo enorm steige, seien Energieverbrauch sowie Kosten für Lärmschutz und Sicherheit.

Für Reisende zählt letztlich nicht die Spitzengeschwindigkeit, sondern vielmehr die Gesamtreisedauer. *Wenn die Regionalbahn just in dem Moment abfährt, in dem der Schnellzug im Hauptbahnhof einläuft, nutzt den Fahrgästen das Reisen mit 250 km/h nichts", merkt VCD-Bahnreferentin Heidi Tischmann an. Die »Initiative Deutschlandtakt« fordert deshalb bundesweit aufeinander abgestimmte Anschlüsse für Busse und Bahnen - ähnlich wie in der Schweiz. Ein solcher integraler Taktfahrplan würde zum einen Fahrzeiten verkürzen, zum anderen könnten Investitionen ins Schienennetz effektiver und sinnvoller getätigt werden.

Auch auf Deutschlands Autobahnen wird nach wie vor dem Geschwindigkeitsrausch gefrönt, obwohl die Vorzüge von Tempo 120 auf der Hand liegen. *Es würden weniger Menschen bei Unfällen sterben, die Situation auf den Straßen würde sich entspannen und dem Klimaschutz wäre auch geholfen", stellt VCD-Bundesvorsitzender Michael Gehrmann in der fairkehr klar.

Gerade hohe Geschwindigkeitsunterschiede auf Autobahnen führen nämlich zu Staus. Dr. Karl Otto Schallaböck, stellvertretender Leiter der Forschungsgruppe »Zukünftige Energie- und Mobilitätsstrukturen« im Wuppertal Institut, verweist darauf, dass der Verkehrsfluss mit sinkendem und gleichmäßigerem Tempo ansteigt. Optimal für die Straßenauslastung seien Geschwindigkeiten zwischen 60 und 90 km/h. Ein Ende des deutschen Sonderweges in Sachen Tempolimit ließe somit mehr Menschen pünktlich und zudem weniger gestresst ankommen.

Alle Artikel zum Titelthema »Geschwindigkeit« lesen Sie in der Ausgabe 04/2008 der VCD-Mitgliederzeitschrift fairkehr, dem Magazin für Umwelt, Verkehr und Reisen. Bei Interesse senden wir Ihnen ein Rezensionsexemplar des Heftes gerne kostenfrei zu. Weitere Informa-tionen auch unter www.fairkehr.de.

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