Samstag, 03. Dezember 2016


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Erfolgreiche Partnerschaft von Schiene und Straße

Jeder zweite Neuwagen kommt per Bahn / Auch die Politik ist gefordert / 6. Europäischer Logistiktag auf der 62. IAA Nutzfahrzeuge

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) In der Nutzfahrzeugindustrie stehen die Zeichen auf Nachhaltigkeit. Davon können sich Besucher der 62. IAA Nutzfahrzeuge in Hannover überzeugen. Die Branche arbeitet jedoch nicht nur intensiv an der Effizienz, Umweltqualität und Sicherheit ihrer Produkte, sondern auch an der Nachhaltigkeit ihrer Logistik, vor allem beim Transport der Neufahrzeuge vom Werk zum Händler. Mit dem Thema "Neuwagenlogistik im Zeichen von Nachhaltigkeit und Effizienzgewinn" beschäftigte sich der 6. Europäische Logistiktag, eine Gemeinschaftsveranstaltung der Bundesvereinigung Logistik, des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) und der Deutschen Verkehrs-Zeitung, auf der IAA.

VDA-Geschäftsführer Dr. Kunibert Schmidt wies auf die Logistikleistung der Transpor-teure auf Straße und Schiene für die Hersteller hin. Täglich werden rund 17.000 Fahr-zeuge von den Fließbändern abgeholt und zum Händler gebracht. Dabei seien sehr hohe Qualitätsanforderungen und zeitliche Präzision gefordert. Dr. Schmidt hob hervor, dass die Hälfte aller Neuwagen über weite Strecken mit der Bahn transportiert wird: "Das ist Partnerschaft der Verkehrsträger in der Praxis."

Allerdings ist bei einer nachhaltigen Logistik auch die Politik gefordert, wenn es um höhere Fahrzeugauslastung und mehr Effizienz geht. Der VDA-Geschäftsführer begrüßte die vorgesehene Flexibilisierung der Ladelängen auf Autotransportern. Voraussichtlich ab 2009 wird es möglich sein, die zulässige Überlänge von 2 m allein für das Heck zu nutzen und so zusätzlichen Laderaum auszuschöpfen. Es wäre noch wesentlich hilfreicher, wenn die Politik die großen Vorteile erkennen würde, die in einer Anhebung der zulässigen Fahrzeughöhe von 4,0 auf 4,10 m liegen, sagte Dr. Schmidt.

Ein wichtiges Thema für die Transportlogistik im Neuwagenbereich ist die unterneh-mensübergreifende Harmonisierung von Standards. Fritz D. Mehrtens, Präsident der European Car Transport Group of Interest (ECG), sieht hier große Chancen für einen möglichen Effizienzgewinn. Es sei ein großer Aufwand für die Transporteure, sich für jeden einzelnen Fahrzeughersteller auditieren zu lassen. Mehrtens betonte die enge Verbindung zwischen Transporteffizienz und Umwelteffekt: "Wenn wir sparsam fah-ren, sparen wir nicht nur Kraftstoff, sondern auch CO2 und schonen dadurch die Um-welt." Mehrtens sieht größere Potenziale darin, den Straßengüterverkehr durch technisch hoch entwickelte und abgasoptimierte Fahrzeuge sowie geeignete Maßnahmen im Transportprozess umweltschonend zu gestalten als auf mehr Transporte durch die Bahn zu setzen. Die Bahn investiere nach wie vor zu wenig in innovative Technik, sagte Mehrtens.

Für Dr. Jörg Mosolf von der Spedition Horst Mosolf bedeutet Effizienz, "den jeweils richtigen Verkehrsträger für alle Strecken und Ladungen zu finden." Das Kirchheimer Unternehmen bewegt Ladung sowohl in eigenen Lkw und Bahnwaggons als auch auf eigenen Binnenschiffen. So werden Neuwagen auf der Straße in den Düsseldorfer Hafen gebracht, am Terminal auf das Binnenschiff umgeladen, nach Rotterdam befördert und dort nach Übersee verschifft. Mosolf machte deutlich, dass ein hoher Integrationsgrad der Transporte nur durch moderne Informations- und Kommunikationstechnik zu erreichen sei.

Die Möglichkeiten, die Bahn stärker in Transportprozesse zu integrieren, waren an-schließend Thema einer Podiumsdiskussion, an der auch Axel Marschall, Leiter Strategie Transport & Logistik der DB Mobility Logistics, teilnahm. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Thomas Wimmer, Vorsitzender der Geschäftsführung der BVL, und Björn Helmke, Chefredakteur der DVZ.

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