Dienstag, 17. Januar 2017


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Schnellerer Therapieerfolg möglich

UKE-Forscher erhält Preis der Stiftung Deutsche Depressionshilfe

(lifePR) (Hamburg, ) Der Psychiater und Psychotherapeut Priv.-Doz. Dr. Christian Otte vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) erhält den Forschungspreis 2009 der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Otte erhält den mit 5 000 Euro dotierten Preis unter anderem für den Nachweis, dass die Gabe eines Medikamentes, das die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol hemmt, zusätzlich zur antidepressiven Standardtherapie in den ersten drei Wochen, den Therapieerfolg bei Depression beschleunigt.

Bei depressiven Patienten schüttet die Nebennierenrinde vermehrt das körpereigene Stresshormon Cortisol aus. Priv.-Doz. Dr. Christian Otte, Klinik und Poliklink für Psychiatrie und Psychotherapie des UKE, wies nach, dass ein erhöhter Cortisol-Spiegel bei depressiven Patienten zu schlechterer Gedächtnisleistung führt. Darüber hinaus konnte er zeigen, dass Cortisol bei depressiven Frauen das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung steigert. Die Gabe eines Medikamentes, das die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol hemmt, zusätzlich zur antidepressiven Standardtherapie in den ersten drei Wochen bewirkte, dass die Therapie schneller wirkte. Welche Konsequenzen diese Ergebnisse für die zukünftige Behandlung von depressiven Patienten haben, wird Otte in weitergehenden Studien untersuchen.

Depressionen gehören zu den häufigsten Erkrankungen, sind mit großem Leiden verbunden und verlaufen oft tödlich. Obwohl es wirksame Behandlungen gibt, wird nur eine Minderheit der Betroffenen optimal behandelt. Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe hat den Forschungspreis über 5 000 Euro in diesem Jahr erstmals ausgeschrieben. Mit ihm werden Forschungsarbeiten ausgezeichnet, die anwendungsnah und innovativ dazu beitragen, die Situation von Betroffenen zu verbessern. "Wir müssen diese furchtbare Krankheit von der Stigmatisierung befreien und alles dafür tun, dass die an Depression Erkrankten den Weg zurück ins Leben finden - über Forschung, Austausch, kompetente Hilfe und Therapie vor Ort", sagt der Hamburger Stiftungsvorstand Holger Reiners.

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