Mittwoch, 07. Dezember 2016


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Das Grauen hat einen Namen: John Frizzell bei SoundTrack_Cologne

Vollständiges Programm jetzt online

(lifePR) (Köln, ) John Frizzell ist der Mann, der dem ALIEN noch in der vierten Generation neue Angst einjagte: der Hollywoodkomponist ist einer der Gäste von SoundTrack_Cologne 6.0 - neben Marcel Barsotti, der derzeit die Kassen mit DIE PÄPSTIN zum Klingeln bringt, Niki Reiser, dem Schweizer, der jedes Jahr aufs Neue den Deutschen Filmpreis gewinnt (zuletzt für IM WINTER EIN JAHR), Peter Thomas, der noch mit 84 Jahren auf RAUMPATROUILLE geht - und Irmin Schmidt, dem diesjährigen Ehrenpreisträger, dessen Klänge u.a. in SCHNEELAND tiefe Eindrücke hinterließen. Als Referenten und Gesprächsgäste werden knapp 40 Filmkomponisten und 20 Regisseure, darunter Michael Glawogger, Romuald Karmakar, Ignas Miskinis und Jesse Hartman, in Köln vom 19. bis 22.

November 2009 erwartet. Das Beste aus der Verbindung von Film und Musik
- mit mehr als 30 Talk-Veranstaltungen und 30 Filmprogrammen, darunter neun Deutschlandpremieren. Das ausführliche Programm gibt es nun online unter http://www.soundtrackcologne.de/programm.htm.

Virtuose des Schreckens: John Frizzell

"Fürchterlich", "schrecklich", "grauenerregend" - das sind Attribute, die der Arbeit von John Frizzell anhaften. Der diesjährige SoundTrack_Cologne-Gast aus Hollywood gilt aufgrund seiner spektakulären Orchestrierungen, des Flirts mit kühlen elektronischen Klängen und Credits wie ALIEN: RESURRECTION, GHOST SHIP und THE REAPING als Thriller- und Horrorspezialist. Dabei ist der Meister des Schreckens ein fürchterlich netter Kollege - und einer, der gerne bereit ist, andere teilhaben zu lassen an seinen Erfahrungen. Dazu wird es reichlich Gelegenheit geben: in einer Master Class und in einem ausführlichen Werkstattgespräch, das der deutsche Filmkomponist und Fachbuchautor Andreas Weidinger moderiert.

Dabei wird es sicherlich auch wieder Beängstigendes geben, denn obwohl Frizzell, der mit James Newton Howard, Ryuichi Sakamoto und Randy Edelman zusammenarbeitete, auch Komödien (BEAVIS AND BUTTHEAD, TÖTET MRS. TINGLE!), Art House-Filme und Dramen vertonte, kommt er doch immer wieder zurück zum Abgründigen. Soeben hat Frizzell u.a. den Score für LEGION fertiggestellt, ein apokalyptisches Actionspektakel mit Dennis Quaid und Paul Bettany. Ebenfalls zu seinen jüngeren Arbeiten gehörte die Musik zu dem Antarktis-Thriller WHITEOUT mit Kate Beckinsale, über die ein US-Kritiker knapp befand: "A damn good thriller score!"

Prädikat Wertvoll: DIE PÄPSTIN

Eine große Ehre gibt uns Marcel Barsotti, einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Filmkomponisten, in dessen Filmografie DEUTSCHLAND -- EIN SOMMERMÄRCHEN und DER SEEWOLF nur die jüngeren Erfolge ausmachen:

Bei SoundTrack_Cologne 6.0 ist Barsotti mit einem Film zu Gast, der bereits die magische Grenze von 1.000.000 Zuschauer weit hinter sich gelassen hat - DIE PÄPSTIN, Sönke Wortmanns Romanadaption. Zehn Monate intensiver Arbeit wandte Barsotti für den Film auf, schrieb die ersten Musiken allein auf Basis des Romans und arbeitete schlussendlich mit rund 180 Musikern und Sängern. Das kann kein Komponist allein stemmen, daher bringt Marcel Barsotti zwei seiner wichtigsten Mitarbeiter im Produktionsteam mit: Frank Strobel, einen der erfolgreichsten und bekanntesten deutschen Filmmusikdirigenten, und Ferran Cruixent, der als Orchestrator für Barsotti den Überblick über die Arrangements behielt.

Wer hat's erfunden ... Niki Reiser

Sollte die LOLA jemals umbenannt werden, müsste sie fortan NIKI heißen:

Niki Reiser (JENSEITS DER STILLE, MESCHUGGE, ALLES AUFZUCKER, NIRGENDWO IN AFRIKA) ist nicht nur einer der Komponisten, die es verstehen, den Menschen im Kino intensive und unvergessliche Momente zu bescheren, sondern er ist auch einer der ganz wenigen Filmkomponisten in Deutschland, bei denen "Filmkomponist" nicht gleichzusetzen ist mit

"Fernsehkomponist". Das ist nicht unbedingt ein Qualitätsunterschied, ganz sicher aber einer der Arbeitsbedingungen. Über die hat Reiser bei SoundTrack_Cologne bereits 2007 berichtet -- wir freuen uns, dass die Deutsche Filmakademie ihren leisen Star in diesem Jahr erneut als ihren Preisträger zu uns entsendet, um im Kino live zum Film seine Musik zu IM WINTER EIN JAHR zu kommentieren.

Score in Space: Peter Thomas

Nachdem Peter Thomas im vergangenen Jahr den Ehrenpreis von SoundTrack_Cologne erhalten hat, muss man ihn in Köln eigentlich niemandem mehr vorstellen. Für den Rest der Welt gilt das sowieso:

Thomas' filmmusikalisches Schaffen (DER HEXER, RAUMPATROUILLE ORION, JERRY COTTON) hinterlässt Spuren in der Filmmusik; wie kaum ein anderer Kollege wird er gekannt, erkannt und verehrt, und das von Kollegen wie Clint Mansell, Mike Patton oder David Holmes oder auch von Bewunderern wie George Clooney: Das spricht für sich. Nach Köln kommt er u.a. zur Vorstellung seiner Biografie und zum des neu aufgelegten Orion-Soundtracks. Denn wenige Tage vor seinem 84. Geburtstag erscheint nun eine umfassende Würdigung des Lebenswerks als Biografie, begleitet von einer auf 1.000 Stück limitierten und handsignierten Sammler-Ausgabe des Raumpatrouille-Orion-Soundtracks auf Vinyl sowie einer Soundtrack-CD mit unveröffentlichten Original-Tracks. Peter Thomas lässt es sich nicht nehmen, das Buch und den Soundtrack persönlich vorzustellen.

Yes, we CAN: Irmin Schmidt

Ob in Geißendörfers SCHNEELAND oder Wenders' PALERMO SHOOTING: Auch den Ehrenpreisträger 2009 muss man kaum vorstellen -- vor allem aber nicht in Köln. Irmin Schmidt, studierter Komponist, Mitbegründer von Can, erfolgreicher Film- und Fernsehkomponist, kann eine Veröffentlichungsliste vorweisen, die so manchen Kollegen erblassen lässt. So viel und so gut, und immer eigen, unverwechselbar, der Sache und nicht dem Status verpflichtet: Wenn das keinen Ehrenpreis rechtfertigt ... Im Gespräch mit Daniel Müller gewährt Schmidt Einblick in sein Schaffen.

Auf der anderen Seite: Regisseure bei SoundTrack_Cologne 6.0

Warum Regisseure sich überhaupt mit Komponisten abgeben sollten (und wie), das ist Thema eines Workshops bei SoundTrack_Cologne 6.0. Diese Frage haben die etwas erfahreneren Filmemacher für sich meist gelöst:

Sie haben Partner gefunden für die Musik oder persönliche Strategien für die musikalische Arbeit -- oder sie komponieren ihre Filmmusik gleich selbst.

So wie Jesse Hartman, der in seinem Indie-Rock'n'Roll-Film HOUSE OF SATISFACTION gleich auch noch die Hauptrolle mit übernahm. Er wird seine Arbeit im Anschluss ans Screening im Gespräch vorstellen - und es hält sich hartnäckig das Gerücht, er habe nach einer Gitarre gefragt ...

Ganz anders Michael Glawogger, der sich für sein VATERSPIEL der künstlerischen Mitwirkung der Neutönerin Olga Neuwirth versicherte. Er wird die gemeinsame Arbeit im Gespräch mit Filmjournalist Olaf Möller erläutern.

Romuald Karmakar setzt mit VILLALOBOS einer Ikone der DJ-Szene ein Denkmal. Ein Film über Musik, eine Doku zumal - insofern Film und Musik unter anderen Vorzeichen. Der Regisseur wird diese zu deuten wissen - im Gespräch mit Olaf Möller.

Regisseur Ignas Miskinis aus Litauen und Produzentin Dagmar Niehage aus Köln haben mit LOW LIGHTS einen bereits vor dem Kinostart vielbeachteten Film geschaffen: Festivalteilnahmen u.a. in Karlovy Vary, Pusan, Warschau, Sevilla, Leeds lassen hoffen, dass das atmosphärische urbane Roadmovie seine Anhängerschaft in Europa finden dürfte. Im Werkstattgespräch erläutern Regisseur Miskinis und Komponist Markus Aust Konzeption und Produktion der Musik. In einem weiteren Workshop führt das Sounddesign-Team ein in die tiefen Schichten der Tongestaltung des Films.

Mit Claudia Buthenhoff-Duffy betritt eine Regiedebütantin mit einer Erstaufführung die Bühne. Ihr KRZYSTOF KOMEDA - SOUNDTRACK FÜR EIN LEBEN ist der Versuch, das kurze und bewegte Leben und erstaunliche und inspirierende Werk eines zutiefst menschenfreundlichen Genies in Kongruenz zu bringen. Das ist auch filmmusikalisch interessant: Die künstlerische Dokumentation über einen der bedeutendsten Filmkomponisten des 20. Jahrhunderts sollte eine neue Musik erhalten. Komposition über einen Komponisten? Wie (und ob) das geht, verraten die Regisseurin und die Komponisten Andreas Hornschuh und Matthias Hornschuh im Gespräch mit Horst Peter Koll.

Ebenfalls von der Faszination für einen Komponisten getrieben ist das Projekt VARÈSE - THE ONE ALL ALONE. Filmemacher Frank Scheffer veranschaulicht die Klangwelt des Musikvisionärs - auch im Gespräch.

Die japanischen Musiker und Protagonisten des Films von Cédric Dupire und Gaspard Kuentz schließlich stellen sich manche Frage gar nicht erst.

Ob auf dem Schrottplatz oder im High End Studio: WE DON'T CARE ABOUT MUSIC ANYWAY. Das ist doch immerhin eine Ansage. Warten wir ab, ob das Cédric Dupire und Gaspard Kuentz im Gespräch genauso sehen.

SoundTrack_Cologne 6.0 wird gefördert (Stand 10.11.09) vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Stadt Köln, RheinEnergieStiftung Kultur, Filmstiftung NRW; unterstützt von der Landesanstalt für Medien NRW, NRW KULTURsekretariat, Landesmusikrat NRW, WDR Rundfunkorchester Köln, WDR mediagroup licensing GmbH, WDR 3 open:

FreiRaum, GEMA, MEDIA Antenne Düsseldorf, RuhrSound Studios, Enterprises Sonor, Universal Publishing Production Music, SoundVision GmbH, Dolby, HK Audio, mediamusic e.V. Berufsverband Medienmusik, SkodaAuto Deutschland, VUT - Verband unabhängiger Musikunternehmen e.V., c/o pop, CINEPÄNZ Kölner Kinderfilmfest, cinema musica, Kölnischer Kunstverein, Filmclub 813, Gloria Theate Choices.

Das Filmprogramm SEE THE SOUND von SoundTrack_Cologne wird gefördert von ON - Neue Musik Köln, Stadt Köln und SK Stiftung Kultur. ON - Neue Musik Köln wird gefördert durch das Netzwerk Neue Musik, ein Förderprojekt der Kulturstiftung des Bundes, sowie durch die Stadt Köln und die RheinEnergieStiftung Kultur.

Die folgenden Kooperationspartner steuern Programme bei: UNLIMITED Europäisches Kurzfilmfestival Köln, Cologne Conference, Silent Movie Theatre Cologne, KölnMusik, VIDEONALE Bonn, exposed - festival für erste filme Köln, Musiclip Festival Internacional de la Música, las Artes Audiovisuales y el Videoclip de Barcelona, Association Regard Indépendant Nice, VISUAL SOUNDS Festival Musik intermedial Köln.

SoundTrack_Cologne 6.0 Akkreditierung unter www.soundtrackcologne.de
alle Veranstaltungen inklusiv Preisverleihung und Party:
Vollakkreditierung Early Bird bis 30.9.: 60 Euro Vollakkreditierung ab 1.10.: 90 Euro Mitglieder kooperierender Verbände: 60 Euro | Early Bird 50 Euro Studenten: 25 Euro | Early Bird 20 Euro Tageskarte: 35 Euro | Studenten 15 Euro

PUBLIC: das Filmprogramm SEE THE SOUND, alle mit PUBLIC gekennzeichneten Veranstaltungen im Kongress sowie das Filmprogramm von UNLIMITED:
PUBLIC 4 All (incl. SoundTrack_Cologne 6.0 Party): 25 Euro.
PUBLIC Einzeltickets: 5 Euro SoundTrack_Cologne 6.0 Party: 10 Euro
Presseakkreditierung: E-mail an presse@soundtrackcologne.de
Kongresszentrum: Kölnischer Kunstverein, Die Brücke, Hahnenstraße 6, 50667 Köln U-Bahn: Neumarkt oder Rudolfplatz

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