Sonntag, 11. Dezember 2016


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Premiere von Siemens-Fahrwerk Syntegra in der Münchner U-Bahn

Praxistest im Fahrgastbetrieb

(lifePR) (München, ) Siemens und die Stadtwerke München (SWM) / Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG)läuten eine neue Ära in der Bahntechnik ein: Seit heute setzen SWM/MVG das neue Triebfahrwerk Syntegra erstmals im Fahrgastbetrieb der U-Bahn ein. Syntegra verbindet Antrieb, Fahrwerk und Bremse zu einer weltweit einzigartigen Gesamteinheit. Das System der Division Mobility der Siemens AG hat nicht nur einen höheren Wirkungsgrad als konventionelle Antriebe, sondernspart zusätzlich Gewicht und damit Energie.

"Syntegra begründet einen Generationswechsel bei Triebfahrwerken für Schienenfahrzeuge. Es ist ein Beweis dafür, dass technologischer Fortschritt der richtige Weg ist, Mobilität zu garantieren und gleichzeitig die Umwelt zu schonen", sagte Hans-Jörg Grundmann, CEO von Siemens Mobility.Günter Pedall, Spartenleiter U-Bahn bei SWM/MVG, erklärte: "Wir unterstützen Siemens sehr gerne bei der Erprobung des neuen energieeffizienten Antriebskonzepts. Als einer der größten U-Bahnbetreiber Deutschlands ist uns daran gelegen, innovative Technologien zeitnah für die Praxis verfügbar zu machen, wenn sich diese im Langzeittest bewähren."

Syntegra ersetzt den heutigen, mechanisch sehr komplexen Traktionsantrieb durch einen im Aufbau sehr einfachen, getriebelosen Drehstromantrieb. Der Gewichtsvorteil gegenüber einem konventionellen Metro-Fahrwerk liegt bei bis zu 30 Prozent. Für Betreiber resultiert daraus eine deutliche Energieersparnis - Siemens erwartet eine Reduktion um bis zu 20 Prozent. Die höhere Wirtschaftlichkeit geht einher mit einer weiteren Verbesserung der Umweltbilanz der U-Bahn, die bereits bei herkömmlichen Antrieben äußerst positiv ausfällt: Ihre CO2-Effizienz ist bei durchschnittlicher Auslastung rund 8,7 Mal besser ist als bei einem PKW, der im statistischen Durchschnitt mit 1,2 Personen besetzt ist. Mit Syntegra setzt Siemens seine Strategie zur konsequenten Entwicklung umweltfreundlicher Technologien fort. Mit seinem Umweltportfolio erwirtschaftete das Unternehmen bereits im Geschäftsjahr 2007 einen Umsatz von 17 Milliarden Euro; 2011 werden 25 Milliarden Euro angestrebt.

Bei dem Siemens-Testzug handelt es sich um einen Doppeltriebwagen vom Typ B, von dem ein Wagen mit zwei Syntegra-Fahrwerken ausgestattet ist. Er wird im Verbund mit zwei herkömmlichen Doppeltriebwagen - also als Teil eines normalen Langzuges - im Fahrgastbetrieb eingesetzt. Spezielle Messeinrichtungen dokumentieren die Performance des Testwagens in allen Details. Die Auswertung nehmen Siemens und SWM/MVG gemeinsam vor. Fahrgäste dürften zunächst keinen großen Unterschied zu herkömmlichen U-Bahnwagen feststellen. Auffällig ist lediglich die Beklebung des Wagens, die auf das innovative Innenleben aufmerksam macht.Siemens rechnet damit, dass die Serienreife von Syntegra in zwei Jahren erreicht werden kann.

2007 hatte Siemens für die Neuentwicklung den Innovationspreis "Intelligenz für Verkehr und Logistik" erhalten. Mit dem Preis werden Unternehmen ausgezeichnet, die durch innovative Produkte oder Dienstleistungen einen besonderen Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaftswachstum, zur Sicherung von Arbeitsplätzen sowie zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Wirtschaft leisten.

Weitere Informationen zum Syntegra-Triebfahrwerk unter: www.siemens.de/syntegra

Der Industry Sector (Erlangen) der Siemens AG ist der weltweit führende Anbieter von Produktions-, Transport- und Gebäudetechnik. Mit durchgängigen Hardware- und Software-Technologien und umfassendem Branchenlösungen steigert Siemens die Produktivität und Effizienz seiner Kunden aus Industrie und Infrastruktur. Der Sektor besteht aus den sechs Divisionen Building Technologies, Industry Automation, Industry Solutions, Mobility, Drive Technologies und Osram. Mit weltweit rund 209 000 Mitarbeitern erzielte Siemens Industry im Geschäftjahr 2007 einen Umsatz von etwa 40 Milliarden Euro (pro forma, unkonsolidiert). www.siemens.com/industry

Die Mobility Division (Erlangen) ist der international führende Transport- und Logistik-Lösungsanbieter. Mit dem Ansatz "Complete mobility" verfolgt die Division das Ziel, unterschiedliche Verkehrssysteme miteinander zu vernetzen, um Menschen und Güter effizient zu transportieren. Complete mobility vereint dabei Kompetenzen bei Betriebsführungssystemen für Bahn- und Straßenverkehrstechnik mit Lösungen bei Flughafenlogistik, Postautomatisierung und Bahnelektrifizierung sowie Schienenfahrzeugen im Nah-, Regional- und Fernverkehr und zukunftsorientierte Servicekonzepte. www.siemens.com/mobility Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) ist eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke München (SWM).

Das zweitgrößte kommunale Verkehrsunternehmen in Deutschland hält München jeden Tag rund um die Uhr mobil. Rund 580 U-Bahnwagen, 92 Straßenbahnzüge und 400 Busse fahren in fast jeden Winkel der Stadt.

Dank ihres niedrigen Energieverbrauchs und der geringen Schadstoffemissionen tragen MVG-Verkehrsmittel nachhaltig zum Klimaschutz in München bei. Rund 480 Millionen Menschen nutzen U-Bahn, Bus und Tram pro Jahr. Das leistungsstarke MVG-Netz besteht aus mehr als 90 Linien und über 1.100 Haltestellen auf rund 600 Kilometer Länge. www.mvg-mobil.de

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