Montag, 05. Dezember 2016


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Bundesregierung besorgt: Hohe Energiepreise machen der Tourismuswirtschaft stark zu schaffen

(lifePR) (Köln, ) Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Ernst Hinsken, MdB, hatte am 6. August 2008 zu einem Gespräch mit den Spitzenverbänden der deutschen Tourismuswirtschaft und den für Tourismuspolitik maßgeblichen Beamten ins Bundeswirtschaftsministerium in Berlin geladen. Zentrales Thema waren die hohen Rohstoffpreise, die die Konjunktur, die Unternehmen und die Menschen im Land belasten.

Die Situation der Bustouristik vertraten im Auftrag des RDA-Präsidenten RDARechtsberaterin Brigitte Bech-Schröder und Hermann Meyering, stellvertretender Ausschussvorsitzender des RDA/gbk-Ausschusses Güteklassifizierung und Qualitätssicherung. Sie machten deutlich, dass die hohen Treibstoffkosten den Reisebusunternehmen das Leben schwer machen und zur Zeit die Stimmung noch besser sei, als die Lage. Hinsken stellte fest, dass die Auswirkungen der hohen Energiepreise auch auf die Kaufkraft der Verbraucher nicht wegdiskutiert werden könne. Er rechnet damit, dass vermehrt Bürger auf ihre Urlaubsreise verzichten und zuhause bleiben. Dem schlossen sich Bech-Schröder und Meyering für die Bustouristik an, denn gerade die Zweit- oder Drittreise werde häufig mit dem Bus unternommen, und auf die werde dann am ehesten verzichtet.

"Eine Weitergabe der steigenden Kosten an den Buskunden ist für viele Unternehmen unvermeidbar", prognostizierten die RDA-Vertreter. Hinzu kommen, durch die Überregulierung der Branche, die mangelnden Flexibilisierungsmöglichkeiten. So bindet im Reiseverkehr die Pauschalreiserichtlinie die Reiseveranstalter vier Monate an die bestätigten Preise. Meyering schilderte den Teilnehmern die derzeitige brisante Situation der Bustouristik anhand der konkreten Auswirkungen auf sein Unternehmen.

"Auch die Einfahrbedingungen in die Umweltzonen machen dem Busgewerbe Sorgen und schädigen letztendlich unmittelbar den Städtetourismus", wies Bech-Schröder auf eine weitere Benachteiligung der Branche hin. Selbst ältere Reisebusse, die noch nicht über moderne schadstoffreduzierte Motoren verfügen, belasten die Umwelt in den Städten weniger als etwa 20 - 30 Pkw (mit neuesten Motoren), die die gleiche Anzahl an Personen befördern. Den Städten müsse aber auch klar sein, dass Busreiseveranstalter maßgeblich zum Städtetourismus beitragen und für erhebliche Umsätze in Hotellerie und Gastronomie aber auch dem Einzelhandel sorgen. Im aktuellen DIHK Saisonbarometer geben 43% der befragten Omnibusunternehmen an, dass sie massiv von den Rahmenbedingungen für die Einfahrt in die Umweltzonen betroffen sind. Bech-Schröder forderte das BMWi eindringlich auf, sich bei den Ländern für einheitliche Ausnahmeregelungen und längerfristige Übergangsregelungen einzusetzen. Gesetzgeber und Politik sollten die Busreisebranche nicht durch unsinnige Maßnahmen weiter und zusätzlich belasten.

Nachhaltig wurden die Stellungnahmen der gesamten Tourismuswirtschaft diskutiert. Eine Blitzumfrage des DIHK im Vorfeld des Treffens hat überdies die Alarmsignale der Tourismuswirtschaft bestätigt, insbesondere auch im Hinblick auf die sich abzeichnende Veränderung der Branchenstruktur.

Sieben Prozent des Mineralöls verpuffen in Staus. Aus diesem Grund wurden von den Teilnehmern auch Maßnahmen zur Reduzierung von Verkehrsstaus, schnellere Stauwarnungen und ein besseres Baustellenmanagement gefordert. Letztlich kommt es aber für die Tourismuskonjunktur auch darauf an, jetzt nicht etwa Verunsicherungen zu schüren, so der Tourismusbeauftragte Hinsken. Wichtig sei, "dass die Menschen weiterhin Vertrauen in die Tourismuswirtschaft haben und eine Politik gemacht wird, die dem kleinen Mann mehr Geld in die Tasche bringt, damit auch er nicht verzichten, sondern sich auch zukünftig auf den Urlaub freuen kann."

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