Samstag, 03. Dezember 2016


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Autobahn- und Straßenmeistereien für den Winter gerüstet

Staatssekretär Rudolf Köberle: "Jeder Verkehrsteilnehmer sollte sein Fahrzeug wintertauglich machen und bei Schnee und Eis besonders vorsichtig fahren"

(lifePR) (Stuttgart, ) "Die Straßen- und Autobahnmeistereien sind auf die kalte Jahreszeit gut vorbereitet. Aber obwohl die Straßenwärter professionell arbeiten und alles tun, um auch bei Schnee und Eis reibungslosen und vor allem sicheren Verkehr auf den Straßen im Land zu gewährleisten, können die Autofahrer keine sommerlichen Straßenverhältnisse erwarten. Ich appelliere an alle Autofahrer, ihre Fahrzeuge wintertauglich auszurüsten und ihr Fahrverhalten immer der Situation anzupassen." Das sagte Verkehrsstaatssekretär Rudolf Köberle am Montag, 9. November 2009, in Stuttgart.

Winterreifen und in Hochlagen auch Schneeketten sollten jetzt eine Selbstverständlichkeit sein. Bei extremen winterlichen Verkehrsverhältnissen sollten die Verkehrsteilnehmer das Fahrzeug auch einmal stehen lassen. Besondere Vorsicht sei auf Brücken und schattigen Waldstrecken geboten. Auch Kuppen, Kurven und Gefällstrecken verlangten im Winter eine höhere Aufmerksamkeit und eine der Glättegefahr angepasste Fahrweise. "Nutzen Sie den öffentlichen Personennahverkehr oder verschieben Sie nicht ganz so dringende Fahrten. Dann helfen Sie bei extremen Schneefällen oder Eisregen mit, ein Verkehrschaos zu vermeiden", sagte Köberle.

Auf dem über 1.000 Kilometer langen Autobahnnetz biete die Straßenbauverwaltung des Landes Baden-Württemberg einen Winterdienstservice rund um die Uhr an. Bei Autobahnmeistereien gebe es bei winterlichen Verhältnissen nachts Arbeitsbereitschaften, um sicherzustellen, dass die Autobahnen 24 Stunden täglich befahrbar blieben. Im über 25.000 Kilometer langen Netz der Bundes-, Landes- und Kreisstraßen liege die Verantwortung bei den Landratsämtern und Stadtkreisen. Der Winterdienst der Straßenmeistereien beginne in den frühen Morgenstunden meist gegen 4.00 Uhr, damit die betreuten Straßen regelmäßig ab 6.00 Uhr befahrbar seien. Er ende in der Regel um 22.00 Uhr. Bei unsicherer Wetterlage richteten die Straßenmeistereien in diesem Zeitraum Rufbereitschaften ein, um schnell einsatzbereit zu sein. Unterstützt würden die Autobahnmeistereien und Straßenmeistereien durch das Straßenwetterinformationssystem und örtliche Glättemeldeanlagen. Innerorts liege die Verantwortung für den Winterdienst auf den Bundes-, Landes- und Kreisstraßen bei den Städten und Gemeinden, die von den Straßenmeistereien der Landratsämter nach besten Kräften unterstützt würden.

Trotz einer großen Zahl an Winterdienstfahrzeugen könne bei flächendeckender Schnee- und Eisglätte jedoch nicht immer und überall gleichzeitig geräumt und gestreut werden. Dies wirke sich vor allem während der Hauptverkehrszeiten oder auf der Fahrt in die Wintersportgebiete aus. Selbst auf hochbelasteten Verkehrsachsen wie den Autobahnen, deren Leistungsfähigkeit bei winterlichen Verhältnissen erheblich zurückgehe, seien bei starkem Schneefall zeitweise Verkehrsbehinderungen nicht immer zu vermeiden. Oft würden bereits einzelne liegengebliebene Fahrzeuge bei plötzlicher Eisglätte den gesamten Verkehr zum Stillstand bringen. Wichtig sei daher, unbedingt Fahrgassen für die Räumfahrzeuge freizuhalten. "Damit der Umweltschutz nicht auf der Strecke bleibt, gilt die Devise: So viel Salz wie nötig und so wenig wie möglich", betonte Köberle.

Bei plötzlichen Wintereinbrüchen sei auch in diesem Jahr auf den Autobahnen im Land an Steigungsstrecken wie der A 8 am Albaufstieg die sogenannte Blockabfertigung vorgesehen. Zusammen mit Bayern und Nordrhein- Westfalen nehme das Land an einem Pilotprojekt des Bundes teil, das unter Beteiligung der Bundesanstalt für Straßenwesen und der Universität Karlsruhe die sogenannte Blockabfertigung von Lkws untersuche. Bereits im vergangenen Jahr sei der Pilotversuch angelaufen, witterungsbedingt sei die Blockabfertigung aber nicht zum Einsatz gekommen.

In Baden-Württemberg wurde bereits im vergangenen Jahr eine Arbeitsgruppe aus Polizei, Straßenbetriebsdienst, Verkehrsbehörden und der Universität Karlsruhe eingerichtet, die den Pilotversuch für den Winter 2008/2009 ausgearbeitet hatte. Im vergangenen Winter kam die Blockabfertigung witterungsbedingt aber nicht zum Einsatz. Beim ersten Wintereinbruch in diesem Jahr werden Autobahnpolizei und Autobahnmeisterei das neue Vorgehen erproben.

Die Bundesanstalt für Straßenwesen mit Sitz in Bergisch Gladbach ist ein Forschungsinstitut im Geschäftsbereich des Ministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

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