Sonntag, 04. Dezember 2016


A8-Ausbau: "Schwärmen hilft nicht weiter"

(lifePR) (Pforzheim, ) Die Diskussion um den Ausbau der A8 im Enztal erweckt den Eindruck, dass der zeitnahe Autobahnbau für die Wirtschaft keine Bedeutung habe. Die IHK Nordschwarzwald hat in ihren Stellungnahmen zum Ausbau der A8 zwischen Pforzheim-Nord und Pforzheim-Süd wiederholt auf die herausragende Bedeutung der Autobahn für die Unternehmen der Region hingewiesen. Ein weiter verzögerter Ausbau beeinträchtigt erheblich das Image der Region als Wirtschaftsstandort, die Standortqualität für die ansässigen Unternehmen und die Zukunftschancen der Region und aller ihrer Bürger.

Von einzelnen Stimmen wird der Baubeginn beliebig immer weiter in die Zukunft verschoben, scheinbar vergessend, dass jeder Tag, den die A8 später ausgebaut wird, bei den Unternehmen hohe Kosten verursacht. Ebenso die Diskussion über eine Brückenlösung, bei der auch in Kauf genommen wird, dass die Anschlussstelle Pforzheim-Ost entfällt und damit der gesamte östliche Enzkreis bis Vaihingen und Ludwigsburg von der A8 abgehängt würde.

Die IHK hat sich in ihren Stellungnahmen an das Regierungspräsidium Karlusruhe immer dafür ausgesprochen, die berechtigten Anforderungen der Anwohner auf gesunde Wohnverhältnisse beim Ausbau zu berücksichtigen. Hier ist vieles beachtet und umfassende Abwägung und Priorisierung vorgenommen worden.

Seriöse Konzepte müssen immer in einem ausgewogenen Nutzen-Kosten-Verhätnis stehen. Immer wird es Detailpunkte geben, die für sich gesehen vermeintlich besser gelöst werden könnten. Jeder müsse sich aber die Frage stellen: Was bringt es an Nutzen. Schwärmerische Ansichten von weitläufigen Brücken, Tunnelverlängerungen ohne Bezug zu Finanzierungsmitteln und Forderungen ohne Ansehen des rechtlichen Planungsrahmens sind kein hilfreicher Beitrag zur Lösung des konkreten Verkehrs-problems.

Die IHK weist darauf hin, dass im Verhältnis zur Planung von 2005 die neu vorliegende Lösung mit dem Tunnel als Kernbestandteil des verbesserten Schallschutzkonzeptes bereits über 25 Mio. Euro mehr kostet. Das ist immerhin eine Steigerung um über 40 Prozent zu den ursprünglichen Kosten. Irgendwann ist einmal der Grenznutzen erreicht.

Der A8-Ausbau steht bundesweit im Finanzierungswettbewerb mit anderen ebenso drängenden Verkehrsprojekten. Überzogene Forderungen riskieren, dass die Realisierung des Projekts auf unbestimmte Zeit verschoben wird. Zum Schaden der täglichen Autobahnnutzer, der Wirtschaft und der Menschen der Region und insbesondere der Anwohner.

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