Dienstag, 24. Januar 2017


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IHK zieht erfolgreiche Zwischenbilanz im Projekt "Unternehmenssicherung"

142 Betriebe mit 3.500 Arbeitskräften gerettet

(lifePR) (Erfurt, ) Schon mit Beginn der Wirtschafts- und Finanzkrise startete die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt im Oktober 2008 das Projekt "Unternehmenssicherung". Über die eigens hierfür eingerichtete Hotline meldeten sich in den vergangenen Monaten fast 200 Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten und wurden in das gemeinsame Projekt mit der KfW-Mittelstandsbank aufgenommen.

"Schwerpunkt unserer Bemühungen war überwiegend die Liquiditätssicherung und finanzielle Stabilisierung der Unternehmen", fasst IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser zusammen. Teils drastische Auftrags- und Umsatzrückgänge hätten nicht selten zu einer existenzbedrohenden Situation in den Betrieben geführt.

Problematisch seien vor allem die Finanzierung der Betriebsmittel aus laufender Geschäftstätigkeit und die notwendige Ausweitung des Kreditrahmens gewesen. Auch Warenkreditversicherer reduzierten die Kundenlimits aufgrund schlechter werdender Ratingeinstufungen.

"Zwei von drei Unternehmen konnten durch die konkrete Unterstützung unserer Experten wieder stabilisiert werden", verweist der IHK-Chef auf eine Erfolgsquote von 68 Prozent. Die insgesamt 142 geretteten Firmen würden immerhin zusammen rund 3.500 Arbeitskräfte beschäftigen.

Unter den betroffenen Unternehmen seien alle Betriebstypen und -größen enthalten, sowohl Einzelunternehmen als auch Einrichtungen mit über 100 Beschäftigten. Insbesondere die Automobilzulieferindustrie, die Metallverarbeitung oder der Maschinenbau klagten über Finanzierungsengpässe.

Auch für die kommenden Monate sieht die IHK noch keine Entwarnung. Der Anstieg der Firmeninsolvenzen und die damit einhergehenden Kreditausfälle der Banken bei gleichzeitig höheren Eigenkapitalanforderungen verschärften die Situation weiter. Es bestehe die Gefahr, dass die Kreditvergabespielräume noch weiter eingeschränkt würden.

"Die Liquiditätssicherung in den Unternehmen wird im kommenden Jahr zur alles entscheidenden Frage bei der Stabilisierung des Aufschwungs", mahnt Grusser. Folgerichtig sei dies auch eines der ersten Themen, mit denen sich der in Thüringen neu gegründete Wirtschafts- und Innovationsrat beschäftigt. Über gezielte Förderprogramme, Bürgschaften oder Haftungsfreistellungen müsse konkrete Hilfe geleistet werden, bis die Thüringer Wirtschaft die Durststrecke überwunden habe.

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