Dienstag, 21. Mai 2013


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Was für eine Reise!

(lifePR) (Bad Waldsee, ) Die Fünfziger. Der Bundeskanzler heißt Konrad Adenauer, der Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft Fritz Walter und im Süden Deutschlands sitzt ein junger Ingenieur an einer ganz neuen Idee, die Geschichte schreiben soll. Erwin Hymer heißt er und auf seinem Zeichentisch liegt der erste Entwurf eines Caravans.


Eine aufregende Zeit erlebt der junge Mann in seiner Heimatstadt Bad Waldsee, in die der gelernte Flugzeugingenieur auf Wunsch des Vaters nach arbeitsreichen Jahren für Claudius Dornier zurückgekehrt ist. Die Deutschen denken wieder ans Reisen, das ganze Land befindet sich sprichwörtlich im Aufbruch, das legendäre Wirtschaftswunder ist im vollen Gange. Eine perfekte Zeit für Tüftler, wie Erwin Hymer einer ist. 1956 kommt deshalb die Anfrage seines Freundes Erich Bachem genau richtig. Der gebürtige Westfale wünscht sich für den eigenen Urlaub einen kleinen, leichten Caravan, denn die Autos der Deutschen sind noch schwach und zwischen Deutschland und dem Sehnsuchtsort Italien liegen nun mal die Alpen und es kommt gar nicht so selten vor, dass den VW Käfern, Goggomobilen und Leukoplastbombern mitten auf dem Bergpass die Puste ausgeht und der Urlaubstraum wie eine Seifenblase platzt. Von einer ausreichenden Anhängerlast ganz zu schweigen. Darüber hinaus ist die Übernachtung im Hotel für viele unerschwinglich, das unbequeme Zelt aber auch keine Alternative, schließlich möchte man den neuen Wohlstand auch genießen. "Das kann ich bauen", antwortet Erwin Hymer selbstbewusst und er sollte Recht behalten. In der väterlichen Werkstatt für Ackerwagenbau wird gezeichnet, verworfen, getestet und schließlich für gut befunden. Der Ur-Troll ist das Ergebnis, eine Stahlskelettkonstruktion die alle Anforderungen erfüllt. Was der Technik-Koryphäe Erich Bachem gefällt, müsste doch eigentlich auch bei vielen anderen auf Gegenliebe stoßen, denkt sich Erwin Hymer, denn schließlich ist er nicht nur ein begnadeter Erfinder, sondern auch ein hervorragender Geschäftsmann.

Kurzerhand geht er 1958 in Serienproduktion und wird damit zum Gründer einer Bewegung, sein Freund Erich Bachen gibt den neuen Caravans den Namen, seine Anfangsbuchstaben bilden den Schriftzug "Eriba", der bis heute die Modellreihe der Touring-Caravans ziert. Aber Erwin Hymer wäre nicht Erwin Hymer, wenn er sich auf dem ersten Erfolg ausruhen würde, sein Ideenreichtum sollte der Motor seines Lebens sein. Nur vier Jahre später schlägt er ein weiteres Kapitel der Unternehmensgeschichte auf. Er baut sein erstes Reisemobil, den Caravano. Der Campingbus mit Hubdach ist Folge eines Urlaubs von Erwin Hymer in Südfrankreich. Er hatte eine Idee mitgebracht: Es muss möglich sein, abseits von Hotels und Campingplätzen flexibel Urlaub zu machen. Damit betritt er wieder einmal Neuland, schließlich meldet das Kraftfahrt-Bundesamt Anfang der sechziger nur einen Bestand von 209 Reisemobilen in Deutschland. Basis des Caravano ist der Transporter Borgward B 611. Mit 3,5 Tonnen Gesamtgewicht und gut fünf Meter Länge zeigt er Idealmaße. Doch das Reisemobil bleibt eine Episode: Am 11. September meldet der Bremer Autohersteller Borgward Konkurs an. HYMER fehlt das Basisfahrzeug, nur drei Caravano entstehen. Ein Rückschlag, aber kein unüberwindbares Hindernis. Kurzerhand legt Erwin Hymer den Focus weiterhin auf die Entwicklung der Caravans, die neue Nova-Baureihe ist das Ergebnis und zehn Jahre später unternimmt der Pionier der Branche einen neuen Anlauf.

"HYMER Reisemobil" steht auf dem blau lackierten Prototyp, den die Öffentlichkeit auf dem Caravan Salon 1971 bewundert. HYMER kombiniert ein Mercedes-Fahrgestell mit einem Caravanaufbau, heute würde man von einem Teilintegrierten sprechen. 1972 fertigt HYMER 22 Reisemobile, 1973 schon knapp 100 Hymermobile, wie die Fahrzeuge bald heißen. Bereits Mitte der 1970er Jahre stellt HYMER auf integrierte Reisemobile um. Von Mercedes stammen außer dem Fahrgestell nur Windschutzscheibe und Kühlergrill. Bald erregt HYMER mit eigenem Design und geteilter Frontscheibe Aufsehen. Am Ende des Jahrzehnts überschreitet die Jahresfertigung erstmals die Marke von 1.000 Fahrzeugen - der Begriff Hymermobil wird zum Synonym für diese Art des Reisens. Hintergrund für den Erfolg ist das Hymermobil 521, ein kompakter und recht preisgünstiger Integrierter auf Basis eines britischen Transporters, den Opel als Bedford Blitz vermarktet. Umgerechnet 18.000 Euro kostet das Reisemobil. Es verfügt über ein patentiertes Hubbett, eine von vielen revolutionären HYMER-Entwicklungen.

In der Saison 1980 verwendet HYMER erstmals die bis heute einzigartige PUAL-Bauweise. Der Begriff setzt sich aus Polyurethan (PU) als Isolierung und Aluminium (AL) als Außenhaut zusammen und steht für einen geschäumten Wandaufbau. Gute Isolation und höchste Beständigkeit gegen Feuchtigkeit gehören zu seinen Vorteilen. Umlaufende Stahlprofile, ein Überrollbügel und verklebte Seitenwände gewährleisten Stabilität und damit Sicherheit.

Es geht Schlag auf Schlag: 1981 feiert die HYMER B-Klasse Premiere, die bis heute das Rückgrat der Marke bildet. Zahlreiche Neuheiten ergänzen das Angebot nach und nach, schnell hat HYMER das umfangreichste Programm der Branche. Immer wieder wird an der optimalen Raumaufteilung getüftelt, keine Änderung darf auf Kosten des Komforts gehen, der Unternehmer alter Schule nimmt trotz seines immensen Tagesgeschäfts Einfluss, ist Ratgeber und wenn es zur Verbesserung beiträgt, auch Kritiker. Kein Wunder also, dass er seine Mitarbeiter immer wieder auffordert, auch über den Tellerrand hinaus zu blicken. Das Zeichen "Geprüfte Sicherheit (GS)" ist sichtbares Ergebnis dieser Anstöße und gewährleistet die Einhaltung aller geltenden Sicherheitsnormen, gleichzeitig gibt HYMER als erster Hersteller eine Dichtigkeitsgarantie - die Sensation ist perfekt!

1993 führt HYMER Dreipunkt-Sicherheitsgurte und Kopfstützen im Wohnbereich ein. Bald folgt ein erster eigener Crashtest. Er ist Auftakt einer Serie, die bis heute nahezu alle Grundfahrzeuge umfasst - einzigartig. Technisch wie optisch ein Meilenstein sind die Integrierten der HYMER B-Klasse ab Sommer 1997: Außen eine attraktive Form, unterstrichen vom elegant gebogenen Dach, das nun per Klebeverbindung mit den Wänden verbunden ist, im Innenraum sorgt das Vario-Bad für strahlende Augen bei den Kunden. Der Erfolg bleibt natürlich nicht verborgen, über die Jahre wird die Wand mit Auszeichnungen im Büro des Gründers immer bunter. Zahlreiche Urkunden zeugen vom Respekt, den die Branche Erwin Hymer entgegenbringt. Aber nicht nur die Branche honoriert die Arbeit des gebürtigen Waldseers. Die Leser des Fachmagazins promobil wählen die B-Klasse zum besten Integrierten schlechthin. Dabei soll es aber nicht bleiben. Bis heute wurde die HYMER B-Klasse 28 mal ausgezeichnet!

Revolutionäre Konzepte setzt HYMER ebenfalls im Jahr 2000 mit der neuen HYMER S-Klasse um. Wohnträume werden wahr: opulente Sitzgruppen, abgehängte Decken, Lichtsäulen, verschiebbare Leselampen - ein faszinierendes Reisemobil. Für die HYMER B-Klasse und den Camp entwickelt HYMER einen Doppelboden in Form einer Wanne aus doppelschaligem GfK unter dem Fahrgestell. Der einzige Doppelboden, der weder die Höhe des Reisemobils noch dessen Gewicht vergrößert - intelligenter Leichtbau à la HYMER.

HYMER kennt kein Innehalten: Über 50 Jahre nach dem Caravano und dem Ur-Troll überzeugt die große Marke immer noch mit hoher Innovationskraft. Mit dem neuen Exsis-i bringt HYMER 2011 wieder einmal ein Reisemobil auf den Markt, das für Aufsehen sorgt. Mit dem Eigengewicht von deutlich unter 3 Tonnen ermöglicht es nicht nur jede Menge Zuladung, sondern kann dadurch sogar generationsübergreifend genutzt werden, auch wenn der Fahrer nicht mehr über den Führerschein der alten Klasse verfügt. Und als Bonus gibt's Urlaubserlebnisse, wo man möchte! Ende 2011 erfüllt sich dann noch ein ganz persönlicher Lebenstraum. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Werk in Bad Waldsee entsteht das Erwin Hymer Museum, ein architektonisch herausragendes Gebäude. Und auch hier zeigt sich sein Weitblick: Statt ein reines Unternehmensmuseums aufzubauen, geht er selbstverständlich einen Schritt weiter. Er zeigt die ganze Welt des mobilen Reisens, auf Traumrouten reisen die Besucher durch die Zeit.

Mit über 80 Jahren tritt Erwin Hymer etwas kürzer, sein Lebenswerk liegt ihm aber immer noch sehr am Herzen. Aber das ist auch kein Wunder, schließlich fahren über eine viertel Million Caravans und Reisemobile mit dem HYMER-Schriftzug auf Europa's Straßen und die Reise ist noch lange nicht zu Ende, von der Marke des Jahrhunderts wird noch viel erwartet!

Die Meilensteine:
- 1957/58: Prototyp des Ur-Troll und Produktionsbeginn
- 1961: Bau des ersten HYMER-Reisemobil Caravano
- 1972: Prägung des Markenbegriffs Hymermobil
- 1978: Entwicklung des PUAL-Systems, das 1980 in die Produktion einfloss
- 1980: Einführung der B-Klasse
- 1993-94: Entwicklung der HYMER-Klebetechnologie
- 2000: Einführung eines Doppelbodens
- 2003: Das 100.000ste Hymermobil rollt vom Band
- 2010: Überarbeitung der B-Klasse
- 2011: Eröffnung des Erwin Hymer Museums in Bad Waldsee
- 2012: Prägung der 3-Tonnen-Klasse

Besondere Auszeichnungen:
- 1991: promobil-Leser wählen die B-Klasse zum besten Integrierten
- 2000: Eriba-Nova wird in den Niederlanden zum praktischsten Caravan des Jahres gewählt
- 2000: Erwin Hymer erhält das Bundesverdienstkreuz am Bande
- 2006: Goldenes Lenkrad für die B-Klasse
- 2007: Red Dot Design Award für den Eriba-Feeling
- 2008: König Kunde Award in der Kategorie "Qualität"
- 2009: Die britischen Fachzeitschrift "Which Caravan Magazine" wählt in der Kategorie "Bestes Innendesign" den HymerNova 580 SL zum Caravan des Jahres.
- 2010: Die "Deutschen Standards" wählen die Marke HYMER zur "Marke des Jahrhunderts", der Begriff "Hymermobil" wird zum Synonym für mobiles Reisen. Eine Auszeichnung, die nur wenigen Marken wie zum Beispiel Tempo zuteil wird.
- 2011: HYMER wird zur "Top-Marke der Branche" gewählt
- 2011: 15 europäische Fachzeitschriften verleihen HYMER den "European Innovation Award"

Über die HYMER AG

"Man muss nur wollen und daran glauben, dann wird es gelingen" - dieser Wahlspruch des berühmten Grafen Zeppelin prägt auch das Leben von Erwin Hymer. 1956 folgt der heutige "Mr. Hymermobil" dem väterlichen Ruf und kehrt von Dornier in Friedrichshafen zurück in die Ackerwagenfertigung nach Bad Waldsee. Dort kommt es schon bald zu einem weichenstellenden Ereignis: Die Technik-Koryphäe Erich Bachem fragt an, ob er ihm einen Wohnwagen bauen könne. Erwin Hymer kann, der Prototyp des Ur-Troll ist 1957 das Ergebnis! 1961 folgt das erste Reisemobil, der Caravano! Heute, gut 50 Jahre später, ist der Name HYMER längst zum Inbegriff für Premium-Reisemobile und -Caravans made in Germany geworden, das Unternehmen zum Marktführer in Europa. Die Leser der Fachzeitschrift "promobil" wählten HYMER im Jahr 2011 einmal mehr zur Top-Marke der Branche. HYMER beschäftigt derzeit gut 1.000 Mitarbeiter am Standort Bad Waldsee.

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