Donnerstag, 08. Dezember 2016


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"Wenn es Ihnen Spaß macht, wissen Sie, dass Sie richtig liegen"

Mehr als 120 Interessierte besuchen den Informationstag der HAWK-Fakultät Bauwesen in Hildesheim

(lifePR) (Hildesheim, ) "Architektur? Oder doch lieber Bauingenieurwesen ?" Auf diese Frage will Janina Bergold heute eine Antwort finden. Gerade befindet sie sich in den letzten Zügen zum Abitur. Die 19-Jährige möchte im Anschluss daran nichts dem Zufall überlassen. So kommt ihr der Informationstag der HAWK-Fakultät Bauwesen in Hildesheim gerade recht.

Aus Bad Münder bei Springe ist die Schülerin angereist, um intensive Einblicke in die Studiengänge Architektur, Bau- und Holzingenieurwesen zu erhalten. Neben den fachlichen Aspekten spielen auch die optischen eine Rolle. "Mir gefallen die Räume und die Gebäude. Außerdem sind hier alle wirklich sehr nett. Sehr gut gefällt mir, dass hier in kleinen Gruppen gearbeitet wird", resümiert sie kurz vor dem persönlichen Beratungsgespräch mit Prof. Dr. Jürgen Vogel, Studiendekan Bau- und Holzingenieurwesen.

Der begrüßte vorab zusammen mit Dekan Prof. Dr. Alfred Breukelman und Prodekan Prof. Andreas Nentwig die mehr als 120 erschienenen Schülerinnen und Schüler. Viele kommen aus den Fachoberschulen, auch aus den umliegenden Regionen. Sogar aus Herford und vom Bodensee sind einige angereist. Viele beginnen schon sehr früh mit ihrer Planung, welchen Weg sie nach der Schule gehen möchten. So wie die 17-jährige Katharina, die mit ihrer Mutter Ulrike Heine aus Nordheim gekommen ist. Sie interessiert sich für Architektur, aber auch für Holzingenieurwesen. "Ich bin handwerklich sehr begabt. Da ich gerade noch Schülerin bin, muss ich aber noch ein Praktikum machen, um hier studieren zu können." Derweil erklärt Breukelman die einzelnen Studiengänge sowie das Bachelor- und Master-System.

Schon 2004 hat die HAWK mit der Umstellung vom Diplom auf die international anerkannten Abschlüsse umgestellt. "Wir konnten uns dabei an keiner anderen Hochschule orientieren", erinnert sich Breukelman. "Aber das war auch gut so, denn so konnten wir unser Lehrprinzip gut in das neue System integrieren." Eine Neuheit kann der Dekan heute erstmals vorstellen: das Bachelor-Studium über acht Semester. Es läuft eigentlich ganz normal wie der Weg zum Bachelor über sechs Semester. Mit dem Unterschied, dass noch zwei Semester angehängt werden können, in denen die Studierenden ausschließlich praktisch arbeiten.

Nach wie vor setzt die HAWK auf eine anwendungsorientierte Lehre und Forschung. Dazu gehört also auch entsprechende Erfahrung. Ein zehnwöchiges Praktikum ist Pflicht. Es sollte vorher absolviert werden. Aber auch während des Studiums ist es noch nachholbar. Wer eine Ausbildung im Handwerk wie Zimmermann oder Maurer abgeschlossen hat, braucht es nicht mehr. Jetzt setzt Nentwig ein: "Wir sprechen bei uns vom Projektstudium. Das heißt, wir nutzen unsere Kontakte nach draußen. Damit haben wir die Möglichkeit, uns mit echten Problemen aus der Praxis zu beschäftigen, um dafür Lösungen zu entwickeln - gerne auch interdisziplinär, also zusammen mit anderen Studiengängen." Dazu kommen Angebote wie Auslandsaufenthalte an den Partnerhochschulen, Workshops und Wettbewerbe - auch in Kooperation mit China, Russland, den Niederlanden, Großbritannien oder Mexiko, um nur einige zu nennen.

Als nächstes stehen "Schnuppervorlesungen" auf dem Plan. Professorin Margot Gerke zeigt, wie Architekten vom Entwurf bis zum fertigen Gebäude arbeiten. Das Null-Energie-Haus spielt hier eine wichtige Rolle, denn "das ist die Zukunft. An der HAWK wird großer Wert auf nachhaltiges Bauen gelegt". Nentwig erklärt, wie er zusammen mit seinen Holzingenieur-Studierenden beim Entwerfen von Möbeln Patente entwickelt hat. Nur zwei von insgesamt sechs Angeboten, die von den Gästen des Infotages ausgiebig genutzt werden. Unter anderem von den Brüdern Felix und Hannes Schneider aus Hannover. Beide sind vom Fachgymnasium Technik in Stadthagen. Ihnen haben die kurzen Vorlesungen viel gebracht. "Bautechnik finden wir interessant", resümieren beide. Am wichtigsten jedoch war ihnen, zu erfahren, was genau man später in welchem Beruf macht.

Gesa Hetke hingegen hat keine Zweifel. Sie ist gerade von Hannover nach Hildesheim gezogen und ist gerade in den letzten Zügen in ihrer Ausbildung zur Tischlerin. Sie ist fest entschlossen - sie möchte Holzingenieurin werden. "Das steht für mich schon so gut wie fest. Heute wollte ich es mir halt noch mal wirklich anschauen - und fühle mich in meiner Entscheidung bestätigt.

Es folgt eine individuelle Studienberatung, bei der die Lehrenden genau wie Studierende alle Fragen ausgiebig beantworten, sowie Führungen durch die Labore für Holz- und Bearbeitungstechnik, dem CAD-Labor, der Modellbauwerkstatt sowie dem Prüfstand für Bauphysik. Organisatorin Kerstin Klose, Marketing-Koordinatorin an der Fakultät Bauwesen, ist zufrieden mit dem Ablauf und auch der Zahl der Gäste - sogar so sehr, dass sie expandieren möchte: "Zukünftig werden wir den Informationstag, so wie er jetzt ist, zwei Mal im Jahr stattfinden lassen."

"Man darf nicht nur nach den Aussichten schauen", ist Prof. Vogels wichtigster Ratschlag für Janina Bergold aus Bad Münder und all die anderen . "Wenn es Ihnen Spaß macht, wissen Sie, dass Sie richtig liegen."

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