Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Desingkompetenz bewiesen

Zwei rheinland-pfälzische Handwerksbetriebe sind Preisträger des Produktdesignpreises 2009 / Arbeiten bis zum 6. Dezember in Idar-Oberstein zu sehen

(lifePR) (Koblenz, ) Pfiffig und serientauglich mussten sie sein, die Ideen, die das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz mit dem Produktdesignpreis 2009 in Idar-Oberstein auszeichnete. Aus insgesamt 85 Bewerbungen prämierte die Jury schließlich nach zwei Auswahlrunden fünf Preisträger und neun Auszeichnungen. Gleich zwei Preise räumte dabei das Handwerk ab: Günter Matten aus Niederroßbach und Michael Gradinger aus Mainz überzeugten mit ihren Wettbewerbsbeiträgen.

Der rheinland-pfälzische Produktdesignpreis ist ein Ehrenpreis, der die Gestaltung als effizientes Instrument zur Förderung von Produktqualität und Identität eines Unternehmens stärker in das Bewusstsein rücken soll. Er ist damit gleichzeitig eine mittelstandspolitische Maßnahme zur Wirtschaftsförderung und wird alle zwei Jahre vergeben. Das unterstreicht auch Staatssekretär Prof. Dr. Siegfried Englert in seiner Rede an die Preisträger. "Design ist ein wichtiger Bestandteil für das Wirtschaftswachstum in unserem Land und das gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten", betont er und überreicht den Ausgezeichneten ihre Urkunden.

Sieger aus dem Handwerk Mit einem aus den Materialien Stahl und massivem Holz bestehenden, sich auf einfachste horizontale und vertikale kubische Elemente beschränkenden stilvollen Kaminofen gehört der Metallbauermeister Günter Matten aus Niederroßbach zu den Preisträgern. Neben der Feuerstelle, die in kalten Zeiten für wohlige Wärme sorgt, bietet der Ofen dank seiner einfallsreichen Gestaltung sowohl Stauraum für die Lagerung von Brennholz als auch eine Sitzbank zum gemütlichen Verweilen. Doch damit nicht genug: Der Feuerraum des ausgezeichneten Kaminofens "Xeoos", den das Unternehmen "Specht Modulare Ofensysteme" aus Hatzfeld (bei Marburg) entwickelte, verbrennt das Holz mithilfe einer neuen Brenntechnik. Die Abgase, die bei der Verbrennung im oberen Feuerraum entstehen, werden im unteren Brennraum nochmals bei Temperaturen von 1000 - 1200 °C nachverbrannt. "Wir erreichen so sehr niedrige Emissionswerte bei einem hohen Wirkungsrad", erklärt Günter Matten die umweltfreundlichen Vorteile. "Ein Produkt zu entwerfen, das für die Serienfertigung geeignet ist, sich dabei aber gleichzeitig von der Masse abhebt, ist eine Gratwanderung bis hin zum Spagat. Das war die besondere Herausforderung an diesem Projekt. Aber das Kopfzerbrechen hat sich gelohnt", freut sich der frisch gekürte Preisträger, der bereits 2003 mit dem Designpreis ausgezeichnet worden war.

Auch Michael Gradinger, Metallgestalter, hat einen Spagat geschafft. Sein aus metallenen Staketen erbauter Zaun schafft den Brückenschlag zwischen maschineller Teilproduktion und handwerklicher Endfertigung: "Mein Wunsch war es, eine Methode zu entwickeln, mit der hochwertig verarbeitete Zäune für eine breite Käuferschaft erschwinglich werden, die aber trotzdem die Handschrift des Handwerks tragen und individuellen Bedürfnissen entsprechen", verdeutlicht Michael Gradinger, der zusammen mit seinem Vater das Unternehmen "Gradinger & Gradinger" in Mainz führt, den Ausgangspunkt seiner Designidee. Das Ergebnis ist ein Zaun, der auf der Basis moderner Fertigungstechnik als Stecksystem hergestellt wird, dessen einzelne Elemente, wie beispielsweise die Zaunspitzen, aber individuell in traditioneller Handarbeit geformt werden. "Ein Zaun aus Metallstäben, neu interpretiert", urteilt die Designjury.

Dritter Preisträger 2009 ist Oliver Simons, der zusammen mit "Palladino Systeme" aus Worms einen digitalen solarbetriebenen Schließzylinder "Palladio" entwickelte. Die anderen beiden der insgesamt 5 Designpreise wurden in der Kategorie "Juniordesignpreis" vergeben. Christian Blau aus Burtscheid (Fachhochschule Trier) erhält den Preis für ein dreiteiliges Konzept ("anderswo"), das Outdoorprodukte mit einem innovativen Mehrwert verbindet. Sein Konzept umfasst ein Kanu mit integriertem Zelt, einen Panoramahelm mit Stirnlampe und einer um 360 Grad drehbaren Kamera sowie ein "Energiearmband", das am Oberarm befestigt die Bewegungsenergie des Trägers in elektrische Energie umwandelt und somit Akkus von elektronischen Accessoires speist. Ein kompaktes Gästebett inklusive Nachttisch und Lampe ("Heimschläfer"), das in kurzer Zeit zu einem handlichen Koffer verpackt werden kann, bringt Michael Bensch aus Mainz (Fachhochschule Mainz) nicht nur die Anerkennung der Jury, sondern auch den Juniordesignpreis.

Insgesamt zeichnet das Wirtschaftsministerium 2009 neun Bewerber mit einer Auszeichnung aus. Zwei davon sind Juniordesigner: Jennifer Centner aus Ludwigshafen (Hochschule Darmstadt) siegt mit ihrem Klettersystem für Kinder, das sie 2007 als Diplomarbeit entwickelt hatte. Lisa Weller aus Siegen (Fachhochschule Trier) hingegen gestaltete eine modulare Wohnaccessoire-Serie, die mit Multifunktionalität und klaren Linien für sich einnimmt. Außerdem erhielten die Handwerksbetriebe "Canyon Bicycles" (Koblenz) für das Radchassis des "Canyon Ultimate CF SLX" und die Schmuckwerkstatt Batho Gündra (Worms) für ihre aus Gelbgold und Korallenkonstrukt gearbeitete Halskette , "Tönnchenkette" genannt, eine Auszeichnung im Rahmen des Produktdesignpreises 2009.

Mit einer Auszeichnung prämiert wurden außerdem: ASA Selection (Höhr-Grenzhausen) für ihre Porzellan-Auflaufform "250 Grad Plus", Hartmut Michalke (Speyer) zusammen mit Schulz Speyer Bibliothekstechnik (Speyer) für Bibliotheksmöbel für Kinder, Phönix Design (Stuttgart) zusammen mit dem Unternehmen "bionic motion" (Koblenz) für den Luftzirkulator "i:wing", Hubert Brandl (Polch) in Zusammenarbeit mit Niesmann und Bischoff (Polch) für ein mit funktionalen Lösungen ausgestattetes Reisemobil und Barbara Funk (Wendlingen) mit dem Unternehmen W. F. Kaiser und Co. (Diez) für ein dreiteiliges Teigspachtel-Set für kreative Hobbyköche.

Das Kompetenzzentrum für Gestaltung, Fertigung und Kommunikation der HwK Koblenz betreute auch in diesem Jahr wieder im Auftrag des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums den Produkdesignpreis. Alle ausgezeichneten Arbeiten sind noch bis zum bis zum 6. Dezember in der Messe Idar-Oberstein, John-F.-Kennedy-Str. 9, täglich von 10 bis 18 Uhr zu sehen.

Informationen zum Produkdesignpreis oder zur Gestaltung im Handwerk beim HwK-Kompetenzzentrum für Gestaltung, Fertigung und Kommunikation, Tel.: +49 (261) 398-582, Fax: -986, E-Mail: komp@hwk-koblenz.de, Internet: www.hwk-kompetenzentrum.de

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