Sonntag, 04. Dezember 2016


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Vortrag mit Dr. Mathias Jung im Rahmen von Marianne Macks Vortragsreihe

Das Geheimnis der Partnerwahl

(lifePR) (Rust, ) Liebe ist Knochenarbeit, ein schwieriges Kunstwerk. Liebe ist die Schönheit zu erkennen, auch wenn man nüchtern ist. Liebe ist, nicht immer nur den Splitter im Auge des anderen, sondern den Balken im eigenen zu sehen. Liebe ist, Geduld zu zeigen - auch wenn die Nerven blank liegen. Oder mal philosophisch: Wer auf die Liebe verzichtet, wird kalten Herzens. Die Liebe wird besungen und beweint, wird in den Himmel gehoben und in die Hölle verdammt. Doch warum nur, um alles in der Welt, ist das Miteinander so schwierig, dass schon Eva sich über ihren Adam beschwerte? War Adam nicht der Richtige für Eva? Und warum nicht - bitteschön? Was ist das Geheimnis der Partnerwahl?

3. Dezember, 19.30 Uhr, Europa-Park, Hotel "Santa Isabel", Raum "Convento". Dr. phil. Mathias Jung, Psychotherapeut, Philosoph, bekannter Buchautor aus Lahnstein und Referent des heutigen Abends will genau dieses Geheimnis lüften. Auf Einladung von Marianne Mack im Rahmen ihrer Vortragsreihe "Neue Perspektiven", die gekoppelt ist mit ehrenamtlichem Engagement, will er vom Glück und Scheitern in der Liebe reden und erklären, wie und warum wir uns suchen und finden.

Das Thema ist heiß. In einer Zeit in der jede zweite Ehe geschieden wird, die Welt um uns herum immer kälter zu werden scheint, sehnen sich Frauen wie Männer immer mehr nach Glück und Erfüllung in der Liebe. Fast 400 Zuhörer(innen) aller Altersklassen sind gekommen - völlig ahnungslos, was da auf sie zukommt.

Mathias Jung legt los. Ohne Power-Point, ohne schriftliches Konzept, lediglich bewaffnet mit seinem Buch, seinem unschlagbaren Humor und der Fähigkeit, in einer Sprache zu sprechen, die jeder versteht. "Wenn ich mich als Partner hätte, wäre ich suizidal gefährdet", sagt er in einem Anfall von Selbsterkenntnis und das ist einer von vielen Momenten, in denen gelacht werden darf.

Wie schon gesagt, das Thema ist heiß und das Thema ist absolut schwierig. Kernpunkt der ganzen Geschichte ist das unbewusste Zusammenspiel von Frau und Mann vor dem Hintergrund ihrer kindlichen Prägung. Oder anders gesagt: die Kollusion. Dieses schwierige Wort kommt vom lateinischen con und ludere und bedeutet: zusammen spielen. Mann und Frau spielen also miteinander, leider nicht immer fair, dafür umso öfter mit List, mit Täuschung und Momenten der Ablenkung, die sich allerdings unbewusst entwickeln. Und wie so oft im Leben sind unsere Erfahrungen in der Kindheit entscheidend, welchen Partner wir suchen und letztendlich finden. Mutter, Vater und die Geschwisterkonstellation haben großen Einfluss auf die Partnersuche. Manchmal suchen Männer ihre Ersatzmutter und Frauen ihren zweiten Vater und manchmal auch genau das Gegenteil. Und sollte Ihr Sohn jetzt eine Frau nehmen, die genau das Gegenteil von seiner Mutter ist, Ihre Tochter einen Mann mit Macho-Allüren, obwohl ihr Vater brav den Mülleimer rausträgt und Warmduscher ist...tja, dann hat das alles seinen Grund.

Trotzdem, es kann jahrelang, sogar Jahrzehnte lang gut gehen, muss aber nicht. Oft reiben wir uns später an den Unwägbarkeiten unserer Partnerwahl. "Warum habe ich dich Depp nur geheiratet", schreien wir erbost im Zorn. Aber was bleibt uns übrig? Wer seinen Hund liebt, muss auch seine Flöhe ertragen", sagt Mathias Jung. Wichtig: Wenn die Sexualität verschwindet ist Holland in Not. Wenn der eigene Mann der Plüschbär ist und die Frau in eine klebrige Mutterrolle schlüpft, ist es mit dem Sex vorbei. "Dann greift die seelische Inzestschranke. Mutter und Sohn schlafen nun einmal nicht miteinander, weder werktags noch sonntags", sagt der Psychotherapeut. Und ganz wichtig: Selbst wenn die Beziehungskiste total verfahren ist, gibt es fast immer eine Chance. Merke: Das Beziehungsgebäude ist ein Haus, das niemals fertig wird.

Fast 400 Männer und Frauen sind total begeistert. Der Mann ist einfach Spitze. Warum hört er schon nach knapp zwei Stunden auf? Und die Idee von Marianne Mack eine Vortragsreihe zu starten, die neue Perspektiven eröffnet und gleichzeitig mit den Eintrittsgeldern echte Lebenshilfe zu bieten, ist einfach genial.

Text: Barbara Dickmann / www.barbara-dickmann.de

Hier wird kein Geld verdient!

Die Eintrittsgelder der jeweiligen Vorträge und Veranstaltungen wandern in den Förderverein Santa Isabel e.V. - Neue Perspektiven. Unter der Leitung von Marianne Mack, die bereits in 2005 dieses ehrenamtliche Engagement ins Leben gerufen hat, werden Kinder und deren Familien aus der Region in besonders schwierigen Lebenssituationen unterstützt und gefördert. Alle Beteiligten arbeiten ehrenamtlich.

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