Sonntag, 11. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 546429

Hitze und Poststreik minimieren Konservenbestand: DRK ruft dringend zur Blutspende auf

Versorgungslage mit Blutpräparaten ist bundesweit weiterhin sehr angespannt - Nachwirkungen des Poststreiks und der Hitzewelle führen zu dauerhaft niedrigen Beständen

(lifePR) (Springe, ) Die Versorgungslage mit Blutpräparaten ist bundesweit weiter sehr angespannt. In einigen Regionen sinkt der Bestand an Blutpräparaten rapide. Im Versorgungsgebiet des DRK-Blutspendedienst NSTOB (zuständig für die Bundesländer Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bremen) ist das Spendeaufkommen in den vergangenen Tagen und Wochen teils bis zu 30 Prozent rückläufig gewesen. Die DRK-Blutspendedienste appellieren deshalb an die Bevölkerung, in den kommenden Tagen und Wochen mit einer Blutspende dazu beizutragen, die Versorgungslage zu stabilisieren und einem Versorgungsengpass entgegenzuwirken.

Hintergrund sind das sehr heiße Sommerwetter in den vergangenen zwei Wochen einerseits und die teils massiven Auswirkungen des erst kürzlich beendeten vierwöchigen Poststreiks auf das Spendeaufkommen andererseits.

Dabei ist auch die kurze Haltbarkeit von Blutkonserven (35-42 Tage) zu berücksichtigen. Die Behandlungen der schwerkranken Patienten in den Kliniken und onkologischen Praxen muss auch unter den schwierigen Umständen der letzten Wochen gesichert sein. So wird allein rund ein Fünftel aller Präparate aus Spenderblut bei der Behandlung von Tumorpatienten eingesetzt. Ein Blutbestandteil, die Blutplättchen, die insbesondere hier benötigt werden, ist sogar nur vier Tage haltbar.

"Wir bitten jetzt alle gesunden Menschen, die bundesweit in einem engen Terminnetz angebotenen Blutspendeaktionen beim DRK in den kommenden Tagen und Wochen wahrzunehmen. Eine Blutspende ist auch bei großer und anhaltender Hitze problemlos möglich, wenn man ein paar Regeln beachtet", sagt Prof. Dr. Thomas Müller, ärztlicher Geschäftsführer des DRK-Blutspendedienst NSTOB. "Spendewillige sollen vor der Spende ausreichend trinken, z.B. Wasser, Fruchtsaftschorlen oder Kräutertee."

Termine und Informationen zur Blutspende unter www.blutspende.de (bitte das entsprechende Bundesland anklicken) oder über das Servicetelefon 0800 11 949 11 (kostenlos erreichbar aus dem Dt. Festnetz).

Warum ist Blutspenden beim DRK so wichtig?

Blutspender sind "Lebensretter", etwa 107 Millionen Blutspenden werden weltweit pro Jahr benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten geholfen werden. Eine Vielzahl von Patienten verdankt ihr Leben fremden Menschen, die ihr Blut freiwillig und uneigennützig spenden. Neben Unfallopfern und Patienten mit Organtransplantationen sind vor allem Krebspatienten auf Blutpräparate angewiesen. Auch bei ungeborenen Kindern im Mutterleib konnten Ärzte bereits Leben erhalten und schwerste Schädigungen vermeiden, dank Blutspenden.

In Deutschland wurden im vergangenen Jahr ca. 4,6 Mio. Vollblutspenden entnommen. Davon stellen die sechs regional tätigen DRK-Blutspendedienste 3,7 Millionen Vollblutspenden für die flächendeckende, umfassende Patientenversorgung nach dem Regionalprinzip zur Verfügung. Rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr.

Das entspricht etwa 15.000 Blutspenden werktäglich oder elf Spenden pro Minute. 2015 führen die DRK-Blutspendedienste in Deutschland rund 43.000 Blutspendetermine durch. Nach strengen ethischen Normen - freiwillig, gemeinnützig und unentgeltlich. Das DRK deckt damit auf der Grundlage freiwilliger und unentgeltlicher Blutspenden knapp 70 Prozent der Blutversorgung in Deutschland ab. Die Grundsätze der Freiwilligkeit und Unentgeltlichkeit der Blutspende sind im ethischen Kodex der WHO und der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung festgesetzt und in den Richtlinien der EU und im deutschen Transfusionsgesetz umgesetzt.

Grundsätzlich kann jeder gesunde Erwachsene ab 18 Jahren Blut spenden. Mehrfachspender können nach individueller Entscheidung der Ärzte des DRK-Blutspendedienst NSTOB bis zu einem Alter von 72 Jahren (bis zum 73.Geburtstag) spenden. Frauen können 4-mal, Männer sogar 6-mal innerhalb von 12 Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Abstand von mindestens 8 Wochen liegen. Mitbringen sollten die Blutspender/innen ihren Unfallhilfe- und Blutspenderpass, bei Erstspendern reicht ein amtlicher Lichtbildausweis.

Detaillierte Informationen zur Blutspende sowie zu den aktuellen Blutspendeterminen sind unter der Spender-Hotline 0800 - 11 949 11 (kostenlosen erreichbar aus dem deutschen Festnetz) oder im Internet unter der Adresse www.blutspende-nstob.de abrufbar.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Zahnzwischenraumreinigung hoch drei:

, Gesundheit & Medizin, Tandex

Die einen nennen sich das Original, bei den anderen verliebt sich das Zahnfleisch, die nächsten bezeichnen sich als Vorreiter. TANDEX erhält...

Zahnzwischenraumkaries? Nicht mit uns!

, Gesundheit & Medizin, Tandex

Gute Mundhygiene und zahnärztliche Prophylaxe haben Karius und Baktus weitgehend vom Platz verwiesen. Dies bestätigte jüngst die fünfte Deutsche...

Südwest-Ärztekammern sind sich einig: "Wir müssen mehr Anstrengungen für den Ärztenachwuchs unternehmen!"

, Gesundheit & Medizin, Landesärztekammer Hessen

Bei der Gestaltung des Medizinstudiums besteht Handlungsbedarf. Darin sind sich die drei Landesärztekammern im Saarland, in Hessen und in Rheinland-Pfalz...

Disclaimer