Sonntag, 04. Dezember 2016


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Europameister Brendel, Hoff und Rendschmidt/Groß bleiben ungeschlagen

(lifePR) (Duisburg, ) Die Sieger von Racice sorgten auch beim Heim-Weltcup am Wochenende in Duisburg für DKV-Erfolge. Eine weitere Goldmedaille ging auf das Konto des neuformierten C2 Kretschmer/Müller. Darüber hinaus gab es in den olympischen Disziplinen noch einmal Silber und dreimal Bronze. Insgesamt erkämpften die DKV-Rennkanuten zusammen mit den Parakanuten sechs Gold-, acht Silber- und vier Bronzemedaillen.

Den Medaillenreigen eröffnete am Samstag der C1-Weltmeister und Gesamtweltcup-Sieger des Vorjahres Sebastian Brendel (Potsdam). Auf seiner Spezialstrecke 1000m holte er sich nach dem EM-Sieg vor drei Wochen mit einem unwiderstehlichen Schlussspurt diesmal Gold vor dem lange Zeit führenden Brasilianer Isaquias Queiroz dos Santos und Mark Oldershaw (CAN). "Ich wusste, dass es für den Brasilianer bei dem Gegenwind am Schluss schwer werden würde und habe daher hinten 'raus meine Chance gesehen. Es war ein gelungener Weltcup-Start. Bislang läuft die Saison nach Plan, das Ergebnis der EM bestätigt zu haben, gibt Sicherheit. Natürlich wird mit jedem Sieg auch der Druck immer größer, aber damit muss ich lernen umzugehen", bilanzierte der Bundespolizist seinen Saisonauftakt. Das Duell der beiden über 500m am Folgetag entschied dann der amtierende Weltmeister auf dieser Distanz aus Brasilien vor Brendel zu seinen Gunsten.

Im mit Spannung erwarteten C2-Finale über 1000m fuhren gleich beide im Finale vertretenen deutschen Boote in die Medaillenränge. Peter Kretschmer (Leipzig) und Michael Müller (Magdeburg) setzten sich nach der Startphase an die Spitze des Feldes und verteidigten diese bis ins Ziel. Mit dem Sieg vor den Polen Kuleta/Grzybowski und den EM-Bronzemedaillengewinnern Yul Oeltze (Magdeburg) und Ronald Verch (Potsdam) entschied das erst vor vier Wochen zusammengefundene Duo zugleich die interne WM-Qualifikation für sich. Der C2-Olympiasieger von London Peter Kretschmer meinte zu diesem Ergebnis: "Das ist natürlich Klasse. Nachdem es in den letzten zwei Jahren für mich nicht so gut lief und die Motivation etwas gefehlt hat, habe ich im Winter wieder die Kurve gekriegt. Ich hoffe, dass es nun step by step so weitergeht."

Auch wenn es die entglittene WM-Qualifikation nicht aufwog, so konnte Yul Oeltze seiner persönlichen Weltcup-Bilanz in den abschließenden Langstreckenrennen noch Gold im C1 über 5000m hinzufügen. Weitere Finalplatzierungen erreichten Erik Leue (Magdeburg) mit Rang sieben im C1 über 1000m sowie Stefan Kiraj (Potsdam) mit Rang zwei und Stefan Holtz (Leipzig) mit Platz vier im B-Finale der Canadier-Einer über 200m. Im C4 schrammten Stefan Kiraj, Sebastian Brendel, Michael Müller und Stefan Holtz um die Winzigkeit von 11 Tausendstelsekunden an Bronze vorbei.

Kajak-Herren unterstreichen gute Form

Im Kajak der Herren knüpften Max Hoff (Essen) K1 sowie Max Rendschmidt (Essen) und Marcus Groß (Berlin) im K2 über 1000m nahtlos an ihre Titelerfolge von Racice an. Hoff sprach nach dem Sieg über den amtierenden Weltmeister Josef Dostal (CZE) und Rene Holten Poulsen (DEN) von "einem guten Rennen", das nach der nicht optimal verlaufenen Vorjahressaison eine "Genugtuung" sei: "Es gibt mir wieder Selbstvertrauen, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Es ist gut zu wissen, dass man dabei ist und dass es funktioniert. Bei der WM wird jedoch ein Rennen wie hier in Duisburg noch nicht reichen", sagte der Kölner mit Blick auf die noch enger zusammenrückende Spitze im K1 der Herren. Eine weitere Medaille erkämpfte der Gesamtweltcupsieger von 2014 im 5000m-Rennen, wo er im Endsport dem amtierenden Weltmeister auf dieser Distanz Kenny Wallace (AUS) unterlag und auf den silbernen Rang kam.

Weiter ansteigende Form bewiesen auch die K2-Doppeleuropameister von Racice Max Rendschmidt (Essen) und Marcus Groß (Berlin). Sie setzten sich im 1000m-Finale vor dem australischen Duo Wallace/Tame und Noé/Vass aus Ungarn durch. "Es lief heute super, auf der Strecke etwas Gegenwind, das liegt uns. Auch die Tagesform hat gestimmt", kommentierte Max Rendschmidt ihren Finallauf wohl wissend, dass dies mit Blick auf die WM in Mailand kein Ruhekissen ist: "Es gibt immer noch etwas zu verbessern", unterstrich Marcus Groß. Im K2 der Herren über 200m unterlagen diesmal die Europameister Ronald Rauhe (Potsdam) und Tom Liebscher (Dresden) im Duell der derzeit dominierenden Top-Boote den Weltmeistern aus Serbien Grujic/Novakovic um acht Hundertstelsekunden. "Wir wissen, dass es mit den Serben eine enge Geschichte ist und der Ausgang immer mal wechselt, das ist normal. Wir versuchen nach wie vor, dem perfekten Rennen nahezukommen, das heutige war nicht so, wie es hätte sein können", bilanzierte Ronald Rauhe.

Im K4-Finale der Herren über 1000m verpassten Martin Schubert (Friedrichshafen), Kostja Stroinski (Berlin), Lukas Reuschenbach (Oberhausen-Sterkrade) und Kai Spenner (Essen) um 15 Hundertstelsekunden die Bronzemedaille und kamen hinter Weißrussland, Russland und der Slowakei auf Rang vier. Das zweite deutsche Boot mit Felix Landes (Neckarsulm), David Schmude (Essen), Fabian Kux (Essen) und Gordan Harbrecht (Neubrandenburg) belegte Platz acht. Ebenfalls auf Rang acht paddelte Paul Mittelstedt (Neubrandenburg) im K1-Finale der Herren über 500m. Im Sprint-Einer der Kajak-Herren kam Max Lemke (Mannheim) im B-Finale auf Rang zwei.

Neue Damen-Boote bestehen ersten internationalen Test

Im Kajak der Damen bewiesen sowohl die neue Besetzung des K4 als auch die K2 Anschluss an die Weltspitze. Der K4 mit Franziska Weber, Conny Waßmuth (beide Potsdam), Melanie Gebhardt (Leipzig) und Verena Hantl (Karlsruhe) paddelte mit rund sieben Zehntelsekunden Rückstand auf das Siegerboot aus Weißrussland hinter Polen auf den Bronzerang. "Das Rennen war super, es hat einfach gepasst und richtig Spaß gemacht. Für die WM-Vorbereitung stimmt uns das optimistisch", schätzte Schlagfrau Franziska Weber den ersten internationalen Auftritt des umbesetzten deutschen Quartetts ein. Ebenfalls auf den Bronzerang hinter Weißrussland und Polen schaffte es der neuformierte K2 auf der olympischen 500m-Distanz mit Sabrina Hering (Hannover) und Tina Dietze (Leipzig). Die K2-Olympiasiegerin von London konstatierte zufrieden mit ihrem Rennen: "Dafür, dass wir vorher noch nie zusammen gefahren sind, war das gut. Und es gibt noch Luft nach oben. Wenn der Zweier so zur WM aufgestellt werden sollte, stellen wir uns der Aufgabe, ich hätte auf jeden Fall Bock darauf." In den nichtolympischen Disziplinen konnten die DKV-Damen über 200m durch Sabine Volz (Karlsruhe) und Conny Waßmuth im K2 und beide zusammen mit Sabrina Hering und Tina Dietze auch im K4 jeweils Silber erkämpfen. Im K1-Sprintfinale der Damen fuhr Sabine Volz auf einen sehr guten fünften Rang. Im K1 der Damen über 500m entschied Verena Hantl das B-Finale für sich, Melanie Gebhardt kam im gleichen Rennen auf Rang fünf.

Nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen konnten die Canadier-Damen des DKV. Das beste Ergebnis erzielte Cathrin Dürr (Karlsruhe) Platz fünf im C1 über 500m, Johanna Handrick (Leipzig) kam auf Rang sechs. Im C2 über 200m mussten Annika Loske/Ophelia Preller (Potsdam) mit Rang vier und Dürr/Handrick mit Rang fünf Vorlieb nehmen.

Richtung WM in Mailand auf einem guten Weg

Chefbundestrainer Reiner Kießler wertete das Abschneiden seines Teams als "sehr gutes Ergebnis. Es bestätigt die Resultate von Racice." Sportdirektor Dr. Jens Kahl unterstrich: "Dies zeigt, das wir im vergangenen Herbst die richtigen Entscheidungen getroffen haben und nun beruhigt weiterarbeiten können." Auch DKV-Präsident Thomas Konietzko sah das Team "vom Gefühl her weiter als im vergangenen Jahr. Wo wir es erwartet hatten, sind wir auf dem Podium gewesen, und wo wir zuletzt Probleme hatten, sind wir wieder nah am Podium dran, da meine ich insbesondere die Großboote. Sicher haben wir im K1 der Damen und im C1 der Herren auf der Sprintdistanz derzeit noch Rückstand, doch wir müssen uns auf das konzentrieren, wo wir sicher die Quotenplätze für Olympia holen können. Die Zeiten, wo wir überall vorn mitfahren konnten, sind vorbei. Das Abschneiden hier in Duisburg war schon das Maximum, damit muss man zufrieden sein. Es lässt uns optimistisch den Rest der Saison angehen", so der Präsident.

Fünf Medaillen für die deutschen Parakanuten

Die DKV-Parakanuten holten durch Vizeeuropameister Tom Kierey (Berlin) Weltcup-Gold in der Klasse KL3 der Herren über 200m. Nach EM-Silber in Racice paddelte auch Edina Müller (Hamburg) im KL1 der Damen erneut auf den Silberrang. In den Outrigger-Booten konnte Ivo Kilian (Halle) Silber in der Klasse VL 2 feiern, sein Mannschaftskollege Ali Kardooni (Magdeburg) kam im gleichen Rennen auf den Bronzerang. In der Klasse VL3 der Damen belegte Brit Gottschalk (Schierstein) Rang zwei.

Komplette Ergebnisse: http://www.kanuduisburg.de/WorldCup2015/

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