Freitag, 09. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 156828

Bremische Volksbank mit Geschäftsverlauf 2009 sehr zufrieden

(lifePR) (Bremen, ) Als sehr zufriedenstellend bezeichnet der Vorstand der Bremischen Volksbank das Geschäftsergebnis für das Jahr 2009.

Das Kundenkreditvolumen stieg im Jahr 2009 um 1,9 % auf 360 Mio. €. Bei einer mittelstarken Kreditnachfrage konnten alle vertretbaren Kreditwünsche erfüllt werden. Um 5,7 % rückläufig auf 344 Mio. € waren die bilanziellen Kundeneinlagen, die im Vorjahr noch um 13,4 % gestiegen waren. Ursächlich hierfür war die fehlende Bereitschaft der Bank, auf überteuerte Wettbewerbsangebote von teils staatlich gestützten Banken einzugehen. Erfreulich war mit € 24 Mio. Zuwachs das wiedererweckte Interesse der Kunden an Wertpapieranlagen. Insgesamt konnte ein leichter Zuwachs des Geldvermögens in Höhe von 3,1 Mio. € oder 0,5 % verbucht werden.

Durch das Auslaufen und den bewussten Verzicht auf eine Verlängerung der im Vorjahr stark ausgeweiteten Interbankengeschäfte sank die Bilanzsumme deutlich auf 604 Mio. €.

Sehr zufrieden zeigte sich der Vorstand der Volksbank mit der Ergebnisentwicklung. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit konnte mit fast 6,3 Mio. € mehr als verdreifacht werden, wobei vorab zusätzlich die Reserven deutlich höher als im Vorjahr verstärkt werden konnten und Belastungen aus dem erst im nächsten Jahr anzuwendenden Bilanzmodernisierungsgesetz vorgezogen wurden. Im außerordentlichen Bereich wurden Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen in bedeutender Höhe vorgenommen. Nach einer deutlich angestiegenen Steuerzahlung wird ein um 0,2 Mio. € geringerer Jahresüberschuss ausgewiesen.

Auch in 2009 waren im Firmen - und Privatkundenbereich langfristige Darlehen besonders gefragt, die mit 15,2 Mio. € bzw. 4,6 % auf 346,6 Mio. € anstiegen. Bei den Kontokorrentkrediten konnte der Bestand knapp mit 20,2 Mio. € gehalten werden.

Im Firmenbereich war wie in den Vorjahren eine nur verhaltene Nachfrage zu verspüren. Die Unsicherheit in der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung führte bei den Unternehmern zur Vorsicht in den Investitionsentscheidungen, die Absicherung der finanziellen Spielräume war für viele Entscheidungsträger vorrangig. Zudem bot die wirtschaftliche Lage für viele Branchen wenig Expansionsmöglichkeiten. Als sehr ruhig war die Marktlage im gewerblichen Bausektor zu bezeichnen, Überhänge an Immobilien und eine geringe Mietnachfrage haben die Neubauentwicklung deutlich gehemmt.

Im Privatkundenbereich war vor der Unsicherheit besonders am Arbeitsmarkt nur eine sehr verhaltene Nachfrage nach Finanzierungen zu verzeichnen. Zudem wurden in Bremen keine größeren Neubauvorhaben getätigt, die zu Neufinanzierungen führten. Gleichwohl konnte mit knapp 6 Mio. € der Bestand an Immobilienfinanzierungen auf 143,3 Mio. € ausgeweitet werden

Auf der Einlagenseite zeigte sich die Unsicherheit und Verunsicherung der Anleger in hohem Maße. Während 2008 die Anleger noch in die sicheren Bankeinlagen flüchteten, kehrten in 2009 auch die Jäger nach dem letzten Prozentpunkt Rendite zurück. Dies führte in den Bankeinlagen zu teilweise heftigen Umschichtungen, so sanken die Termineinlagen und Sparbriefe um 80 Mio. € bzw. um ca. 68 %, gleichzeitig stiegen jedoch Anlagen in Cashkonten, auf Girokonten bzw. in Sondersparformen um 60 Mio. € oder 24 %. Per Saldo sanken im Privatkundenbereich die Bilanzeinlagen um 14,4 Mio. € und im Firmenkundenbereich um 2,6 Mio. €. Gleichzeitig führten die Privatkunden wieder 25,0 Mio. € den Depotwerten zu, so dass am Jahresende eine Geldvermögenszuwachs in Höhe von 10,6 Mio. € bzw. 2,5 % verzeichnet werden konnte. Im Firmenbereich war in Summe ein Abbau der liquiden Mittel in Höhe von 5,1 Mio. € oder minus 3,4 % das Ergebnis. Negativ zu vermerken bleibt die teilweise zurückgekehrte Jagd nach den Maximalrenditen, die zu Abwanderungen zu Wettbewerbern oder neuen Produktstrukturen führte, um geringe Renditeunterschiede mitzunehmen. Das Streben nach Sicherheit und der Wunsch nach seriöser Beratung stehen neben dem unbedingten Streben nach der Maximierung der Zinsen. Ein Einklang zwischen Rendite und Risiko konnte nicht in allen Kundengesprächen hergestellt werden, so dass auch etliche Kunden Umschichtungen zu anderen Banken vornahmen.

Erfreulich bleibt der teils wieder sachliche Umgang mit Wertpapieranlagen. Der Wunsch nach sicheren Anlageformen führte zu starken Absätzen von Garantiefonds und Garantiezertifikaten. Viele Anleger haben begriffen, dass nicht alles, was Zertifikat als Namen trägt, gleichbedeutend mit unvertretbarem Risiko ist. Die starken Verbundpartner Union Investmentfonds und DZ Bank als Herausgeber der Zertifikate erzielten in 2009 und auch jetzt in 2010 wieder Bestbeurteilungen für ihre Produkte und Managementleistungen, dies war und ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den Vertrieb dieser Produkte.

Angelegt und verkauft wurden in 2009 84 Mio. € an Wertpapieren, Fonds und Zertifikaten, dies bedeutete im Jahr 1 nach der Finanzkrise den drittbesten Brutto- und Nettoabsatz im letzten Jahrzehnt. Durchaus zufrieden stellend verlief die Absatzentwicklung auch in den Produkten Bausparverträge mit 24 Mio. € und Versicherungen mit 3,4 Mio. € Lebensversicherungsabschlüssen. Sehr erfreut äußerte sich der Vorstand zum Anstieg des Zinsüberschusses von 3,2 Mio. € auf 15,9 Mio. €, was einer Verbesserung um 25,2 % entspricht. In erster Linie war das ausgeweitete Geschäftsvolumen durch die Interbankengeschäfte hierfür ausschlaggebend. Der Provisionsüberschuss bewegte sich bei insgesamt 4,7 Mio. € mit einer Veränderung von minus 0,1 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres.

Auf der Kostenseite wird mit 14,6 Mio. € Verwaltungsaufwendungen ein um 10,1 % erhöhter Wert ausgewiesen. Der Anstieg beruht überwiegend auf als außerordentlich zu betrachtenden Aufstockungen der Pensionsrückstellungen, mit denen die Auswirkungen des Bilanzrichtlinienmodernisierungsgesetzes vorgezogen wurden. Ohne diese Sonderfaktoren wären nahezu identische Werte wie in 2008 ausgewiesen worden. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und Wertpapiere mussten in 2009 nur in weit unterdurchschnittlichem Umfang gebildet werden, zudem wurden die Reserven nach § 340 HGB deutlich verstärkt. Im Kreditbereich waren netto nur geringe Wertberichtigungen auf die eigenen Bestände vorzunehmen, während die Kosten für Portfolioabsicherungen erheblich anstiegen, ohne in Summe die kalkulatorische Höhe zu erreichen. Im Wertpapierbereich profitierte die Bank von den Werterholungen am Markt, was insgesamt zu positiven Beiträgen führte. Wie in den Vorjahren sind alle gehaltenen Wertpapiere nach dem strengen Niederstwertprinzip bilanziert.

Trotz der als außerordentlich und einmalig einzustufenden Sonderfaktoren wird mit 6,3 Mio. € ein deutlich höheres Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit ausgewiesen, so dass insgesamt eine hohe Zufriedenheit mit dem erreichten Ergebnis besteht.

Im außerordentlichen Bereich sind Rückstellungen in Höhe von 2,9 Mio. € eingestellt worden, die für Restrukturierungsmaßnahmen in 2010 vorgesehen sind. Durch Neuorganisation und in Zusammenarbeit mit einer befreundeten Bank sollen die die Prozesse erheblich verschlankt und effizienter gestaltet werden. Gleichzeitig sollen mit einer Ausgründung von Verwaltungstätigkeiten zukünftige Ertrags- und Marktchancen gesichert werden.

Nach Berücksichtigung von auf 2,0 Mio. € stark gestiegenen Steuerzahlungen wird mit 1,4 Mio. € ein um 0,2 Mio. € geringerer Jahresüberschuss ausgewiesen.

Der Vertreterversammlung wird im Mai dieses Jahres eine Dividende in Vorjahreshöhe von 4,5 % zur Ausschüttung vorgeschlagen werden.

Mit Datum von 31. März 2010 ist das Vorstandsmitglied Hans-Peter Laabs (60) nach 13 jähriger Vorstandstätigkeit in den Ruhestand getreten. Die Gremien der Bank danken Herrn Laabs für sein erfolgreiches Wirken in der Bank und wünschen ihm und seiner Familie glückliche Jahre in der Zukunft.

Seine Nachfolge hat bereits zum 1. Oktober 2009 Herr Ulf Brothuhn (42) angetreten. Brothuhn war bereits von 2003 bis 2009 Vorstandsmitglied der Volksbank Helmstedt. In der Bremischen Volksbank wird er für die Marktbereiche Firmen und Privatkunden sowie das Private Banking zuständig sein.

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