Donnerstag, 19. Januar 2017


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Das erste Volksauto der Welt

Vor 100 Jahren begann der moderne Automobilbau

(lifePR) (Sinsheim, ) Der 1. Oktober 1908 ist ein denkwürdiger Tag in der Geschichte des Automobilbaus. Bei der Ford Motor Company in Detroit lief die Produktion des T-Modells an. "Tin Lizzy" genannt, von dem in 19 Jahren mehr als 15 Millionen Stück gebaut wurden. Für die moderne Motorisierung war das ein ebenso wichtiger Meilenstein, wie die erste Motorwagenfahrt von Karl Benz in Mannheim.

Das Auto + Technik Museum Sinsheim zeigt in seiner Ausstellung 3 dieser Fahrzeuge aus den Jahren 1912, 1917 und 1926.

Eines dieser Fahrzeuge ist die sportliche Karosserievariation des Ford Model T Speedster. Der Vier-Zylinder-Motor mit 2,9 Litern Hubraum und 20 PS bei 1600 U/min beschleunigt das Auto auf eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h.

Diesen sowie weitere Texte finden Sie auch in unserem Pressebereich www.technik-museum-presse.de

20 Jahre lang war die "Tin Lizzy" das meistgebaute Auto der Welt bis ihr der VW Käfer den Rang ablief.

Der Tüftler und Techniker Henry Ford gründete am 16. Juni 1903 mit einem Anfangskapital von 28.000 Dollar in einer alten Waggonfabrik in Detroit eine Automobilfabrik. Er wollte ein billiges und zuverlässiges Auto für die breite Masse bauen, was ihm mit dem "Universal-Auto" Model T auch gelang. 1913 führte er als erste Automobilfirma das Fließband ein. Seine soziale Komponente war, dass er den Lohn seiner Arbeiter verdoppelte, sehr zum Missfallen der Konkurrenz. Jeder sollte das Auto, das er produzierte auch kaufen können.

Henry Fords unvergänglicher Verdienst um die Sache des Automobils war, dass er als erster einen Wagen auf den Markt brachte, der tatsächlich ein "Automobil für Jedermann" war. Der Wagen war nicht nur spottbillig für amerikanische Verhältnisse, er war praktisch konstruiert, leicht zu fahren und zu reparieren und von einer Robustheit, die ihn nirgendwo versagen ließ. Dem Farmer auf dem Lande war er ebenso nützlich wie dem Großstädter, es gab keinen Erdteil, in dem er sich nicht bewährte. Die 15 Millionen verkaufter "Lizzys" bewiesen es: die Motorisierung war nicht mehr nur angekurbelt, sie lief bereits auf vollen Touren. Das Automobil war auf dem Wege, ein Massengebrauchsartikel zu werden.

An vielen Orten der Welt hat Ford Montagewerke errichtet. So wurde auch am 2. Oktober 1930 in Köln der Grundstein zum deutschen Ford Werk gelegt.

Neben vielen anderen interessanten Fahrzeugen steht im Auto + Technik Museum auch ein Fordson Traktor. Dieses von Henry Ford entwickelte Fahrzeuge erleichterte die harte Landarbeit entscheidend und trug zum Siegeszug der Technik in der Landwirtschaft bei.

Viele Ähnlichkeiten zum Ford T Modell sind erkennbar. Beide Fahrzeuge im Museum stehen für Kreativität und Unternehmergeist in der Ford Familie.

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