Samstag, 18. Mai 2013


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Duft soll Wild irritieren

ADAC startet Projekt gegen Wildunfälle im Landkreis Börde

(lifePR) (Laatzen, ) Plötzlicher Wildwechsel zählt zu den häufigsten Unfallursachen außerhalb von Ortschaften. Allein im Landkreis Börde ereigneten sich im vergangenen Jahr 1396 Wildunfälle. Der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V. möchte gemeinsam mit der Unteren Jagdbehörde des Landkreises Börde, der Polizei, dem Landesbetrieb Bau und dem Jagdpächter einen der Unfallschwerpunkte an der B245a zwischen Barneberg und Hohnsleben entschärfen. Ein spezieller Duftzaun soll Schlimmes verhindern.


Auf dem 0,7 Kilometer langen Streckenabschnitt ereigneten sich 2011 18 Unfälle mit Wild. Am heutigen 13. Juli 2012 wurde deshalb an den gefährlichen Wechselstellen ein "ADAC Duftzaun" eingerichtet. Spezielle Depots mit unangenehm riechenden Duftstoffen werden entlang der Straße angebracht. Von diesen unbekannten Düften irritiert, verharren die Tiere erfahrungsgemäß am Fahrbahnrand und wechseln nicht sofort über die Straße. Auto- und Motorradfahrer haben so die Chance, das Wild frühzeitig zu sehen und ihr Tempo zu drosseln.

Der ADAC richtet seit mehr als zehn Jahren mit Unterstützung der jeweiligen örtlichen Behörden "ADAC Duftzäune" ein, in Sachsen-Anhalt waren es bislang 22. ADAC Verkehrsexpertin Birgit Blaich-Niehaus: "Mit dem Duft gelingt es uns, die Tiere direkt zu errei-chen und zu sensibilisieren. Das gewährleisten andere technische Einrichtungen nicht oder nur ungenügend. Deutliche Informationen für Autofahrer müssen den Duftzaun jedoch ergänzen."

ADAC Sicherheitstipps

Jeder Verkehrsteilnehmer ist angehalten, in Gebieten, in denen mit Wildwechsel zu rechnen ist, mit erhöhter Aufmerksamkeit unterwegs zu sein. Der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V. gibt folgende Tipps:

- Fahrbahnränder im Auge behalten und ausreichend Sicherheitsabstand zum rechten Fahrstreifen wahren.
- Stets auf mehrere Tiere einstellen; Achtung: Wild flüchtet nicht immer auf dem kürzesten Weg, sondern oft vor dem Fahrzeug her.
- Stehen Tiere auf der Straße und herrscht kein Verkehr, dann bremsen, hupen und gegebenenfalls abblenden, damit das Wild einen Fluchtweg findet.
- Nutzen alle Vorsichtsmaßnahmen nichts, dem Tier nicht ausweichen! Um sich und andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden: Lenkrad fest umgreifen und bremsen.

Für weitere Presseinformationen erreichen Sie die ADAC Kommunikation unter Tel. 05102 90-1125 oder per E-Mail unter kommunikation@nsa.adac.de

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