Für eine nachhaltige und gerechte Landwirtschaft

ZdK legt Diskussionsimpuls zur europäischen Agrarpolitik vor

(lifePR) ( Bonn, )
Für eine stärkere Orientierung an Umwelt- und Klimaschutz, Tierwohl und Beschäftigung bei der bevorstehenden Reform der Gemeinsamen europäischen Agrarpolitik (GAP) für die Förderperiode nach 2020 setzt sich das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) in einem Diskussionsimpuls ein.

"Der Reform der Agrarpolitik muss als Leitbild eine Orientierung am Gemeinwohl zugrunde liegen, denn eine nachhaltige und zukunftsfähige Landwirtschaft kann nur gelingen, wenn sie ökologisch, ökonomisch und sozial verträglich ist und ihrer Verantwortung gegenüber allen auf der Erde lebenden Menschen und Geschöpfen gerecht wird.", so Dr. Barbara Hendricks MdB, Sprecherin des Sachbereichs "Nachhaltige Entwicklung und globale Verantwortung" im ZdK.

Ein Hauptaugenmerk des Diskussionsimpulses liegt auf dem großen Potential der Landwirtschaft zum Klimaschutz und zum Erhalt der Biodiversität, welches zukünftig noch stärker genutzt werden müsse. Das ZdK kritisiert die derzeit zu starke Fokussierung der Fördermaßnahmen auf die landwirtschaftliche Fläche. Es spricht sich dafür aus, die Systematik der Säulenfinanzierung in der neuen GAP aufzubrechen.

Ausdrücklich würdigt das ZdK die Leistungen der Landwirtinnen und Landwirte für die gesamte Gesellschaft. Die Förderung und der Erhalt lebenswerter ländlicher Räume müssten auch in Zukunft zentrale Ziele der GAP sein.

Das ZdK betont darüber hinaus die große Verantwortung der europäischen Agrarpolitik für die Länder des globalen Südens. "Die agrarpolitischen Ziele der EU müssen eine Kohärenz aufweisen zu den umwelt-, klima-, sozial-, migrations- und entwicklungspolitischen Zielen. Es darf nicht passieren, dass mit Mitteln der Entwicklungspolitik wiederaufgebaut werden muss, was durch die europäische Agrar- und Handelspolitik zuvor konterkariert wurde.", verdeutlicht Hendricks.

 

Den Diskussionsimpuls finden Sie hier.
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