Bundesregierung fordert 30 Prozent der Meere bis 2030 zu schützen

Weltzukunftsrat: Südpolarmeer soll größtes Meeresschutzgebiet der Welt werden

(lifePR) ( Hamburg, )
Die Bundesregierung ist offiziell Mitglied der Global Ocean Alliance (GOA) geworden. GOA ist eine Allianz mehrerer Staaten, die es sich zum Ziel gemacht haben, 30 % der Meere bis ins Jahr 2030 zu schützen. Dies soll eines der Biodiversitätsziele der Vereinten Nationen werden. Dieses Ziel sollen offiziell bei der nächsten Konferenz zur globalen Biodiversität (CBD) festgelegt werden.

„Wir unterstützen dieses Ziel aus vollem Herzen, die Bundesregierung hat hier eine zukunftsweisende Entscheidung getroffen“, sagt Alexandra Wandel, Vorstandsvorsitzende des World Future Council „Dies ist ein wichtiger Schritt nach vorne“.

Die Forderung 30% der Meere zu schützen war bereits 2014 Forderung einer einstimmigen Resolution der Weltnaturschutz Union (IUCN). Inzwischen gibt es eine Reihe wissenschaftlicher Untersuchungen, die klar aufzeigen wie wichtig diese Forderung nicht nur für unsere Artenvielfalt ist. Selbst die Fischerei könnte davon profitieren.

„Wissenschaftlich ist klar erwiesen, dass wir mindestens 30% unserer Meere und unserer Landflächen schützen müssen, um unsere Artenvielfalt wenigstens ansatzweise zu erhalten. Andernfalls sägen wir uns den Ast ab, auf dem wir sitzen“, sagt Dr. Ralf Sonntag, Meeresbiologe des World Future Council.

Ein nächster wichtiger Schritt wäre die Umsetzung der deutschen Forderung nach dem Schutz des Weddellmeeres in der Antarktis. Dies wird von fast allen Ländern der Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis (CCAMLR) unterstützt, nur China und Russland blockieren hier den Konsens. „Wir bitten Frau Dr. Merkel hier wirklich auf allerhöchster politischer Ebene in Russland und China aktiv zu werden, um das größte geplante Meeresschutzgebiet der Welt einzurichten“, fährt Dr. Sonntag fort.
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