Mammutprojekt Erdgasumstellung beginnt in Büren und Salzkotten

(lifePR) ( Paderborn, )
Die einzelnen Haushalte in Büren und Salzkotten sind im Frühjahr angeschrieben worden, jetzt beginnt der eigentliche Geräteumstellungsprozess der Gasversorgung. In Kürze bekommen die entsprechenden Kund*innen einen zweiten Brief mit dem Terminvorschlag für die Geräteerfassung. Die Erdgasversorgung im Norden und Westen Deutschlands muss aufgrund neuer Bezugsquellen auf eine andere Gasart umgestellt werden.

Mit der Ablauf-Organisation der Gasgeräteumstellung hat Westfalen Weser das Unternehmen „regiocom“ beauftragt. Die jeweiligen Gasgerätedaten werden in Büren und Salzkotten von den Dienstleistern „NGC Tec GmbH“ und „LPR Energy GmbH“ aufgenommen. Die Qualitätsprüfung übernimmt wieder „regiocom“. In den nächsten Wochen werden deren Mitarbeiter*innen in den beiden Städten bei den Kund*innen mit Gasversorgung klingeln, um die konkreten Geräte zu erfassen. „Die von uns beauftragten Monteur*innen kommen in die Haushalte, um die wichtigen Daten wie Hersteller oder Serientyp der einzelnen Gasgeräte zu ermitteln. Nur so können wir die passenden Ersatzteile bestellen. Wir wissen, dass dies eventuell mit Aufwand verbunden ist und bedanken uns schon im Vorhinein für die Mithilfe“, erläutert Andre Gleichmann, Projektleiter Erdgasumstellung bei Westfalen Weser, den Ablauf.
Die Briefe mit den Terminvorschlägen für die Datenaufnahme werden in der nächsten Zeit nach Büren und Salzkotten verschickt und haben einen Vorlauf von mindestens drei Wochen. Wichtig: Die Mitarbeiter*innen der genannten Unternehmen werden sich mit einem Ausweis von Westfalen Weser sowie einer für die jeweiligen Haushalte individuell erstellten PIN-Nummer/Auftragsnummer ausweisen. Es sollen nur Personen ins Haus gelassen werden, die unaufgefordert ihren Ausweis sowie die PIN-Nummer vorzeigen.
Die konkrete Geräteanpassung in rund 6500 privaten Haushalten und Gewerbebetrieben in den beiden Städten geschieht dann erst in 2023. Alle Kund*innen wurden ab Mitte April dieses Jahres angeschrieben und über die Pläne informiert.

Nur Anpassung gewährleistet sicheren Weiterbetrieb
Wegen der Umstellung von L- auf H-Gas müssen alle Gasgeräte in Haushalten, Betrieben und der Industrie angepasst werden, denn die meisten Geräte, die bisher mit L-Gas betrieben wurden, dürfen und können nicht ohne weiteres mit H-Gas arbeiten. Damit die Geräte keinen Schaden nehmen und ein sicherer Betrieb weiterhin gewährleistet ist, müssen sie für eine zuverlässige Funktion einzeln durch zertifizierte Unternehmen oder einen Fachbetrieb angepasst werden.
Zuständig für diese Umstellungsmaßnahmen ist nach dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) der jeweilige sogenannte „Netzbetreiber“. In vielen Gebieten in OWL ist das Westfalen Weser - unabhängig vom Gaslieferanten, bei dem Endkund*innen ihr Gas beziehen.
Für weitere Informationen – beispielsweise zur Anpassung, Kostenerstattung bei Fördermöglichkeiten, Legitimation der Monteur*innen oder weitere Themen – können Kund*innen gerne die eigens eingerichtete Hotline kontaktieren. Hotline: 0800 – 55 33 22 1; E-Mail-Adresse: wwn-umstellung@regiocom.com . Informationen finden Sie auch unter www.ww-netz.com/erdgasumstellu... oder unter www.erdgas-umstellung.de.

Internationale Bezugsquellen ändern sich und erfordern Geräte Umstellung
Die Gasversorgung im Norden und Westen Deutschlands muss aufgrund neuer Bezugsquellen auf eine andere Gasart umgestellt werden. Die Erdgasumstellung – auch „Marktraumumstellung“ genannt – ist eines der größten Infrastrukturprojekte der deutschen Erdgaswirtschaft. Die deutsche Erdgasversorgung wird aus unterschiedlichen Quellen sichergestellt. Beim Erdgas wird zwischen dem sogenannten L- und H-Gas (*L- für low-caloric, niedrigerer Brennwert und H- für high-caloric, höherer Brennwert) unterschieden, beide haben eine andere chemische Zusammensetzung und einen anderen Brennwert. Große Versorgungsgebiete in Deutschland, darunter auch das Erdgasnetzgebiet von Westfalen Weser, werden bislang mit L-Gas versorgt. Dies wird in den Niederlanden und in Deutschland gefördert, H-Gas hingegen in allen anderen Förderregionen der Welt, wie zum Beispiel Russland, Dänemark und Norwegen. Im Gegensatz zum H-Gas, dessen Reserven für die nächsten 200 – 250 Jahre als gesichert gelten, wird die Versorgung mit L-Gas in Deutschland bis zum Jahr 2030 eingestellt. Dies liegt an der Endlichkeit der Ressource. Wegen der rückläufigen Fördermengen steht L-Gas, in Zukunft nur noch sehr begrenzt zur Verfügung, so dass alle bisher mit L-Gas versorgten Gebiete bis 2030 auf H-Gas umgestellt werden müssen. Dies betrifft u. a. große Teile der Bundesländer Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

 

 
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