Deutsche Sparer verlieren immer mehr Geld - 4 Tipps gegen Inflationsverluste

(lifePR) ( München, )
Die Deutschen sparen falsch. Weil sie ihr Geld hauptsächlich auf niedrig verzinsten Bankkonten anlegen, schwindet das reale Vermögen. Nach Berechnungen der Bundesbank lag die Gesamtrendite deutscher Durchschnittssparer im ersten Quartal 2018 bei minus 0,8 Prozent. Im ersten Halbjahr 2018 gingen so fast 17 Milliarden Euro an Kaufkraft verloren, wie eine Bankstudie ermittelte. Pro Bundesbürger betrug der Verlust 205 Euro, aufs Jahr gerechnet verliert eine vierköpfige Familie immerhin mehr als 1.600 Euro – ein Minusrekord, der vermeidbar ist.

Schuld am Vermögensschwund ist die Inflation, denn sie entwertet das Geld von Sparern und Verbrauchern. Weil viele Anleger Sicherheit wünschen, begnügen sie sich mit Minizinsen von der Bank. Doch das ist ein Verlustgeschäft. Bankanlagen erzielen nur selten mehr als zwei Prozent Realzins. „Damit das Ersparte seine Kaufkraft behält, muss es mehr Zinsen abwerfen als durch Inflation verloren geht“, betont Tom Friess, Geschäftsführer des VZ VermögensZentrums. Prädestiniert dafür seien Aktien, denn die erzielen langfristig überdurchschnittliche Renditen.

Die Geldanlage mit Aktien und Fonds ist aber kein Selbstläufer. Anleger sollten wichtige Punkte beachten, damit die Geldanlage ein Erfolg wird.

1. Strategie festlegen: Die Anlagestrategie bestimmt, welcher Anteil des Vermögens in bestimmte Anlageklassen wie Aktien oder Anleihen investiert werden darf. „Die Strategie ist der entscheidende Faktor für Erfolg oder Misserfolg der Investition“, unterstreicht Friess. Privatanleger würden ihr aber häufig zu wenig Beachtung schenken. Als Grundsatz gilt: Je länger man auf das investierte Geld verzichten und je besser man mit Kursschwankungen umgehen kann, desto größer darf der Aktienanteil sein. Vor einem Investment sollte man sich daher über den Anlagehorizont und die eigene Risikofähigkeit im klaren sein. Wichtig ist, die gewählte Strategie von Zeit zu Zeit zu prüfen und gegebenenfalls neu zu justieren.

2. Optimal streuen und mischen: Setzen Sie nicht alles auf eine Assetklasse. Verteilen Sie Ihre Anlagen je nach gewählter Strategie auf Aktien, Anleihen, Rohstoffe oder Immobilien. Streuen Sie ferner auf mehrere Region, Branchen und Sektoren. „Der Anteil einer einzelnen Aktie oder Anleihe sollte höchstens fünf Prozent der Gesamtinvestition betragen“, rät Friess. Achtung: Deutsche Anleger gewichten oft deutsche Titel zu stark, was zu einem Klumpenrisiko führt.

3. Bei Aktien gestaffelt einsteigen: Um das Risiko eines ungünstigen Einstiegszeitpunkts zu verringern, empfiehlt sich bei Aktien ein gestaffelter Einstieg. Bewährt hat sich ein Einstieg in drei bis vier gleich großen Aktienpaketen im Abstand von drei bis vier Monaten. Zusätzliche Käufe kann man von Kursschwankungen abhängig machen: Sinkt der Wert eines Titels innerhalb von drei Monaten um zehn Prozent, kauft man unabhängig vom Zeitpunkt weitere Aktien hinzu. Das systematische Vorgehen schaltet Emotionen wie Angst und Gier weitgehend aus. Das gleiche gilt für Sparpläne mit ETF oder Fonds.

4. Kostenbewusst anlegen: Die Gebühren bei Depotbanken für Transaktionen und Depotführung sind sehr unterschiedlich. Hohe Kosten gehen ebenso zu Lasten der Depotrendite wie die Gebühren einzelner Anlagen. Die Wahl eines günstigen Instituts zahlt sich daher sofort aus. Eine Depotbank sollte ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis haben und wertvolle Zusatzleistungen bieten, zum Beispiel eine unabhängige Titelwahl, verständliche Dokumentation und die Möglichkeit zur Beratung. Außerdem erzielt der Einsatz günstiger ETFs kosten- und damit Renditevorteile.
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