Neustart für den Diesel

Fachmedium "Automobil Industrie": Die Technik für den sauberen Diesel ist da - die Verunsicherung der Verbraucher muss aufhören

In der aktuellen Ausgabe beschäftigt sich "Automobil Industrie" mit den gängigen Argumenten gegen den Diesel – und zeigt gegenteilige Tendenzen auf. Foto: Automobil Industrie (lifePR) ( Würzburg, )
Abgasskandal, Feinstaub, Fahrverbote in Innenstädten: Dies sind drei Schlagworte, die viele verunsicherte Verbraucher mit dem Dieselmotor verbinden. Aber wer es mit der Reduzierung von CO2 wirklich ernst meint, der braucht zwingend den Dieselmotor. 

In der aktuellen Ausgabe beschäftigt sich das Fachmedium „Automobil Industrie“ mit den gängigen Argumenten gegen den Diesel – und zeigt gegenteilige Tendenzen auf: So rechnet etwa eine Studie des schwedischen Umweltministeriums vor, dass man ein Fahrzeug mit herkömmlichem Verbrenner acht Jahre fahren könne, bevor es die Umwelt so stark belastet habe wie die Produktion eines Lithium-Ionen-Akkus für ein E-Auto der Größe eines Tesla Model S.

Auch der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) begründet die erstmals seit Jahren wieder steigenden CO2-Emissionen pro Fahrzeug mit dem Trend zum SUV, aber auch mit der Abkehr der verunsicherten Endverbraucher vom Dieselantrieb. „Diese Verunsicherung muss aufhören!“, kommentiert „Automobil Industrie“-Chefredakteur Claus-Peter Köth: „Die Technik für den sauberen Diesel ist da, sein Reichweitenvorteil unbestritten, ebenso wie sein Einsatz in schweren Fahrzeugen. Politik und Industrie müssen jetzt die richtigen Rahmenbedingungen setzen!“ 

Das Problem der ,alten‘ Diesel sind die Stickoxide. Insofern gilt es, für die Euro-5- und Euro-6-Modelle ohne RDE-Zertifizierung Nachrüstkonzepte anzubieten. „Software-Updates werden nicht ausreichen, um den Imageschaden des Diesels zu reparieren. Vielversprechender sind Hardware-Nachrüstsysteme der Zulieferer. Noch argumentieren die OEMs mit ,zu teuer‘ oder ,zu langwierig in der Entwicklung‘. Aber was ist die Alternative? Hohe Strafzahlungen weil der Dieselanteil weiter erodiert und die CO2-Grenzwerte krachend verfehlt werden?“, fragt Claus-Peter Köth.

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