„In der Stunde der Trauer stehen wir an der Seite unserer katholischen Geschwister. Wir sind dankbar für einen Papst, der uns Demut und Bescheidenheit vorgelebt hat und der bewusst auf diskriminierende Sprache verzichtete.“ Der indonesische Missionstheologe unterstreicht, dass Papst Franziskus sich für den interreligiösen Dialog stark gemacht und die globale Solidarität in den Mittelpunkt gestellt habe – ein Vermächtnis, von dem das Christentum bis heute lernen könne. Als Kirchenoberhaupt aus Argentinien hatte er – anders als viele seiner Vorgänger – besonders die Perspektive des Globalen Südens im Blick und forderte eindringlich ein weltweit neues, gerechteres Miteinander. Als glaubwürdiger Brückenbauer führte er Menschen aus verschiedenen Kontinenten zusammen und wurde zu einer unüberhörbaren Stimme für Versöhnung und Einheit in einer zerrissenen Welt.
Katholische Bischofskonferenz und VEM-Mitglied starteten gemeinsame Friedensinitiative
Die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern der VEM und der katholischen Kirche zeigt sich aktuell in einer wichtigen Friedensinitiative: Die Kirche Christi im Kongo (ECC) und die katholische Bischofskonferenz des Kongo (CENCO) haben vor wenigen Wochen gemeinsam den „Sozialpakt für Frieden und ein gutes Miteinander in der Demokratischen Republik Kongo und der Region der Großen Seen“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, einen Beitrag zur Überwindung des seit Jahrzehnten andauernden bewaffneten Konflikts im Osten des Landes zu leisten und Wege zu einer stabilen, friedlichen Gesellschaft aufzuzeigen. Diese Initiative steht exemplarisch für das gelebte ökumenische Engagement und die gemeinsame Verantwortung für Gerechtigkeit und Frieden in der Welt.